Springbok, Rhino und Cheetah

30./31. Januar 2016

Am Samstag trifft sich Port Elizabeth am Meer: da viele Schwarze nicht schwimmen können (unter dem Apartheid Regime war es verboten, ans Meer zu gehen), tummelt man sich an den breiten Sandstränden, auf die die Sonne erbarmungslos niederbrennt und plantscht im seichten Wasser…

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Am wichtigsten ist das Essen – bzw. Picknik, das die Großfamilien im Sand oder auf dem wegen der anhaltenden Dürre verbrannten Gras im Park oberhalb einnehmen. Danach wandert die begüterte weiße oder schwarze Freundesgruppe in ein riesiges, sehr amerikanisch, schlossartig wirkendes Shopping-und Vergnügungscenter („The Boardwalk“), wohin sich auch mindestens die Hälfte der 2000 Kreuzfahrttouristen ergießen, die gerade für einen halben Tag, aus Cape Town kommend, in Port Elizabeth Halt machen.

Die Stadt ist sehr weitläufig und man ahnt zunächst nicht, dass es im Hinterland, nur ca 20 Minuten Autofahrt vom Viertel „Summerstrand“ schon einen großartigen Wildpark gibt, den ich mir am ersten Wochenende ansehen will, unter fachkundiger Begleitung von Marianne, die sich als Spezialistin für Pflanzen, Tiere, Geologie, Farming, Wanderungen aller Art erweist – ein Glücksfall.

Der Tag wird zum großartigen Natur-Schauspiel. Im „Kragga Kamma Game Park“ sehen wir als erstes Giraffen (eigentlich nicht indigen in Südafrika), danach das Wappentier Südafrikas, den „Springbok“ (er kann gleichzeitig mit allen Vieren springen, um mögliche Verfolger zu verwirren) und das „Breitmaulrhinozerus“ samt Baby, selbst einen „Cheetah“ (Gepard) und viele Vögel Strauß.

P1160976Neben den Nationalparks gibt es viele kleinere Parks wie Kragga Kamma, meist privat betrieben oder durch NGOs. Ausserdem stehen östlich von Port Elizabeth, wohin uns der Weg nun führt, kilometerlange Küstenstriche unter Naturschutz. Das Meer, an diesem Tag teilweise in Nebel gehüllt, mit riesigen Dünen entlang des sog. „Marine Drive“, lässt sich mit Worten nicht beschreiben. 6000 Meilen zum Südpol, aus dieser Richtung kommt heute der Wind und treibt meterhohe Wellen vor sich her. Doch sticht plötzlich die Sonne hervor und taucht die Felsen, die zum Teil grün bewachsenen Dünen in ein warmes Licht. Muss man erleben. Marianne lädt mich zu einer weiteren Wanderung in den nächsten Tagen ein, aber morgen beginnt ja der eigentliche Grund meiner Reise. Ich packe meinen Rucksack für den ersten Tag in der Emafini Primary School, der um 7.00 morgens mit der Fahrt dorthin beginnt.

 

 

 

 


Ein Gedanke zu Springbok, Rhino und Cheetah

  • Ein sehr eindrucksvoller Start, danke für die ersten südafrikanischen „Blitzlichter“ – und viel Erfolg und Freude in der Emafini Primary School.

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