„El día de la madre“ und unser Ausflug in die Berge!

Buenas días meine lieben Freunde, Verwandte und sonstigen Blogleser!

Ich sitze gerade ganz gemütlich, bei wunderschönem Kerzenlicht und traumhafter Spa-Musik in unserem Wohnzimmer und schlürfe eine „Crema de elote“ (elote=Maiskolben), um mich aufzuwärmen. Heute waren wir nämlich in den Bergen. Dort war es ziemlich kalt und regnerisch, so dass ich jetzt total durchgefroren bin (dazu später etwas mehr). Zunächst möchte ich auch ein wenig von meinem gestrigen Tag berichten!

El día de la madre

Gestern, am Samstag, den 15.08.15, kam ich in den Genuss des ersten Familienfestes, denn es ereignete sich der „Día de la madre“, oder auch „Muttertag“ im Deutschen genannt. Gemäß der Tradition in Costa Rica kommt an diesem Tag die gesamte Familie zusammen, um Dankbarkeit und Liebe gegenüber den Mamas auszudrücken. Somit hat es also auch bei uns eine Feier gegeben. Im Vergleich zu anderen Festen, kamen bei uns allerdings nur 10 Gäste. Das ist verhältnismäßig wenig, wenn man bedenkt, dass bei anderen Familien bis zu 50 Leute zusammenkommen.

Nichtsdestotrotz hat mir die Feier sehr gut gefallen. Sie fand bei uns im Hause statt und bestand tatsächlich hauptsächlich daraus, mit der Familie Zeit zu verbringen und gemeinsam ein leckeres typisch costericanisches Mittagessen einzunehmen. Natürlich durfte auch der Nachtisch nicht fehlen!

Mein Geschenk an meine Gastmama

Natürlich wollte auch ich meiner Gastmama zeigen, wie sehr ich sie schon in mein Herz geschlossen habe. Daher habe ich mir überlegt, einen Apfelkuchen (typisch deutsch) zu backen, eine Karte zu basteln und eine kleine bremische schokoladige Spezialität zu überreichen. Den Kuchen habe ich am Abend vorher gebacken (nachdem ich das erste Mal alleine in einem costericanischem Supermarkt einkaufen war – das war vielleicht eine Herausforderung :D). Leider war ich so blöd und habe die Zeit etwas vergessen. Schließlich ist mein Kuchen also etwas zu dunkel geworden. Ich habe zwei gebacken, und den kleineren konnte ich sofort wegwerfen. Ich habe das Gefühl gehabt, dass an diesem Abend alles schief gelaufen ist. Ich war mit meine Gedanken wahrscheinlich zu sehr bei meinem Papa (der an diesem Tag nämlich Geburtstag hatte :D). Letzten Endes habe ich den Kuchen trotzdem verschenkt und ich muss zugeben, dass er wirklich super angekommen ist. Alle waren begeistert und haben mich sehr gelobt (auch wenn ich überhaupt nicht zufrieden war mit meinem Resultat). Jedoch ging es ja mehr um die Geste und die Message, die dahinter steckt.

Ich möchte auch gar nicht mehr vorwegnehmen: Schaut euch einfach die folgenden Fotos an! Ich denke, dann könnt ihr ziemlich genau nachvollziehen, wie der Tag in etwa abgelaufen ist:

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Ich das erste Mal im Supermarkt: Ein Regal voller Reis und Bohnen! Man weiß sofort in welchem Land ich bin! 🙂
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Mein Geschenk an meine Gastmama zum Muttertag!
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Ein Teil der Familie und ich während der Feier 🙂
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Felicidades Mamá!
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Sangría
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Mein neues Lieblingsgetränk: „Rompope“! Es schmeckt wie Weihnachten 🙂
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Die Nichte, Schwester und Großnichte (?) meines Gastpapas (von rechts nach links) mit mir; im Hintergrund mein Gastpapa 🙂
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In Costa Rica wird sehr viel Fleisch konsumiert! In meiner Familie wird es allerdings seltener serviert.
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„Guiso de plátano“: Ein Mix aus Gémüse, plátano (Kochbanane) und einer Tomatencreme.
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Costericanische Süßigkeiten der Firma „Gallito“. Die obere hat meinen Geschmack erobert (Schoki mit Erdnüssen)!
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In Costa Rica ist es typisch nachmittags Kaffee zu trinken (oder Tee, so wie ich :D). Dazu gibt es leckeren Kuchen am Muttertag.
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Meine Gastmama freut sich über meine Geschenke an sie 🙂
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Mein „Neffe“ und ich helfen bei den Vorbereitungen für die Feier anlässlich des Muttertags.
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Mein selbstgebackener Kuchen für meine Gastmama: Apfelkuchen! In Costa Rica ist es nicht üblich Kuchen selber zu backen. Meistens wird der Kuchen einfach gekauft. Daher war es für alle etwas besonderes, dass ich einen Kuchen gebacken habe.
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Ein paar Tapas: Salat, Tacos, Oliven, Kartoffeln, Fleisch, Käse und mehr. Für jeden ist etwas dabei!

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Unser Ausflug in die Berge

Heute, am Sonntag, den 16.08.15, bin ich mit der Familie meiner Gastschwester in die Berge gefahren, aufs Land. Wir waren tatsächlich ganz oben und ich muss zugeben: Die Aussicht war einfach traumhaft! Atemberaubend! Die Atmosphäre dort steht im kompletten Kontrast zu der Atmosphäre in der Stadt. Es ist unglaublich ruhig und friedlich, so angenehm beruhigend. Außerdem scheint die Lebensweise auf dem Land eine ganz andere zu sein. Die Menschen leben in den Tag hinein, sind superfröhlich und herzlich! Sie treffen sich häufig sonntags, um gemeinsam Fußball zu spielen. Genau zu diesem Anlass haben wir diesen Ausflug auch gemacht: Freundschaftsspiele zwischen zwei Dörfern standen an. Für das eine Team hat der Mann meiner Gastschwester gespielt. Ich habe dieses Mal noch nicht mitgespielt, doch das nächste Mal bin ich auch dabei!

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Typisch costericanisch: Empanada con queso (Empanada mit Käse).
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Ich unter ganz vielen Ticos!
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Diese sogenannten „Pulperías“ gibt es in Costa Rica fast an jeder Ecke. Es ist eine Art kleiner Supermarkt, nur schäbiger, ungesünder und mit weniger Auswahl.
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Der Fußballplatz
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Während der Fußballspiele fand ein Picknick statt.

Soo, jetzt habt ihr einen Eindruck bekommen, wie mein Wochenende ungefähr aussah. Ich freue mich auf die nächsten Tage! Dann werde ich euch auch etwas über mein Projekt berichten.

Muchos besos,

Gina 🙂

So und jetzt die nächste costericanische Spezialität:

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„Ceviche“: Ein Gericht aus roh in Zitronensaft und Gewürzen eingelegten Stücken Fisch (ich habe den Namen des Fisches schon wieder vergessen; irgendetwas mit „T“ :o)

 


Ein Gedanke zu "El día de la madre" und unser Ausflug in die Berge!

  • Buénas dias liebe Gina,
    ich bin total begeistert von deinen Berichten und den vielen Bildern. Es ist unwahrscheinlich interessant, an deinen Erlebnissen teilzuhaben. Auch mal aus dem täglichen Leben einer anderen Kultur so nah erfahren zu können und dann immer mit dem Wissen, dass du, meine liebe Gina, dabei bist.
    Durch deine genauen Beschreibungen, besonders auch, was das Essen angeht, und die Bilder kann ich mir einen genauen Eindruck verschaffen. Sehr, sehr schön!!!
    Dieser lange Aufenthalt wird dir soviel geben für dein weiteres Leben und deinen Horizont und die Sichtweise auf dein Leben total beeinflussen. Ich finde es supermutig von dir, dass du diesen Schritt gewagt hast.
    Ich freue mich schon auf deine nächsten Berichte. Übrigens, der Apfelkuchen sah doch ganz wunderbar aus!
    Ganz, ganz liebe Grüße aus dem total verregneten Barrien
    Marion

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