Disfrutando el Peru

der abendliche Boulevard
der abendliche Boulevard
Camu Camu-eine typische Frucht aus der Region
Camu Camu-eine typische Frucht aus der Region

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich kann es gar nicht glauben, aber ich bin jetzt schon über 3 Wochen in Peru. Mittlerweile habe ich mich gut in meinen Alltag eingefunden, nur das tägliche frühe aufstehen (auch am Wochenende) ist für mich immer noch sehr schwer 😀 In dieser Zeit habe ich einiges erlebt und viele neue Sachen über die peruanische Kultur gelernt.

Papa a la Huancaina
Papa a la Huancaina

Letzten Sonntag ist ein enger Freund meiner Gastfamilie gestorben und ich habe meine Familie zu seiner Trauerfeier begleitet. Wenn hier im Amazonastiefland eine Person stirbt, wird sie noch am selben Tag in einen Sarg gelegt und in ihrem Haus aufgebahrt. Um den Sarg herum werden Kreuze und Blumen aufgestellt und alle Freunde und Verwandte kommen am Abend zum Haus, um sich von der Person zu verabschieden. Man spricht den Angehörigen sein Beileid aus und verabschiedet sich am Sarg von der Person. Danach sitzt man dann die ganze Nacht mit den anderen Trauernden zusammen im und vor dem Haus, isst und trinkt und erinnert sich an gemeinsame Erlebnisse mit der Person. Diese Totenwache wird abgehalten, um den Geist der Person zu beschützen. Am nächsten Tag wird die Person dann meistens auch schon beerdigt. Das war für mich ein intensives Erlebnis, auch wenn ich die Person nicht kannte und nicht die ganze Nacht da war. Vielen Dank an meine Familie und allen Angehörigen, dass ich diese Erfahrung machen durfte!

Suri Maden
Suri Maden

Am Dienstag war dann der paro (Streik), der schon seit ner Woche geplant war und immer verschoben wurde. Für mich hieß das einen Tag nicht arbeiten, was ziemlich langweilig war, da ich nicht alleine rausgehen sollte, weil meine Familie meinte, dass das gefährlich werden könnte.Alle Läden waren geschlossen aber letztendlich saßen wir dann am Nachmittag doch vor unserem Haus, und haben eine Demonstration angeguckt, die direkt durch meine Straße führte. Ich hab nicht ganz genau verstanden warum gestreikt wurde, nur so viel: Im Regenwald der Iquitos umgibt, gibt es Erdöl und die peruanische Regierung hat erlaubt, den Anbau auszuweiten. Die Leute haben protestiert, weil 1. der Regenwald so immer mehr abgeholzt wird, 2. die indigenas hier aus ihrem Lebensraum vertrieben werden und 3. die Leute in Iquitos nicht davon profitieren, da der ganze Gewinn nach Lima geht. Anscheinend wird hier viel öfter als in Deutschland gestreikt, da die Leute sich hier etwas isoliert und von der Regierung in Lima zu  wenig unterstützt fühlen. Bin mal gespannt, was ich dieses Jahr noch so davon mitbekommen werde 🙂

Paro en Iquitos
Paro en Iquitos

Gestern war ich mit meiner Gastschwester und anderen Freiwilligen auf dem Belen Markt. Es gibt hier zwar viele Märkte, aber das ist der größte und bekannteste. Bekannt ist er bei den Touristen v a  für seine außergewöhnlichen Spezialitäten, wie Suri Maden und Schildkröteneier. Ein Marktbesuch hier ist schon ein kleiner Schock, überall gibt es aufgeschlitzte Fische aus dem Amazonas, Fleisch, v a Hühnchen (auch ganze Köpfe und Füße, hier wird von den Tieren wirklich alles gegessen), und auch blutige Schildkrötenfüße und -panzer. Das war wirklich kein schöner Anblick…und man muss sehr aufpassen, dass man icht beklaut wird. Was ich aber an den Märkten hier liebe sind die frischen Früchte 🙂 und ein großer Teil der Produkte, die man hier kaufen kann ist normal, ich hab jetzt nur die außergewöhnlicheren Sachen reingestellt, weil die interessanter sind.

DSCN2991
Schildkröteneier
Impressionen vom Belen Markt
Impressionen vom Belen Markt

Das wars jetzt erstmal,

Hasta pronto! 🙂

 


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