Happy Hollidays

Hey,

nach 9 Wochen Schulmarathon war es endlich soweit und meine ersten Ferien brachen an. Am Samstag räumte ich auf, schrieb endlich Mails an Verwandte und hatte außnahmsweise etwas Kontakt nach Deutschland. Für den Abend hatte ich mit ein paar Freunden eine Überraschungsgeburtstagsparty für einen anderen Austauschschüler geplant. Alles war perfekt vorbereitet, bis ich von einem Freund erfahren habe, dass sich das Geburtstagskind (Mattia from Italy) in der Trampolinhalle (extra so eingefädelt, dass sein Gastbruder (Rithik from Germany) in der Zeit das Haus schmücken konnte) die Lippe aufgeschlagen hat und sich im Moment im Krankenhaus befindet. Wir ließen die Party trotzdem steigen, auch wenn wir mit allen Gästen noch eine Stunde und das Geburtstagskind warten mussten. Der Abend wurde trotzdem super lustig und lang.

Der erste (und bisher einzige) Tag zum Entspannen war dann Sonntag. Ich lag den ganzen Tag im Bett, habe Tee getrunken und mein Lieblingsbuch gelesen. Es war seit 3 Monaten der erste entspannte Tag und ich habe ihn in vollen Zügen genossen.

Montag war einer der wichtigsten Tage in Irland: Halloween. Halloween kommt ursprünglich aus Irland und jedes Haus verwandelte sich in ein Horrorhaus. Eine meiner Gastschwestern leihte mir und meiner italienischen Gastschwester (Martina) Kostüme und brachte uns noch einen Küris zum Schnitzen vobei. Nach dem die Arbeit getan war und wir einen wunderschönen, nicht gruseligen Kürbis vor dem Haus stehen hatten und uns in unsere noch viel weniger gruseligen Kostüme (Ich=Rotkäppchen, meine Gastschwester=Wonder woman) zogen wir mit unseren Freunden los für trick or treat (Süßes oder Saures). Ich weiß, eigentlich sind wir zu alt dafür, aber wenn man schonmal Halloween in Irland erleben darf, dann auch richtig! Und unsere Ausbeute war nicht zu knapp.

Nach einer viel zu kurzen Nacht, machten wir (Mattia, Martina, Rithik und ich) uns am Dienstag um 7 Uhr auf den Weg nach Cork um mit 17 weiteren Austauschschülern für 4 Tage nach Monaghan (im Norden der Republik Irland) zu fahren. In Dublin entschlossen wir uns kurzfristig den Nachmitt dort zu verbringen. Wir sahen uns die Universität an, besuchten das Dublin Castle und machten Selfies vor der Temple Bar. Am Abend nahmen wir dann den Bus nach Monaghan und wurden dort von der LSC empfangen. Diese Informierte unsere Gastfamilien bei denen wir für die drei Nächte in Monaghan schliefen. Wir waren immer zu viert in einer Familie und ich hatte das Glück und war mit zwei anderen Deutschen und Martina in einer Familie.

Am Mittwoch mussten wir genauso früh aufstehen wie am Dienstag, aber dieses Mal fuhren wir nach Belfast in Nordirland. Den Vormittag verbrachten wir alle zusammen im Titanic Museum und dieses ist wirklich sehenswert. Die Titanic wurde in Belfast gebaut und so war es sehr interessant zu sehen wie und wo. Am Nachmittag teilten wir uns in kleinere Gruppen auf und ich zog mit zwei anderen los um mir die Sehenswürdigkeiten von Belfast anzusehen. Wir besuchten die Kathedrale und bestaunten die Glaskuppel vom Victoria Square. Außerdem kauften wir noch ein Geschenk für einen anderen Austauschschüler, der den Trip mit der Hilfe von unseren LSC’s organisiert hat und jede Menge arbeit hinein investiert hat. Um 19 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück nach Monaghan.

Den Donnerstag starteten wir mit „ausschlafen“, erst um 8 Uhr mussten wir aufstehen um mit unserer Gruppe zum ‚Giants Cause way‘ zu fahren. Wir hatten einen Privatbus, mit einem typischen Iren als Fahrer: Rote Haare, groß und Humorvoll. Er hat uns super unterhalten und uns die Stories und Sagen hinter den Sehenswürdigkeiten, an denen wir vorbei gekommen sind erzählt. Am ‚Giants Cause way‘ hörte es auch auf zu regnen und wir hatten trockene und teilweise sonnige 2 Stunden dort. Ich dachte immer der ‚Giants Cause way‘ sei wunderschön und atemberaubend. Aber es wurden noch keine Worte erfunden um ihn wirklich so beschreiben wie er ist. Mit seiner Magie, Anziehungskraft und wilden Schönheit. Man muss es selbst gesehen und erlebt haben, aber für die, die noch nicht dort waren, habe ich ein Paar Bilder auch wenn diese nur einen minimalen Bruchteil wiederspiegeln von dem was die Natur einem dort darbietet.

Freitag nutzten wir dann  um wirklich aufzuschlafen und ich traff mich noch mit Freunden von AFS dort. Es war richtig schön sie wieder zu sehen, da London schon eine ganze Weile her ist und wir dort eine unvergessliche Zeit erleben durften. Am Nachmittag haben wir uns auf den Rückweg nach Cork gemacht. Nach einer weiteren langen Busreise, kamen wir um 20 Uhr endlich an. Wir mussten allerdings noch einen Umweg über das Krankenhaus machen, weil Mattia die Fäden von seiner Lippe gezogen werden mussten. Um 23 Uhr kam ich dann endlich richtig erschöpft bei meiner Familie an.

Am Samstag ging es wieder früh los, denn unserer monatlicher Ausflug mit InterStudies stand an. Glücklicherweise kamen heute alle anderen Austauschschüler in meine Stadt (Cobh). Wir fuhren mit einer kleinen Fähre nach ‚Spike Island‘, einer historischgeprägten Insel mitten in der Bucht von Cobh. Diese Insel war Verteidigungsstützpunkt gegen Napoleon, Army Base, Navy Erweiterung von der benachbarten Halbinsel und zu guter letzt ein Gefängnis. Jeder hat seine Spuren hinterlassen und es war sehr interessant zu sehen und erleben. Zurück in Cobh gingen wir ins ‚Titanic Experience‘, wir waren jeder eine der 123 Personen, die in Cobh an Bord der Titanic gegangen sind. Am Ende konnte man Erfahren, ob man den Untergang überlebt hat oder nicht. Ich habe nicht überlebt, aber glücklicherweise viele der anderen. Danach haben wir uns erstmal in meinem Lieblingscafé aufgewärmt, ich hätte nie gedacht, dass es in Irland so kalt werden kann, aber es wird sehr frisch und der Wind lässt es einen 5 Grad wie -5 Grad fühlen.

Am Sonntag bereitete ich mich wieder auf die Schule vor, pflichbewusst telefonierte ich nach langer Zeit malwieder mit Freunden und Familie in Deutschland und mittags besuchten wir Verwandte.

Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich fühle mich nach so erlebnisreichen Ferien erholt und ausgeruht. Ich habe neue Motivation für die Schule gefunden und freue mich auf die kommende Weihnachtszeit.

Bis Bald

Mia

 

 


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