Cerro 3 Kandú

Während der gesamten Zeit haben wir versucht, recht viel von Paraguays Inland kennen zu lernen. So auch den höchsten Punkt Paraguays, den Cerro 3 Kandú. Dieser ist ein bisschen mehr als 800m hoch und liegt etwa 4 Stunden im Bus von Asunción entfernt.

Als reine Mädchengruppe haben wir uns mit 2 Paraguayerinnen, 2 Belgierinnen und 3 Deutschen auf den Weg gemacht. Leider kann man nicht direkt dahin fahren, sondern muss von dem kleinen Dorf Mariscal Estigarribia aus ziemlich weit laufen. So sind wir ca. 3 Stunden zum Fuß des „Berges“ gelaufen, wo eine Camping Base ist. Hier mussten wir ein bisschen was bezahlen, auch wenn es nicht so ganz sicher ist, ob man das muss oder nicht. Danach fing der Aufstieg sozusagen an. Am Anfang geht es noch recht einfach und flach, mit der Zeit wird es allerdings immer steiler und rutschiger. So richtig touristisch ausgebaut ist es dort nicht, sodass es teilweise echt schwer war, einige Hürden zu überwinden. Unser größtes Problem war, dass wir wirklich sehr viele Sachen mitnehmen mussten. Oben gobt es ämlich kein Wasser, kein Essen, es ist sehr kalt über Nacht und der einzige Unterschlupf, den man dort findet, ist ein verlassenes Haus. Als wir endlich oben waren, haben wir erstmal die unglaubliche Aussicht genossen, die man von dort oben hat und Gevespert. Als die Sonne untergegangen ist, wurde es richtig kalt, obwohl wir vorher echt geschwitzt haben. So haben wir versucht, ein Feuer zu machen, es hat aber leider nicht so ganz geklappt. Wir sind schon um 8 schlafen gegange, weil wir nichts zu tun und kein Licht hatten. In der Nacht haben wir alle ziemlich doll gefroren und uns durch die knarzende Tür etwas gegruselt. Am Morgen um 6 sind wir dann aufgestanden und haben uns den wunderschönen Sonnenaufgang genossen. Dort haben wir 2 andere Wanderer getroffen, die morgens um 4 Uhr von der Camping Base losgelaufen sind und sich mit uns auf den Weg herunter gemacht haben. Der Abstieg war meiner Meinung nach viel schwieriger, da alle noch etwas kaputt waren vom Tag davor und sehr viel Konzentration gebraucht wurd. So kam es, dass eine von uns einen kleinen Absturz hatte und ein paar Meter weit gefallen ist. Dank ihrem Rucksack hat sie sich aber zum Glück nicht verletzt, hat nur ein paar blaue Flecken und dreckige Klamotten davon getragen. Nach dem Schreck waren wir alle ganz froh, als wir nur noch ein kleines gerades Stück vor uns hatten und für den Rückweg zur Straße Mitfahrgelegenheiten gefunden haben.

Für den Cerro 3 Kandú braucht man auf jeden Fall wenigstens ein bisschen Erfahrung mit Bergen/Hügeln und Kraftausdauer vor allem in den Beinen. Trotz des tagelangen Muskelkaters, den wir alle hatten, hat es sich auf jeden Fall gelohnt, den höchsten Punkt Paraguays besichtigt zu haben.

Die Hälfte unserer Gruppe oben auf dem Cerro
Die Hälfte unserer Gruppe oben auf dem Cerro
Der wunderschöne Sonnenaufgang
Der wunderschöne Sonnenaufgang
Der lange Weg zur Camping Base mit roter Erde
Der lange Weg zur Camping Base mit roter Erde

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