Abreise-Tag

5 Uhr morgens. Alle To-Dos erledigt. Erleichtert und müde geht’s jetzt zum Flughafen. Mein Gentleman begleitet mich und trägt den riesigen Rucksack. Checkin, Kreditkartencheck, Abschied mit Kloss im Hals. Sicherheitscheck ohne Nacktscanner ist kompliziert, nächstes Mal mit (man muss dem Personal ja auch was gönnen). Hab mir fest vorgenommen, diesmal nicht am Gate einzuschlafen. Es klappt und schon sitz ich im Flieger nach Amsterdam. Hier ist der Flughafen riesig und ich laufe 20 Minuten zum nächsten Gate. 11 Stunden Flug vergehen wie im Flug, wenn man tolle Filmchen gucken kann und am Platz mit Essen und Getränken versorgt wird. Bei der Ankunft empfangen mich Vick im AFS-Shirt und Meret, eine Freiwillige aus der Schweiz, die bis Februar in Bogotà bleibt. Im Taxi zum AFS-Büro erfahren wir vom Fahrer, dass Kolumbien das schönste Land der Welt ist. Da freuen wir uns, dass wir uns dafür entschieden haben. Beeindruckt sind wir, als er von den 6 Zonen berichtet, in die die Stadt eingeteilt ist. Zone 6 ist die der ganz Reichen, deren Häuser von hohen Mauern und Elektrozäunen umgeben sind. In die Straßen kommt nur, wer die Berechtigung hat, die Schranke zu passieren.

AFS-Büro Kolumbien BogotàAn der Straße vom AFS-Büro weiden Kühe – mitten in der Hauptstadt. Im Haus kommt sofort Urlaubs-Stimmung auf. Eine kleine Parkanlage mit Palmen umgibt die hübschen Bungalows des sogenannten „Intercultural Centers“. Es gibt komfortable Zimmer verschiedener Größe mit Ländernamen. Wie es der Zufall will, bekommen wir ein Zimmer mit dem Namen „Alemania“. Außerdem gehören zum Center das AFS-Kolumbien-Büro, ein Tagungsraum, eine Küche und eine schöne Terrasse mit Außenküche. Martina aus Bulgarien hat lange in Deutschland und in Kolumbien gelebt und arbeitet nun im AFS-Kolumbien-Büro. Sie empfängt uns und Kathleen, eine belgische Freiwillige, fröhlich. Kolumbianische Musik ertönt und Martina bestellt Pizza. Wir essen alle gemeinsam und fallen wie Steine ins Bett. Zuhause ist es zwei Uhr nachts, in unseren Köpfen auch. Wir schlafen zwölf Stunden.


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