Anita goes Ghana – oder „afrikanisiert in zwei Wochen“

Abenteuer!  Abenteuer ! Ich war noch niemals in Afrika –

– und nun – im sogenannten  BestAge – geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Ich reise für zwei Wochen zu einem Freiwilligeneinsatz nach Ghana.  Es geht los.

3. Oktober, Frankfurt Airport, Terminal 1, Gate 23 – Lufthansa Flug nach Accra. Langsam schwindet die  Aufgeregtheit der letzten Tage und Wochen… „habe ich an alles gedacht, die richtigen Sachen eingepackt, Impfungen, tropisches Klima, Malariaprophylaxe und und und“ .. doch nun merke ich – die Freude auf das Neue, das Unbekannte übernimmt ..

Schon am Gate spüre ich, alles wird ein bisschen bunter werden. Die Passagiere sind zu dreiviertel Afrikaner, viele sind bunt gekleidet, besonders die männlichen Passagiere mit ihren bunten Hemden sind ein Hingucker …  Ich habe einen angenehmen Flug und lande nach gut sieben Stunden in Accra. Die Wege durch den Flughafen sind kurz, aber die Einreisekontrollen lang; nach fast eineinhalb Stunden in Warteschlangen stehe ich endlich am Gepäckband und warte auf meinen Koffer. Es herrscht dichtes Gedränge. Einzelne Koffer kommen im gefühlten 10Minuten Takt, unterbrochen von dreimaligem Stromausfall. Viele der Wartenden lachen und finden es eher belustigend, niemand beschwert sich und jeder freut sich dann, wenn der eigene Koffer da ist. So nehme auch ich endlich, als eines der letzten Gepäckstücke, meinen Koffer vom Band – die ersten Schweißattacken schon hinter mir. Die Halle ist stickig und es wimmelt nur nur so von Menschen und Gepäckstücken – und es ist heiß !

Die Partnerorganisation, mit der AFS das Programm durchführt, ist Cross-Cultural Solutions, eine Organisation mit langjähriger Erfahrung im Bereich Volunteering für jedes Alter. Im Vorfeld meines Einsatzes gab es durch CCS eine sehr detaillierte Vorbereitung mit vielen Hinweisen und Erklärungen, bis hin zu einem Online-Chatroom, wo ich andere Volunteers, die ebenfalls zu der Zeit in Ghana sein werden, kennenlernen konnte. Als vorbereitete AFSerin fühle ich mich ja schon gut gewappnet 😉 – aber jetzt bin ich doch gespannt. Einerseits soll ja nicht jeder Schritt durchorganisiert sein, andererseits spüre ich, dass es gut sein wird, wenn gewisse Strukturen da sein werden.

In dem letzten Video-Gespräch mit CCS  kurz vor meiner Abreise erhielt ich alle notwendigen Kontaktinformationen inklusive genauer Erklärungen wo ich am Flughafen abgeholt werden würde. Zur Identifizierung sollte das mir im Vorfeld zugesandte T-Shirt helfen.

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Blick aus dem Bus auf die Straße

So bin ich ganz froh, dass ich meine bereits durchgeschwitzte Jacke durch das CCS TShirt austauschen kann. Kaum bin ich durch den Ausgang, laufe die Rampe hinunter, da springt mir schon ein fröhlich lachender junger Mann entgegen – Hello, hello!  Welcome in Ghana! Es folgt eine herzliche Begrüßung und schon geht’s zu dem schon wartenden Minibus. Hier warten Francis, der Fahrer und zwei weitere neue Volunteers aus USA. Und auf geht’s nach Hohoe, circa 5 Stunden Fahrt ins Voltagebiet liegen vor uns.

Ich bin noch ganz benommen, habe kaum Zeit zum Luftschnappen, die ersten Eindrücke fliegen vorbei – bunt gekleidete Menschen, Accras vollgestopfte Straßen, Lärm, Abgase, Frauen, die auf ihren Köpfen allerlei Lasten transportieren. Ein ungewohnter Anblick. Nach einer kurzen Strecke über Autostraßen geht es weiter über holprige Landstraßen und Wege, es ist bereits dunkel. Francis kann daher nur langsam fahren. Letztendlich dauert die Fahrt sechs Stunden. Durchgeschüttelt kommen wir weit nach Mitternacht in der Homebase an.

Müde, erschlagen und ready for bed…Nur ein kurzer Rundgang durchs Haus, Zimmer beziehen, mehr geht nicht mehr…

 


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