Meine letzten Worte im Jahre 2015

Hallo meine herzallerliebsten Follower zu Hause in Deutschland,

da bin ich nun mal wieder. Ich habe ja versprochen öfter zu schreiben! Ab dem neuen Jahr 2016 nehme ich mir auch fest vor in regelmäßigen Abständen für euch zu berichten. Es ist einer meiner Neujahrsvorsätze! Pinky Promise!

Die neue Etappe meines Auslandsjahres in Costa Rica

Wie gesagt begann ab dem 12.Oktober eine neue Etappe für mich hier in Costa Rica, denn ich habe meine Gastfamilie gewechselt. Besser gesagt, ich musste die Familie wechseln aufgrund gesundheitlicher Probleme meiner Gastmama. Somit war es weder ein Wunsch meinserseits noch ein Wunsch der Seite meiner Gasteltern. Wir waren alle sehr traurig über diese Entscheidung. Es kam sogar zu Tränen. Jedoch haben wir uns leider mit dieser Entscheidung von Seiten der Organisation AFS und auch meiner Gasteltern abgefunden und ich wohne nun seit dem 12. Oktober mit einer anderen Familie in einem anderen Haus zusammen.

Meine neue Gastfamilie besteht aus meinen Gasteltern Olda und Luis (76 und 72 Jahre alt). Wir wohnen in einem ziemlich großen Haus, das sehr zentral gelegen ist. Alles ist gut erreichbar und ich brauche nur 20 Minuten mit dem Bus nach San José. Eine bessere Lage hätte ich mir wirklich nicht wünschen können. Leider habe ich noch keine Fotos von dem Haus gemacht, doch sie werden schon bald folgen.

Das Kennenlernen meiner neuen Gastfamilie

Meine neue Gastfamilie habe ich auf ihrer Finca kennengelernt. Sie besteht aus einem Grundstück mitten in den Bergen in San Pablo de Leon Cortés (so heißt der Ort) mit zwei Häusern, einem Swimmingpool, ein paar Tieren, einem See, selbstangebauten Gemüsesorten und Kräutern und jetzt das beste: einem Tennisplatz! Ich habe mich darüber am meisten gefreut und habe natürlich auch sofort gespielt. Das erste Mal durfte ich meine Leidenschaft für das Tennispielen wieder leben. Ich habe es so vermisst.

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DSC_0332 Meine Gasteltern und ich

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Mein Ausflug nach Puntarenas Centro mit dem Cen Cinai

Ein weiteres Highlight im Monat Oktober war der Tagesausflug nach Puntarenas Centro mit meinen Arbeitskollegen des Cen Cinais im Rahmen des Tages des Personals des Gesundheitsministeriums. Viele sagen, dass dieser Strand einer der hässlichsten in Costa Rica ist, jedoch habe ich den Strand als gar nicht hässlich wahrgenommen. Ich glaube, es liegt daran, dass ich als Deutsche nicht die schönsten Strände gewöhnt bin (Ich möchte jetzt nichts gegen die deutschen Strände sagen, denn ich verbringe sehr gerne Zeit dort :D).

Der gemeinsame Ausflug war wirklich toll und meine Kollegen und ich haben ihn in vollen Zügen genossen. Dort vor Ort haben wir eine Bootstour gemacht, sind am Strand spazieren gegangen, haben geredet und gelacht und ich habe das erste Mal den für Puntarenas so berühmten „Churchill“ probiert. Es ist eine Art Eis-Milch-Getränk oder anderes gesagt: Eine pure supersüße Zuckerbombe. Ein „Churchill“ besteht nämlich aus gecrushtem Eis, Sirup, verschiedener Sorten Kondensmilch, Milchpulver und optional Vanilleeis. Ich habe natürlich gleich die komplette Kombination gewählt (ich möchte ja die ganze costerricanische Kultur in vollen Zügen erleben).

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Das ist der berühmte „Churchill“. Er ist traditionell in Puntarenas verankert.
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Ich mit einer sogenannten „Pipa“ (Kokosnuss). Man kann sie überall an der Küste, aber auch im Innland, am Straßenrand kaufen. Sie werden frisch geöffnet (mit einem speziellen Messer) und schon kann man sie in vollen Zügen genießen. Ich habe mich in die „Pipa“ und das leckere Kokosnusswasser sofort verliebt!

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Eine Wanderung zum Stein von Aserrí – ein pures Abenteuer

Bereits einen Tag später ging es gleich weiter für mich, denn am folgenden Samstag haben eine Familie, die ich durch meine alte Gastfamilie kennengelernt habe, und ich den Stein von Aserrí besucht, bessergesagt bestiegen, denn diese Wandertour von circa einer Stunde war nicht ganz ohne. Der Stein von Aserrí ist der größte Stein des Landes und befindet sich in dem Dorf Aserrí, südlich der Hauptstadt San José.

Oben angekommen haben wir es uns auf dem gigantischen Stein gemütlich gemacht und ein kleines Picknick veranstaltet. Die Aussicht war wirklich überwältigend! Ich hätte tatsächlich Stunden dort verbringen können. Aber seht selbst:

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Der Tag der Kulturen – wir veranstalteten einen Markt

Hier in Costa Rica wird am 12. Oktober der Tag der Kulturen gefeiert. Denn an diesem Tag im Jahre 1492 betrat Christoph Kolumbus das erste Mal amerikanisches Land. Darum existiert dieser Feiertag hier in Costa Rica und wir haben zu diesem Anlass einen kleinen Markt der Kulturen im Cen Cinai veranstaltet. Meine Freundin Caro und ich haben die deutsche Kultur repräsentiert und verkauften ein typisch deutsches Produkt: Kartoffelpuffer mit Apfelmus.

Der Erlös dieser Wohltätigkeitsveranstaltung ging an das Cen Cinai (die Einrichtung für bedürftige Kinder, in der ich arbeite) und wurde direkt für das Weihnachtsfest und ihre Graduierungsfeier im Cen Cinai verwendet. Alles für den guten Zweck!

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Mein Wochende in Siquirres, Limón

Das Wochenende vom 13.-15.11.15 war ein ganz besonderes für mich, denn ich habe es mit einer Arbeitskollegin und ihrer Familie in einem Dorf in den Bergen mitten in der puren Natur in der Provinz Limón verbracht.

Die Erfahrungen, die ich dort gemacht habe, waren einzigartig und ich habe aus ihnen so viel gelernt. Ich habe dort nämlich mit einer sehr armen Familie in einer Wellblechhütte zusammengelebt. Das bedeutet: keine richtige Dusche (nur kaltes Wasser, dass man sich mit einem Eimer über den Kopf schütten muss, Wasser direkt aus den Bergen und ein Haus aud Holz und Wellblech). Nicht mehr und nicht weniger.

Das Schönste an meinem Aufenthalt war die unglaubliche Gastfreundlichkeit der Menschen dort. Sie haben so ein warmes Herz und sind glücklich mit dem Wenigen, was sie haben. Es ist wirklich beeindruckend.

Auch die Kinder dort haben mich Einiges gelehrt. Sie sind arm und das sieht man ihnen auch an (sie laufen zum Beispiel barfuß herum). Sie geben sich mit dem zufrieden, was sie haben. Das ist sehr beeindruckend. Sie haben weder Handys noch andere Videospiele oder Ähnliches. Ich habe dort somit einen kompletten Kontrast zu verwöhnten Großstadtkindern erlebt. Ich war beeindruckt, aber zur selben Zeit auch traurig. Traurig darüber, wie übertrieben verwöhnt und von der Technologie mitgerissen die Kinder heutzutage sind. Kann man nicht einfach mit Freunden im Wald spielen, ganz ohne PlayStation oder Smartphone?

Es war wirklich toll, dieses Wochenende mit diesen wunderbaren Menschen verbracht haben zu dürfen. Letzten Endes hatte ich sogar Tränen in den Augen, als mir ein Junge zum Abschied ein selbstgebasteltes Papierschiffchen mit meinem Namen (natürlich ganz falsch geschrieben :D) geschenkt hat. Es ist ein Ort der Faszination für mich. Ich habe tatsächlich sehr viel gelernt innerhalb dieser drei Tage. Auch wie wichtig es ist zu teilen und zu geben, nicht immer nur zu nehmen. Das ist mir besonders bewusst geworden, als der Mann meiner Arbeitskollegin mir erzählt hat, dass er zwar kein Geld hat, aber wenn er etwas Geld hat, dann gibt er es gerne für die Menschen aus, die es gerade brauchen. Auch das hat mich zum Staunen gebracht. Es ist traurig, aber wahr: Egoismus beherrscht heutzutage den Großteil der Menschen. Nicht alle, aber den Großteil.

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Diese Frucht heißt „Guanabana“ und ist hier in Costa Rica sehr bekannt.
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Ich mit der Frucht der Mandel direkt vom Baum.
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Der Besuch einer Bananenplantage.
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Tausende von Bananenpflanzen.
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Mithilfe dieser Seile werden die Bananen transportiert.
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Die Bananenfabrik.
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Affen waren natürlich auch immer dabei!
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Ameisen bei der Arbeit.
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Eine Pipa wird frisch aufgeschlagen.
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„Carambola“ (Sternfrucht) frisch vom Baum gepflückt.
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Gallo Pinto und eine Früchte-Haferflocken-Bowl mit Kokosmilch und Kokos.
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Der Beginn unserer 6-stündigen Wandertour über Stock und über Stein. Und auch durch Flüsse (wir mussten zwischendurch sogar schwimmen :D)
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Hier seht ihr die Frucht des Kakaos.
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Das sind die Kakaobohnen umgeben von einer weißen schleimartigen Substanz. Diese kann man essen und ist sehr gesund.
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Das ist „Cana de azúcar“. Man kaut drauf herum und es schmeckt einfach nur tierisch süß.

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Meine Zeit in Siquirres war ein pures Abenteuer, dass ich niemals im Leben vergessen werde! 🙂

So ihr Lieben, eigentlich wollte ich euch noch mehr berichten, doch leider fehlt es mir dazu jetzt an Zeit, denn ich muss mich jetzt fertig machen für eine Silvesterfeier. Ich hoffe, ihr freut euch über meinen letzten Blogeintrag diesen Jahres und könnt so ein bisschen miterleben, wie ich meine Zeit hier so verbringe.

Ich wünsche euch allen einen tollen Start in das Neue Jahr 2016! Ich bin mir sicher, dass ihr alle auf ein ereignisreiches und wunderschönes Jahr 2015 zurückblicken könnt und mit vielen neuen Vorsätzen in das neue frische Jahr startet!

2016 sehen wir uns wieder!

Ganz viele Grüße und ein einzigartiges Feuerwerk wünscht euch,

Eure Gina 🙂

 

 

 


Ein Gedanke zu Meine letzten Worte im Jahre 2015

  • Gina ich erfreue mich jedes mal aufs Neue deinen aktuellen Blogeintrag zu lesen! Ich freue mich schon total auf den nächsten Blogeintrag!! Mögen all deine Wünsche, Hoffnungen und Träume in erfüllung gehen ? solange es dir gut geht, geht es mir auch gut. Schöne Grüße von Alex ?
    Ps. FROHES NEUES JAHR GINA!!! ❤❤❤

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