Bundoran – Ireland’s Surf Capital

Die Einwohner Bundorans sind stolz auf ihre Stadt und auf das Meer und die Strände, die hier so gut wie jeder vom Küchentisch aus beobachten kann. Der erfahrene Surfer steht dann auf, setzt sich mit einer Tasse heißem Tee ans Fenster und vermisst den Wind, die Intervalle zwischen den Wellen und ihre Höhe. Und obwohl man zwischen den bunten Surfgeschäften der Main Road den Eindruck gewinnen könnte, dass hier nur Touristen surfen, ist das Surfen tief im Leben der Einheimischen verankert.

In den Sommermonaten mutiert der Nordwesten Donegals zur Wahlheimat vieler Surfer, die nur noch hier die optimalen Bedingungen für ihren Sport finden. Denn während im Winter der raue Charakter des Atlantiks fast überall zu spüren ist, finden sich im Sommer nur noch an Irlands Stränden Tullan, Bundoran – The Peak und Mullaghmore Wellen für Amateursurfer. Für uns ist aber vor allem Tullan mit seinen langen, weißen Stränden interessant, dort können Anfänger und Erfahrene sich je nach Erfahrung unterschiedlich weit herauswagen und eine Wellen nach der Anderen genießen, ohne sich um Riffe und Felsen sorgen zu müssen. Bis jetzt, angeleitet von Mitarbeitern des D.A.C., die mit der Umgebung vertraut sind, mussten wir uns über die Theorie, die hinter einer Welle steckt, noch keinen Kopf machen. Das wird sich aber ändern, wenn man erstmal alleine oder mit Freunden einen Surfurlaub plant; die Pläne nach dem AFS- Summercamp stehen schon fast. Vielleicht nicht gerade in Mullaghmore, wo die Wellen bei rauem Seegang eine Höhe von 50 Fuß erreichen, The Peak, ein felsiger Strand direkt vor unserem Jugendhaus, steht schon eher auf der To- Do- Liste. Beide Strände waren drei Mal Gastgeber der European Surf Championships, zuletzt im Jahr 2011 und ziehen bis heute Surfer aus aller Welt an. Dabei muss man garnicht immer selbst auf dem Bord stehen: gestern haben wir einen ereignisreichen Tag entspannt ausklingen lassen und den Profis von der Klippe aus bei ihrem abenteurerlichen Spiel mit den Naturgewalten zugesehen. Nichts geht eben über das Gefühl, sich auf der perfekten Welle nach schier endlosem Suchen Richtung Strand gleiten zu lassen. In zehn Minuten ist es wieder soweit, dann sitzen wir mit Neoprenanzug und ganz viel Vorfreude im Teambuss auf dem weg nach Tullan.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>