Der Konsens nach Surfen, Paddeln und Strandvergnügen? Todmüde!

Nicht immer spielt das Wetter mit, wenn man sich in Irland auf drei Wochen Regen einstellt. Solche Erwartungen sind zwar verständlich, wir reden hier schließlich über Irland und was könnte man auf der grünen Insel Anderes erwarten als unzählige verschiedene Varianten des gleichen grauen Nass, das in Strömen vom Himmel auf die Dächer trommelt. In den vergangen zweieinhalb Wochen hat sich uns das irische Wetter hingegen von seiner Sonnenseite gezeigt und uns wunderschöne Stunden am Strand und im Wasser geschenkt. Auch heute hat uns die Sonne nicht im Stich gelassen, der Atlantik empfieng uns aber morgens nicht wie gewohnt mit Traumwellen. Stattdessen lag er glatt und klar wie ein Spiegel vor uns und zwang uns zum spontanen sportlichen Umsatteln. Kein Problem, wir starteten von einem nahegelegenen Felsen mit einem Sprung ins kalte Wasser und paddelten an den legendären Steilküsten Donegals entlang durch eine atemberaubende Kulisse in eine nahegelegene Bucht. Wir verlegten die zweite Surfsession des Tages auf die Stunden nach dem Abendessen, in denen die einsetzende Flut langsam wieder für mehr Wellengang sorgt und das Surfen vor einem filmreifen Sonnenuntergang zu einem ganz neuen Erlebniss wurde.

Wer surfen will, muss sich aber auch der Konsequenzen bewusst sein, die die menschliche Hand und ihr Eingreifen in die nur noch selten unberührte Natur haben. Ich werde ehrlich sein und gestehen, dass die Vorstellung von einem Nachmittag am Strand der etwas anderen Sorte, an dem wir gemeinsam den Strand sauber halten, nicht nur mit Begeisterung aufgenommen wurde. Andererseits, wer einmal mit einer Plastiktüte bewaffnet zurückgelassene Verpackungen, Strandspielzeug und Wegwerfflaschen eingesammelt hat, wird nie auf die Idee kommen, seine Umwelt so geringschätzig zu behandeln. Ich bin überzeugt, wir haben einen Eindruck auf so manchen Badegast gemacht, für Umdenken gesorgt und auch für uns selbst eine wertvolle Erfahrung gemacht. Und nach unserem späten Abstecher in die Wellen, wurden wir im D.A.C mit einem nächtlichen Grillfest belohnt. Mit einem Steak und einem zufriedenen Gefühl im Bauch, blicke ich stolz auf Tage wie diesen zurück, an denen nicht nur das eigene Vergnügen, sondern ein größeres Gut, unsere Natur, ganz oben stand.


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