Die beste Familie der Welt

Hey,

mittlerweile bin ich über 2 Monate in Irland und damit bei meiner unglaublich netten Gastfamilie.

Die erste zwei Wochen bestand meine Familie aus mir und meinen Gasteltern. Meine 7 Gastgeschwister sind alle Erwachsen und haben eigene Kinder, sind aber sehr oft zu besuch. Nach 2 Wochen zog meine Gastschwester aus Italien ein und meine Zeit als „Einzelkind“ war vorbei.

Meine Familie hat mir das Einleben richtig leicht gemacht, alle haben sich um mich gekümmert, immer war jemand da, an den ich mich wenden konnte und sie haben es als normal angesehen, dass ich nun ein Leben mit ihnen teile. Sie haben mich nicht als ihren Austauschschüler überall vorgeführt, sondern eher als ihr eigenes Kind vorgestellt. Diese Normalität half mir mich als wirkliches Kind der Familie zu fühlen und nicht als Fremde, die ins Haus eingezogen ist und eine Rolle verkörpern muss.

So bestanden die ersten beiden Wochen aus kochen mit meinem Gastvater, gemeinsamen Fernseh schauen und viel Tee. Ich genoss es einfach mal „Einzelkind“ zu sein und die ganze elterliche Fürsorge für mich zu beanspruchen. Ich bin mit 7 (Stief-/Halb-) Geschwistern in Deutschland großgeworden und damit war mein „Einzelkind“ Dasein etwas komplett neues. Ich muss sagen, ich mag beides. Und so war ich auch nicht traurig, als meine Gastschwester aus Italien nach 2 Wochen einzog.

Erstmal war es komisch, weil ich ganz klar den „Heimvorteil“ hatte und trotzdem versuchte ich ihr auf Augenhöhe zu begegnen. Aber nach einer Woche, war es schon gar nicht mehr so schlimm. Sie lebte sich genau so schnell ein wie ich und es spielte keine Rolle mehr, dass ich schon 2 Wochen länger da war.

Mittlerweile ist meine Gastschwester mehr als nur „meine Gastschwester aus Italien“, sie ist wie eine Zwillingsschwester und beste Freundin gleichzeitig. Wir verbringen jede freie Minute gemeinsam und haben zum Großteil die gleichen Freunde und Hobbys. Zwar kommt es manchmal vor, dass wir uns gegenseitig nerven aber so ist das unter Geschwistern nun  einmal. Ich bin auf jeden Fall froh, dass sie da ist.

Als ich in den Herbstferien für 4 Tage mit anderen Austauschschülern weg gefahren bin, habe ich meine Gatfamilie echt vermisst, obwohl ich eine wunderschöne Zeit hatte. Ich liebe meine Gastfamilie, genauso wie meine Familie.

Liebe Grüße

Mia


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