Haare kurz, Mackinac Island und Halloween!

Wow, schon wieder November! Und hier ist er, der nächste Blogpost.
Das Unwesentliche gleich vorweg: ich hab mir die Haare von meiner Gastmom schneiden lassen! Das muss man ja gleich mal ausnutzen, mit einem Hairstylisten zusammenzuleben für ein Jahr.

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Vor zwei Wochen war ich für ein paar Tage auf Mackinac Island, einer Insel im Michigansee. Wir fuhren um die 6 Stunden rauf, u.a. über die bekannte Mackinac Bridge (eine der längsten Brücken der Welt, soweit ich weiß) und setzten schließlich mit der Fähre über. Die Gastfamilie meiner norwegischen Freundin hat mich mitgenommen und wir verbrachten unsere Zeit im Grand Hotel. Wenn man kein Gast ist, muss man 10 Dollar bezahlen um nur auf die Terrasse gehen zu dürfen. Ich denke das sagt genug über den „Standard des Hauses“ aus. Glücklich wie ich also war, waren wir Gäste des Hauses und genossen neben einer riiiiiiiiiesigen Dusche ein feines Buffet und schöne Räumlichkeiten. Ich habe mich gefühlt wie auf der Titanic.IMG-20151022-WA0017

Grand Hotel
Grand Hotel

Der eigentliche Grund unseres Aufenthalts war ein christliches Seminar für Frauen, dass im Hotel stattfand und sehr gut organisiert war. Neben einer Lobpreisband gab es Motivations-Redner und Prediger und das machte es zu einem sehr lohnenswerten Erlebnis. Das eigentliche Highlight der Insel ist allerdings, dass es keine Fahrzeuge gibt. Jeder bewegt sich mit Pferdekutsche oder Fahrrad fort. Es war ein bisschen wie in einer lebendig gewordenen Filmkulisse.
Vor einigen Tagen habe ich in meiner Schule Vorträge über Deutschland gehalten. Alle waren interessiert und einige spielen nun sogar mit dem Gedanken selbst Austauschschüler zu werden. Ein Mädchen hat mich darauf angesprochen, weil sie für ein Jahr nach Deutschland will. Nachdem sie mich gefragt hat welche Sprache wir in Deutschland denn sprechen würden, war ich mir nicht ganz so sicher ob ihre Absichten wirklich ernst sind. Aber die Amerikaner wissen selber, das Geografie und das Wissen über fremde Länder oft nicht zu ihren vielen Talenten gehört.
Letzte Woche Freitag war ich nochmal zu einer christlichen Veranstaltung, aber diesmal ein Konzert für alle jungen Leute der Umgebung. Und es war big, wie der Amerikaner sagen würde. Zuerst das eigentliche Konzert, dann eine sehr gute Predigt und danach gab es mächtig zu essen, Party-Trucks und ein Geisterhaus. Ich sag euch eins, deutsche Geisterhäuser sind wie ein Wandertag ins Museum dagegen. Es gab einen elektrischen Stuhl und Kettensägen und jede Menge anderen Kram, den ich hier nicht erwähne. Und ich dachte ich wäre schwer zu erschrecken… wrong thought, german girl *muhahahaha*
Und das alles nur um Halloween einzuläuten. Ich persönlich fand die Kombination aus christlicher Veranstaltung und Geisterhaus ja ein bisschen abstrakt, aber so sind sie halt, die Amis. Wobei Halloween eigentlich kein allzu großes Ding ist. Nur ein Drittel aller Häuser in meiner Umgebung waren überhaupt geschmückt, aber wenn – dann richtig. Am 31. Oktober waren die Straßen in der Innenstadt voll mit Kindern, die an jedem Haus „Trick or Treaty!“ riefen. Das Wetter war so trüb dass manche Eltern ihre Kinder von Haus zu Haus mit dem Auto fuhren. Ich hab mich nicht in Schale geworfen, aber bin mit Janet ein bisschen herumgedüst um ein paar Bilder vom amerikanischen Halloween zu machen.

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Ab übernächster Woche geht mein Basketballtraining los. Ich kann es kaum erwarten, auch wenn ich mich wenig fit fühle. Wahrscheinlich werde ich erstmal paar Wochen auf der Ersatzbank schieben, aber hey, ich bin im Basketballteam der Red Raiders!!! Wer mich kennt, weiß höchstwahrscheinlich dass ich schon immer gern Basketball gespielt habe, und außerdem bekommt man ein großes rotes M (=Marlette) für seine Varsity-Jacket (Collegejacke). Allein dafür lohnt es sich doch, nicht? Natürlich geht’s mir um den Teamspirit, denn der ist riesig hier.
Am 16. Dezember geht es nach Texas, wo wir Weihnachten verbringen. Aber dazu mehr nächstes Mal!
Bleibt gesund und glücklich, eure Sissy


Ein Gedanke zu Haare kurz, Mackinac Island und Halloween!

  • Liebe Sissy, ich freue mich, dass es Dir offensichtlich sehr gut geht und Du so viele schöne Erlebnisse hast. Da kommt direkt bissel Neid auf. Genieße die Zeit weiterhin. Ich freue mich schon auf Deinen nächsten Bericht. Weihnachten in Texas- ist doch ein Traum. Liebe Grüße von S. Neuhäuser

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