Januar, Februar

Liebe vernachlässigte Leserschaft. Diese Woche sind bei mir schlechtes Gewissen, Erkenntnis und Schuldgefühle uebergelaufen. Mit Schreck ist mir aufgefallen, dass ich glatte 3 Monate nichts habe von mir hören lassen und wurde von euch mit Recht darauf hingewiesen, dass ein PIEP von anderen Ende der Welt mal ganz nett wäre. Euer letzter Stand ist Neujahr. Das wären also 5 Monate ohne Berichte.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das Blogschreiben vielleicht ein kleines bisschen bewusst vergessen habe. Nicht nur, weil mein Computer kaputt ist. Sondern auch, weil mir so viel passiert, dass alles was ich hier ausdrücke nur bruchteilweise beschreiben kann, was mir alles geschieht! Und die Leute die mich kennen wissen, dass ich auch nicht die grösste Tagebuchschreiberin bin 1) aus Faulheit aber auch 2) aus dem Grund, dass WENN ich schreibe, DANN VIEL. Daher wünsche ich viel Spass bei meinem ausschweifenden aber kläglichen Versuch, mein Leben von Januar bis Mai 2016 zusammen zu fassen.

„Oh, wie schön ist Panama“

Meine erste eigene Reise. Kein Wochenendtrip. Keine Eltern. Selbstgeplant.

Anfang Januar ging es mit meiner Mitfreiwilligen Lena (diesmal eine andere Lena, nicht meine Pérez-Lena) für drei Wochen auf Reise nach Panama. Im Grunde hatten wir nicht wirklich viel geplant, nur an einigen Eckpunkten schon Hostels gebucht und sporadisch Anbindungen rausgesucht. Meinen Backpack habe ich für die kommenden 21 Tage im praktischen Tüten-System gefüllt: So garantiert man sich nicht mehr alles einzeln, nein, sondern einfach alle Tüten jedes mal herauszufischen, wenn man etwas braucht. Logischerweise ist die „Hosen-Tüte“ gerade auch immer dann ganz unten, wenn man sie braucht. Rückblickend muss ich auch jetzt schon sagen, dass mein Backpack für das gesamte Jahr die allerbeste Anschaffung war, wenn nicht sogar fürs Leben.

Zunächst ging es nach Puerto Viejo („Alter Hafen“), ein Ort in der Karibik, nahe der Grenze zu Panama. Auf dem Weg dahin kommt man an Limón und einer Menge Containern z.B. von Hapagloid (Heimatgefühl!) vorbei. Im berühmten „Rocking J´s“ Hostel kann man für 7 Dollar in Hängematten und 8 Dollar in gemieteten Zelten schlafen. Für empfindliche Schläfer ist das vermutlich nichts, aber ich habe das Glück auf der Seite der Schnarcher und Im-Schlaf-Redner zu sein. Lena und ich haben fast den gesamten Urlaub über gekocht und uns daher eine Grundausstattung an Gewürzen, öl und Grundnahrungsmitteln wie Reis, Nudeln und Toast zugelegt. In Puerto Viejo haben wir tagsüber eine Fahrradtour ins südlich liegendere Manzanillo gemacht. Hin und zurück sind es 26 km, was uns bei unserer sportlichen Verfassung wie die Tour de France nur mit schönerer Aussicht vorkam.

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Die nächsten 3 Tage ging es dann nach Bocas Del Toro. Davon berichte ich liebe in einem neueren Blogeintrag, weil ich erst vor kurzen noch einmal dort war. Einmal hat einfach nicht gereicht! Also, behaltet den Namen im Kopf – in meinem Bericht darüber wird es auch schöne Bilder aus der Kamera meiner Pérez-Lena geben. Indianerehrenwort.

Um nach Bocas zu gelangen, muss man erstmal über die Grenze. Das ist eine unspektakuläre Beton-Brücke ueber einen breiten Fluss neben einer sehr spektakulären stillgelegtenEisenbahnbrücke, die man leider nicht überqueren darf. Trotz aller Internetforen, Reisefuehrer und Hinweise, sind Lena und ich glatt am Einreisestempel von Panama vorbei gelaufen und wollten in den Bus steigen. Zum Glück hat der Busfahrer nochmal nachgefragt. Nach Panama zu kommen ist übrigens recht einfach und mit einem Geldaufwand von 15 Dollar zu bewältigen. Danach wurden wir erstmal fast von einem Kleinbusfahrer abgezockt, der uns erst für 10 Dollar, und als wir drin sassen 15 Dollar nach Almirante, der Festland-Anbindungsstadt zu Bocas del Toro mitnehmen wollte. Da hat Lena aber ganz pedantisch Terz gemacht, während alle anderen anscheindend finanziell lockeren Touristen das einfach hinnehmen wollten. Am Ende haben wir nur 8 Dollar gezahlt. Kann sie nur als Reisepartnerin empfehlen!

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übrigens wurden wir in besagtem Kleinbus auf der ewigen Landstrasse von einem Polizisten angehalten, weil wir das Geschwindigkeitslimit ca. um das zweieinhalbfache überschritten hatten. Was die ganzen anderen Touristen mit uns leider nicht verstanden war, warum wir nach einem kurzen Gespräch des Fahrers mit dem Polizisten problemlos weiterfahren durften. Der Polizist hatte ich einverstanden erklärt das deftige Knöllchen fallen zu lassen und im Gegenzug zum Grillen und auf Bier beim Fahrer eingeladen zu werden. Da spricht das Verkehrsgesetz.

Nach Bocas ging es zum „Lost & Found“ Hostel, in den Tiefen des Nationalparks Chirriquí oder bzw. in den Höhen seiner Berge. Tatsächlich schwer zu finden, sowohl online als auch in Realität sind wir es tatsächlich irgendwie (fragt mich besser privat WIE) an dem kleinen Schild an der Hautstrasse die durch Panama führt vorbei gekommen und haben den Aufstieg gewagt. Und geflucht. Mittags mit 12 kg Gepaeck eine halte Stunde einen unbefestigten Wanderweg ins nirgendwo hochzusteigen, war zu dem Moment das Tagestief. Aber als wir oben ankamen: OHO! Da wurden wir aber belohnt.

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Wir konnten uns sogar noch aufraffen auf einen Berg mit toller Aussicht zu steigen. Später haben wir uns dann noch im Dickicht des Waldes auf der Suche nach einem (mittlerweile zugewachsenen!) See verirrt und sind wie Hänsel und Gretel panisch zum Hostel zurück gerannt als uns klar wurde, dass bald die Sonne weg sein wuerde.

Im Hostel schläft man wie sonst überall auch in Dorms (sprich: Geteilte Zimmer mit Stockbetten in dem 4, 6, 8, 12 oder 16 Personen Platz finden). Später gab es dann noch eine Art Party in einer Holzhütte die gleichzeitig „Klassenfahrt“, „Vereinsheim“ und „Apreski“ schrie. Es war ein lustiger Abend mit schlechtem panamenischen Bier, Jenga und Kicker.

Am nächsten Tag ging es, bevor wir nach David fuhren, zu „Canyons“. Oder auch in ein panamenisches, natürliches Freibad. Im Grunde sind es 2-3 m tiefe Canyons im Stein, in dem ein Fluss fliesst. Wir als einzige Touristinnen und auch als einzige im Bikini (die Leute aber vor allem Mädels in CR und Panama gehen immer in Top und kurzer Hose schwimmen) sind zum Glück kaum aufgefallen.

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Mein Rucksack (links) und Lenas Rucksack (rechts). Die Arme.

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Auf den Bus wartend nach David kam noch ein fremder Panameño vorüber, der anfing zu weinen und uns anbettelte, bitte nicht zu fahren. Wir kannten ihn nicht, aber er war sich sicher, das es mit ihm an der Hauptstrasse sicher schöner wäre als an jedem anderen Ort, an den wir fahren würden. Den Tag in David haben wir zum Shoppen genutzt und abends ein paar Leute kennen gelernt, mit denen wir ins Casino gegangen sind. In Flipflops. Es war nicht besonders edel und wir haben auch nur elektronisches Roulette mit 5 ct Einsätzen etc. Gespielt, aber ich und Lena haben uns ein Eis erspielt.

Weiter ging es nach Boca Brava, um meinen Geburtstag dort zu verbringen. Boca Brava ist eine kaum bekannte Insel vor David, die uns eine abenteuerlichen An- und Abreise garantiert hat. Zunächst mussten wir mit einem leeren Kleinbus irgenwo hinfahren. Der Fahrer wüsste schon, sagte man uns. So sassen wir als erstes allein mit unseren Backpacks in der letzten Reihe, bis eine ganze Schulklasse einstieg und die gesamte Fahrt den armen Jungen ärgerte, der sich zwischen uns setzen musste. Wir wurden dann irgenwo an der Hauptstrasse rausgeschmissen und gingen noch schnell einkaufen. Weil wir nicht wussten, wie es weiterging, fragen wir zwei Panameñas mit ihren kleinen Kindern und sie gaben uns die Auskunft, dass der Bus dreimal täglich fahren wuerde. Wann, wussten sie nicht. So warteten wir also mit den Panameñas und teilten unsere Schokokekse mit den Kindern. Der „Bus“ war ein schäbiger Kleinbus, mit dem wir auf dem Weg zwei Pannen hatten. Weil wir aber so fertig waren, haben wir einfach alles dem Schicksal überlassen und die 3 Stunden fast komplett durchgepennt. Schlussendlich kamen wir an einem menschenleeren Hafen an und trafen nur durch Zufall den Besitzer vom Campingplatz wo wir bleiben würden. Auf Boca Brava gibt es nur ein Hotel und den Campingplatz mit Tipis, der von einem Texaner verwaltet wird. Am Abend vor meinem Geburtstag machten wir Bratkartoffeln und teilten sie mit dem Besitzer und seiner panamenischen rechten Hand bei einem gemeinsamen Abendessen. Später bot uns der Besitzer an, uns seinen Mitarbeiter zu „leihen“, um einen Ausflug in der Dunkelheit mit Taschenlampe zum Strand zu machen um LEUCHTENDES PLANKTON zu sehen. Ich war erst etwas skeptisch und unser Guide erschreckte sich trotz Machete vor einem Gürteltier, dass er für eine Schlange hielt. Ich kann euch meine Erfahrung bei dem schönsten Sternenhimmel (an diesem Ort gib es kaum Lichtverschmutzung) und mit dem Plankton kaum erklären. Wer den Film „Life of Pi“ gesehen hat, kann das Wunder verstehen, dass man selber kaum begreifen kann.

Ansonsten auch immer Gourmetartig unterwegs.
Ansonsten auch immer Gourmetartig unterwegs.
Leider nur Handyqualitaet. Die letzte Sonne in meine 20. Lebensjahr.
Leider nur Handyqualitaet. Die letzte Sonne in meine 20. Lebensjahr.
Geburtstagsfruehstueck. Selstgemacht!
Geburtstagsfruehstueck. Selstgemacht!

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Von dem Naturspektakel kann man ohne spezielles Equipment keine Aufnahmen machen, daher verlinke ich euch hier ein Youtube Video, wie es in etwa ist. Wir haben es natürlich nicht ganz so gesehen, aber ich möchte ja auch nur einen Eindruck vermitteln.

https://www.youtube.com/watch?v=qlTCB_p3slY

Mein Geburtstag war an sich unaufgeregt aber wunderschoen auf seine Art und Weise. Zum Frühstück gabs selbstgemachtes Pinto. Jep, typisch Tico. Ich konnte 3 Minuten mit meiner Ma, 4 Minuten mit meinem Pa und 30 Sekunden mit Pérez-Lena sprechen. Ich hatte befürchtet, dass mir der Schokokuchen, meine Familie und einfach die Tradition an sich mehr fehlen würden – es ging mir aber erstaunlich gut und ich habe meinen ersten Geburtstag im Warmen seeehr genossen.

Der eigentliche Hintergrund unserer Reise nach Panama war das Elektro-Festival „The Day After“ vom 15.-17. Januar in Panama City, auf das wir mit noch mehr Mitfreiwilligen gehen wollten. Daher standen Lena und ich am 14. Mittags wieder an der Hauptstrasse, wo wir zwei Tage zuvor von dem improvisierten Schulbus rausgeschmissen wurden und hielten die Augen offen nach Reisebussen nach Ciudad de Panamá. Der Besitzer vom Campingplatz auf Boca Brava hatte uns erklärt, wir müssten einfach nur aufspringen. Und so war das dann auch, wir haben einen riesigen Doppeldecker herangewunken und sind mit Kind und Kegel aufgesprungen, während der Bus in Schrittgeschwindigkeit weiterfuhr. Das Einzige an diesen Bussen ist, dass sie bis zum Gefrierpunkt gekühlt sind, aber draussen 30 Grad sind. Die folgenden Stunden haben wir viel gezittert.

In Panama City waren wir die ersten im Hostel. Eigentlich war es kein Hostel sondern eine Privatwohnung im „Casco Viejo“, dem Altstadtteil Panama Cities. In der Wohnung gab es 2 Zimmer und ein Bad mit nur zu ¾ hochgezogenen Wänden. So konnte man aus der Dusche bequem mit denen aufm Sofa kommunizieren. Unsere Compañeros, 2 Jungs und 4 Mädels, kamen alle später an. Das Festival, von dem der Mehrheit von euch die Künstler und DJs wahrscheinlich nichts sagen würden, fand immer von Nachmittags bis spät nachts statt. Tagsüber haben wir immer lange geschlafen, gekocht und nur kleine Ausflüge durch die Stadt gemacht. Nicht nur, weil wir echt kaputte Füsse hatten und müde waren, aber auch, weil Panama City verdammt heiss ist. Im Endeffekt waren es 3 ziemlich bunte und laute Tage. So wie mein Jahr insgesamt.

Hier findet ihr den Link zum Aftermovie für die, die wissen wollen wie es war. Oder welche Musik gespielt wurde. Bei Minute 2:38 ist unsere Gruppe zu sehen! Nur ich nicht 🙁

https://www.youtube.com/watch?v=LHPInL2GrPU

Hinter den prunkvollen Klssen Panama Stadts
Hinter den prunkvollen Klssen Panama Stadts

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Während die anderen gleich am letzten Tag des Festivals im Nachtbus abgereist sind, sind Lena und ich noch mit einer weiteren Freundin einen weiteren Tag geblieben. Am Abend unserer Abreise (die Nacht später, im Bus um 10 Uhr nachts) hätte ich dank des unübersichtlichen Tütensystems fast meine gesamte Unterwäsche im Hostel vergessen. Wir sind, um nicht die gesamte Rückreise von P.C. nach Costa Rica zu haben zuerst 6 h nach David gefahren. Um 4 Uhr morgens kamen wir dann im selben Hostel an, wo wir auch auf unserem ersten Besuch Halt gemacht hatten. Wir durften die restliche Nacht in Hängematten im Freien verbringen. Habe selten so schlecht geschlafen.

Zurück in Costa Rica blieben nur noch einige Tage vor Schulbeginn. Zusammenfassend muss ich zugeben, dass ich vermutlich eine der Freiwilligen aus meiner Gruppe mit den meisten Ferien aufs gesamte Jahr gesehen bin.

Where do I sleep? I sleep in the ___toided____

Das Projekt ging wie auch Schulen in Deutschland nach den Ferien erstmal gemütlich los. Die erste Arbeitswoche ging fast komplett fuer Organisation drauf, so dass es erst in der zweiten Woche so richtig zum Unterricht kam. Ich habe viel Zeit mit den 7. Klassen im Englischunterricht verbracht und mich stärker mit einigen Schuelern auseinander gesetzt, denen Englisch schwer fällt. Das sind vor Allem Kinder aus abgelegenen Dörfern, welche bisher keinen Englischunterricht erhalten haben. Gerade fuer die Lehrer ist es extrem schwer die stark unterschiedlichen Leistungslevel im Unterricht zu vereinbaren, weil sie einigen noch beibringen, dass man „ich“ auf Englisch nicht „I“ sonder „Ai“ ausspricht, während andere schon fliessend über ihre Alltagsroutine sprechen können. Auch in den höheren Klassen gibt es immer einiges für mich zu tun, sei es Hausarbeiten vorm Abgeben zu berichtigen oder mit den Schuelern für regelmässige mündliche Zwischenprüfungen zu üben. Es kann nämlich manchmal schon ein ganzes Stück dauern, bis aus einem festgefahrenen „egermency“ ein „emergency“ wird.

Mittlerweile kenne ich fast 300 Namen von Schülern und bin auf einer vertrauten Basis mit vielen von ihnen, gerade denen, die ich täglich auf meiner Liste beim Mittagessen stehen habe. Es ist wirklich schön sich im Colegio niemals allein zu fühlen, gerade wenn es eben mal wenig oder keine Arbeit gibt. Um das ganze nicht zu schönigen muss ich auch zugeben, dass ich viele Stunden einfach im Unterricht wie eine Schülerin beisitze, wenn ich mich gerade nicht einbringen kann. Meistens suche ich mir dann im Büro Arbeit oder setze mich zu meinem neuen Chef Martin, ein klasse Herr im Alter von 54 Jahren, der seit Schulbeginn das Amt des Stellvertretenden Schuldirektors mit Leidenschaft und Fingerspitzengefuehl führt.

Gerade im Februar habe ich viel archiviert und das Aufbewahrungssystem der Schülerakten – sagen wir mal – revolutioniert. Zwei Wochen lang habe ich um die 600 Akten vervollständigt, erstellt und gesucht, Dokumente sortiert und eingeheftet, Gruppenlisten abgeglichen und eingeräumt. Danach habe ich eine riesige Datenbasis aller aktiv arbeitenden und derer Lehrer, die jemals im Colegio gearbeitet haben (und seien es nur 5 Tage, sie haben eine Akte!) erstellt, mit persönlichen Daten bis hin zu Beschäftigungsdetails über alle Jahre der Anstellung. Damit waren weitere zwei Wochen gefüllt.

Marias und mein erster Schultag :)
Marias und mein erster Schultag 🙂

Kurznachrichten

  • Titas Geburtstag Die Oma mütterlicherseits ist 60 geworden und es gab ein riesigen Familienfest und ein grosses Familienfoto, auf dem ich auch drauf bin!
  • Expo
    Die „Expo“ ist die Kirmes, oder wie man in Hamburg sagen würde, der „Dom“ San Isidros, der einmal im Jahr statt findet. Von Fahrgeschäften über eine Messe von Stieren (Reiten, Ausstelllung, Shows) und einer Menge Essens- und Vergnügunsstände natürlich. Da es mehr oder weniger das grösste Spektakel des Jahres im Kreis der Umgebung ist, habe ich mit meiner Gastfamilie fast ein ganzes Wochenende aufm dem Gelände verbracht.1455496739087 IMG-20160214-WA0015 IMG-20160214-WA0020
  • Talamanca und die Bribri
    Ende Januar hatte ich meine zweite, dreitägige AFS – Reunion, die in Talamanca auf der Karibikseite Costa Ricas abgehalten wurde. Wir haben das Volk der Bribri gesucht, einer der Ureinwohnerstämme Costa Ricas. Die Bribri haben ihre eigene Sprache, die dem Spanischen in keinster Weise ähnelt. Grammatisch sprechen sie nie von Zeiten (weder Zukunft noch Vergangenheit), daher lassen sich viele Dinge nicht wirklich übersetzen. Schlussfolgernd werden die Geburtstage der Stammesmitglieder nicht nach Datum, sondern nach Jahreszeiten bzw. dann gefeiert, wenn bestimmte Lebensmittel gesäht oder geerntet werden. Heute leben sie grösstenteils in die Gesellschaft integriert und mussten wegen der fehlenden finanziellen und kulturellen Unterstützung des Staates bereits viel ihrer Kultur und Traditionen aufgeben. Das ursprüngliche Weltbild der Ureinwohner lässt sich in unserem heutigen Weltkontext kaum umsetzen. Die Bribri nehmen die Erde als Kegel wahr und haben eine eigene Religion, die keiner der Weltreligionen gleicht, die ich kenne. Vor Allem spielt Kakao eine zentrale Rollen in Ernährung aber auch Weltanschauung, aber das müsstet ihr bitte noch einmal googeln, wenn ihr mehr darüber erfahren wollt. So richtig kann ich das nämlich auch nicht erklären.
Ich und Tica-Freundin Paula
Ich und Tica-Freundin Paula

Letzte Worte

Ich bin ja ganz schön gespannt, was ihr sagt, wenn ich zurück komme. All diese Erlebnisse muessen mich doch verändern? Ich merke das schon fast gar nicht selber mehr. So. Jetzt habe ich diesen Berg an zwei vollgepackten Monaten bewältigt. Ich habe sicher tausend Kleinigkeiten vergessen, aber es muss ja auch noch Gesprächsstoff für Deutschland bleiben! 😉

San Isidro bei Nacht
San Isidro bei Nacht

 


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