Salvador de Bahia

Salvador de Bahia, die erste Hauptstadt Brasiliens, ist stark durch die koloniale Vergangenheit geprägt. So kommt es, dass es dort super viele schöne Kirchen gibt und die Altstadt allgemein sehr nach europäischer Innenstadt aussieht. Im Vergleich zu den anderen beiden Städten, die wir besichtigt haben, waren die Leute hier am herzlichsten und am leichtesten zu verstehe. Hier konnten wir uns sogar ziemlich gut mit unserem portugnol durchschlagen.

Die ersten 2 Tage in Salvador konnten wir leider nicht so viel unternehmen, da meine Freundin krank war. So haben wir tagsüber nur in der Wohnung meines Gastonkels geschlafen, Fotos angeschaut, ferngesehen, Karten geschrieben und gegessen. Am 2. Tag hat uns mein Gastonkel dann quasi aus dem Haus geschleift und wir sind zu viert mit seiner Frau essen gegangen und haben eine Tour durchs Centro (Pelourinho) gemacht. Mir hat es dort gleich gefallen, auch wenn uns gesagt wurde, dass es dort sehr gefährlich sei. Ein paar Tage später sind wir auch tagsüber dort spazieren gegangen und haben uns an den tausend schönen, bunten Kirchen erfreut. Außerdem hat uns der Teildurch die bunten Häuser, das Kopfsteinpflaster und die vielen Statuen und Brunnen sehr gut gefallen.

Ein schöner Brunnen in Pelourinho
Ein schöner Brunnen in Pelourinho
Eine schöne Kirche
Eine schöne Kirche
Pelourinho
Pelourinho
Sicht über Pelourinho
Sicht über Pelourinho
Strandpromenade Barra
Strandpromenade Barra

In Salvador hatten wir leider das gleiche Problem wie in Florianopolis: Das stundenlange Warten auf die Busse und durch die weiten Distanzen auch ewig lange Fahrtzeiten, sodass wir immer einen ganzen Tag einplanen mussten, um zum Beispiel nur zum Strand zu fahren. So sind wir einen Tag lang zu einer super schönen Strandpromenade gefahren (Barra). Dort haben wir Eis gegessen, sind entlangspaziert, haben uns kurz an den Strand gelegt und gebadet und den Leuchtturm besichtigt.

 

Ich auf dem Weg ins Wasser
Ich auf dem Weg ins Wasser
Mercado Modelo von der oberen Stadt aus
Mercado Modelo von der oberen Stadt aus

An einem anderen Tag haben wir eine Stadtrundfahrt mit einem Bus gemacht, der auch in London und anderen großen europäischen Städten unterwegs sein könnte. Zuerst haben wir den touristischsten Teil der Stadt kennen gelernt. Dort gibt es ein Haus (der Mercado Modelo), wo Souvenirs, Klamotten und Essen verkauft werden und es Vorstellungen von dem berühmten bahianischen Tanz gibt. Außerdem ist nebenan ein Hafen und das schöne  Stadtzentrum ist durch einen Aufzug zu erreichen und es ist immer was los.

Nachdem wir die Bändchen angebracht haben vor der berühmten Bonfim Kirche
Nachdem wir die Bändchen angebracht haben vor der berühmten Bonfim Kirche

Der nächste Teil der Stadtrundfahrt hat uns ins komerzielle Stadtzentrum geführt, wo es ebenfalls sehr schön ist, wir allerdings leider nicht so viel sehen konnten. Anschließend sind wir in ein anderes sehr berühmtes Stadtviertel namens Bonfim gefahren. Dort gibt es eine Kirche, die jedes Jahr einmal  symbolisch „gewaschen“ wird. Dieses Fest heißt „lavagem do Bonfim“. Dabei pilgert man sozusagen von Pelourinho bis zur Kirche Bonfim, was ungefähr 6km sind. Dieses Fest haben wir auch miterlebt: Es waren viele Musikwägen unterwegs, wo verschiedene unbekannte Bands Sambamusik gemacht haben. Leider waren viel zu viele Leute unterwegs, von denen uns vor allem die älteren Männer gestört haben, sodass wir bei der Hälfte keine Lust mehr hatten und sozusagen abgebrochen haben. Wir fanden es aber trotzdem interessant, einen so großen Part der bahianischen Kultur miterlebt zu haben. An das Gitter vor der Kirche bindet man ein buntes Bändchen, was einen segnen und Glück bringen soll.
Anschließend sind wir in eine Gedenkstätte einer Schwester gefahren, die besonders viel Gutes für Arme getan hat. Die Stadtrundfahrt hat uns dann an einem großen See vorbeigebracht, der mit den typischen Frauenstatuen von der Bahía gebracht hat. Außerdem sind wir am Stadion vorbeigefahren, wo während der letzten WM einige Spiele stattgefunden haben.

Einen Abend sind wir auch ausgegangen, nämlich in die berühmteste Partygegend Salvadors. Dort haben wir nach 3 Minuten in einer Bar sitzen schon Brasilianer kennen gelernt, die uns dann die Discos gezeigt haben. Leider waren um die Uhrzeit alle so voll, dass man nicht rein konnte. Die 3 sind dann nach Hause gefahren und wir 2 Mädels haben uns wieder in die Bar gesetzt. Nach 5 Minuten haben wir eine andere Gruppe Jungs kennen gelernt, denen wir auch als „rubias“ gleich ins Auge gestochen sind. Als die wieder gegangen sind, haben sich gleich wieder welche zu uns gesetzt, mit denen wir auch feiern gegangen sind. Allerdings mussten wir in einen Club gehen, wo alles nach Marihuana gerochen hat und nur Reggea lief, sodass es uns nicht so sehr Spaß gemacht hat. Das war aber leider der einzige, der noch länger als eine halbe Stunde geöffnet war..  In Brasilien gehen die Leute im Allgemeinen nämlich lieber einfach auf die Straße und feiern dort, als in Clubs zu gehen und dort zu tanzen.

In Salvador ist uns mal wieder der enorme Unterschied zwischen armen und reichen Menschen aufgefallen. Das Stadtzentrum ist hier eher der Teil der armen Menschen und leider etwas heruntergekommen, während die äußeren Bezirke eher von reichen Menschen bewohnt und dementsprechend sehr modern sind. An sich fanden wir beide die Stadt wirklich sehr schön, auch wenn wir einige Bezirke nicht ganz so anziehend fanden.

Insgesamt haben wir in Brasilien ungefähr 50 Typen kennen gelernt, die zum Thema Küssen wirklich sehr direkt und praktisch eingestellt waren, dafür aber nur 7 Mädchen, die uns meistens geholfen haben beim Übersetzen. Mit dem Partyleben hatten wir in Brasilien leider echt kein Glück, dafür  haben wir aber sehr viel erlebt und unseren Urlaub optimal ausgenutzt. Bis jetzt fallen uns immer wieder Sachen ein, die wir da erlebt haben und wir einfach richtig toll fanden.


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