Meine ersten Tage in Mexiko

Am Freitag ging der Flug los. Von Hannover nach Frankfurt und von Frankfurt nach Mexiko City. 12 Stunden Flug! Unglaublich lange, aber zum Glück hatte ja jeder einen eigenen Fernseher für unterwegs. Ich habe unterwegs mindestens 4 Filme am Stück geguckt…
Als wir (alle Freiwilligen, die über AFS nach Mexiko gegangen sind) spätabends dann in Mexiko City ankamen, ing es auch schon weiter mit dem Bus zu unserem Hotel in Xochitla, einem ökologischen Park. Das Anwesen dort war riesig und wunderschön. Vor allem de vielen Pflanzen! Und das Essen! Morgens und Mittags hatten wir ein all-you-can-eat-Buffet mit Tamales, Enchiladas , vielen verschiedenen Früchten (Papaya, Tuna, Ananas, Melone) und Gemüse. Und so vielen unterschiedlichen Säften. 😀
Am Samstag sind wir schließlich in ein kleineres Dorf gefahren, in dem wir eine Rally gemacht haben. Wir sollten 3 Dinge fotografieren, die man so nicht unbedingt in Deutschland sehen würde. Meine Gruppe hat eine Markthalle voller Essen fotografiert, einen Schuhputzstand und einen lebendigen riesigen Stier der am Straßenrand für Touristenfotos stand. Außerdem hatten wir eine Einkaufsliste mit z.B. mexikanischen Süßigkeiten und Tuna (Kaktusfrucht). Es hat ziemlich viel Spaß gemacht das alles zu besorgen, aber danach kamen die ernsteren Themen dran wie z.B. Sicherheitsregeln für Mexiko, die Regeln von AFS und natürlich Fragen.
Am nächsten Morgen ging es dann wieder zum Flughafen. Ein paar von uns wurden schon direkt von dort von ihren Familien abgeholt, während andere mit dem Flugzeug weitergeflogen sind. Zu letzteren gehörte auch ich. Und nachdem ich meinen Koffer aufgegeben und durch den Security-Check war, musste ich nur noch darauf warten, dass mein Gate angezeigt wurde. 10 Minuten vor geplanter Abflugzeit erfuhr ich dieses dann auch, wie ich finde etwas spät, aber da mein Flug sowieso Verspätung hatte, war das kein Problem (Ich wusste nicht, dass Flugzeuge sich verspäten können). Nach 1 Stunde Flug kam ich endlich in Oaxaca an und wurde mit einem „Welcome Julia“- Schild (voll süß!) von meiner Gastschwester, ihrer Cousine, ihrem Onkel und einem Freiwilligen von AFS begrüßt. Da meine Gastschwester nicht so gut Englisch kann, müssen wir bei wichtigen Dingen den Handy- Translator benutzen, was sehr witzig ist, denn manche Übersetzungen ergeben noch nicht mal im Ansatz Sinn. Meine Gastcousine kann allerdings richtig gut Englisch. Sie muss/darf (für) alle anderen übersetzen 🙂 Weil meine Gastcousine, der Onkel und die Oma im Haus direkt nebenan wohnen, habe ich jetzt sozusagen 2 Häuser. <3 Und sogar schon meine eigenen Schlüssel. Die sind hier übrigens bunt und nicht nur metallfarben! Insgesamt habe ich das Gefühl, dass in Oaxaca alles viel bunter ist als in Deutschland. Hier gibt es sogar pinke Häuser (und das ist kein blasses Pink)!
Am Montag haben mir meine Gastschwester und meine Gastcousine ein paar der schönsten Plätze in Oaxaca gezeigt. Z.B den Markt, das Zentrum und Santa Domingo. Das ist die beeindruckendste Kirche in ganz Oaxaca. Am Dienstag sind wir sogar ins Kino gegangen, weil ich den beiden (übrigens auch Disneyfans <3) erzählt habe, dass ich unbedingt “Alles steht Kopf“ sehen wollte. Und ich würde von mir behaupten, dass ich das Wichtigste verstanden habe. (Wenn auch nur durch die Bilder…)
Heute war „El día de los taxistas“ (Tag der Taxifahrer)! An diesem Tag werden die Taxis hübsch mit Blumen oder Geschenkband geschmückt. (Ich habe sogar eins als Minion gesehen :D) Und in einem richtig langen Paradezug fahren diese Taxis durch die Stadt. Vorneweg eine Marschkapelle, Frauen und Männer in traditionellen Kleidern und zwei riesige Puppen, die tanzen (Das muss man selbst gesehen haben) Und das Beste an dem ganzen Fest ist, dass die taxistas mit Süßigkeiten werfen. Und da sind wirklich viieele Taxifahrer…
Nachdem wir einen Teil der Parade gesehen haben, musste ich leider zu meiner ersten Spanischstunde in Mexiko. Dort musste ich erstmal einen Einstufungstest machen (Und ich dachte die Schule und Tests sind vorbei…) Ich weiß zwar nicht, wie ich abgeschnitten habe, aber da ich mich an keinerlei Zeitformen mehr erinnern kann… Na ja, was soll’s? Danach hatte ich erstmal eine Einzelstunde Spanisch (weil meine Mitschüler erst später kommen) und das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist, dass (anders als ich es in meinem 3-jährigen Spanischunterricht in der Schule gelernt habe) es im mexikanischen Spanisch kein „vuestros“ also „ihr“ gibt, was wirklich total verwirrend für mich ist. Am Montag fängt endlich mein Projekt an. Mal schauen, wie das wird…

Santo DomingoSanto Domingo

El día de los taxistas El día de los taxistasTraditionelles Kleid riesige Puppe


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