Costa Rica – Meine ersten Eindrücke!

 

iBuenas días los míos!

AFS - Costa Rica - 2015

Ich habe so lange darauf hingefiebert (schon seit der Zusage nach dem Auswahlverfahren im November 2014) und nun ist es endlich soweit: Ich bin in Costa Rica gelandet (am 23.07.2015)! Wie würde ich meine ersten Eindrücke des Landes der Bananen und des Kaffees in einem Wort beschreiben? Mein erster Gedanke: „palpitante“, atemberaubend, fesselnd. Ich bin wirklich begeistert von diesem Land. Und dass, obwohl mein Abenteuer „Pura Vida“ gerade erst begonnen hat. Vorgestern habe ich meine Gastfamilie kennengelernt und wohne nun dort. Und dass für ganze 11 Monate. Allerdings bin ich schon seit über zwei Wochen hier. Was habe ich die anderen 14 Tage gemacht? Wie hat alles begonnen?

 

Meine Zeit vor der Ausreise

Bereits meine Zeit kurz vor dem Abflug war sehr aufregend für mich. Zuallererst habe ich auf meinen sogenannten Vorbereitungsseminaren, die insgesamt 10 Tage dauerten, die anderen Freiwilligen kennengelernt. Wir sind 25 Freiwillige, die alle gemeinsam nach Costa Rica geflogen sind, um dort einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst zu leisten. Das bedeutet, dass wir uns dort ehrenamtlich in einem Projekt im Bereich Gesundheit, Bildung, Umwelt, Gesellschaft und Politik oder Soziales engagieren.

Während den Vorbereitungen haben wir uns als Gruppe zusammengefunden, wir haben eine tolle Gruppendynamik entwickelt und wurden mithilfe von Gruppenarbeiten, Diskussionen und anderen Übungen auf unseren Auslandsaufenthalt vorbereitet.

Zwischendurch musste ich dann noch ab- und wieder anreisen, um meinen Abiball miterleben zu können, doch letzten Endes muss ich sagen, dass ich dank der Vorbereitungstage mit einem sehr guten Gefühl an meinen Freiwilligendienst in Costa Rica herangegangen bin.

Mein erster Schritt auf costericanischem Boden, das „Orientation Camp“ und die Biofarm „Finca la Flor“

Die ersten beiden Tage in der „Schweiz Zentralamerikas“ haben meine Mitfreiwilligen und ich in San Pedro nahe der Hauptstadt San José verbracht. Untergebracht waren wir dort in einem Hostel. Freitagmorgen wurden wir direkt von der costericanischen Kultur begrüßt und haben unser erstes Frühstück, das berühmte Nationalgericht „Gallo Pinto“ serviert bekommen. Es besteht aus Reis und Bohnen. Wer isst in Deutschland sowas schon zum Frühstück?! Diese Erfahrung stellte definitiv meinen zweiten Kulturschock dar, nach meinem ersten: Der Zeitumstellung. Hier sind wir im Vergleich zu Deutschland immer 8 Stunden zurück.

Das sogenannte „Orientation Camp“ bestand aus vielen verschieden Einheiten, die ein paar AFSler aus Costa Rica mit uns durchgeführt haben. Es ging um die Kultur, die Gastfamilie, Regeln, das Land im Allgemeinen und ähnliche Themen. Noch vollstreckte sich diese Vorbereitung in englischer Sprache, doch ich bin mir sicher, dass das nächste Seminar am Ende dieses Jahres dann in Spanisch stattfinden wird.

Nach diesen Orientierungstagen wurde es dann noch einmal sehr spannend für uns, denn die folgenden 10 Tage verbrachten wir auf der „Finca la Flor“ in den Bergen in der Nähe der Stadt Cartago (nahe San José). Dort erwartete uns ein dynamischer und lehrreicher Spanischkurs und ein Lebensstil wie ich ihn sonst nicht kenne. Angesagt waren: Holzhütten mit nicht zu schließenden Fenstern, Moskitonetze, Handwäsche, eiskalte/knallheiße oder gar keine Dusche, gefühlte Millionen Mückenstiche, kalte Nächte, immer feuchte Kleidung, ein Leben aus dem Koffer, riesige Spinnen und viel Regen und Matsch. Doch trotzalledem muss ich zugeben, dass meine Zeit auf der Finca eine einzigartige und tolle Erfahrung darstellt. Denn diese, mal etwas andere, Lebensweise hat mich fasziniert und auch inspiriert. Jeden Tag wurde direkt über dem Feuer gekocht und gebacken (ich habe auch einige Male mitgeholfen), es gibt zahlreiche Tiere auf der Finca, es wird sehr viel Gemüse und Obst direkt angebaut und auch zum Kochen verwendet und auch Käse und Milch wird ganz natürlich selbst produziert. Dass es auf der ökologischen „Finca la Flor“ jedoch WLAN gab, hat nicht ganz ins Konzept gepasst :).

Durch meinen Aufenthalt auf der Finca habe ich meine Liebe zur Natur entdeckt, denn es war unglaublich bereichernd direkt im Wald zu wohnen, abends mit einer Geräuschkulisse, ausgezeichnet durch die verschiedensten Laute von Insekten und anderen Tieren, einzuschlafen und morgens von einem Pferdewiehern geweckt zu werden.

 

Ein Kolibrinest
Ein Kolibrinest – den Kolibri haben wir auch öfter mal herumfliegen sehen 🙂

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DIe Feuerstelle
Die Feuerstelle
Tarantel
Eine Tarantel im Spanischunterricht direkt von der Finca
Colónes
Colónes
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Unsere frisch gewaschenen Jeans
Un gusano
Un gusano

AnanasMariposa

"Gallo Pinto" con huevos, pan y frutas
„Gallo Pinto“ con huevos, pan y frutas
Pan, frutas, frijoles y plátanos
Pan, frutas, frijoles y plátanos

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San José bei Nacht
San José bei Nacht
AFS - Voluntarios
Wir Freiwillige, 2 Spanischlehrerinnen und die Köchinnen
Mein Spanischkurs und ich
Mein Spanischkurs und ich
Unser "Restaurant"
Unser „Restaurant vegetariano“
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„Hermann“ (unser neues AFS-CostaRica-Maskottchen) und ich
Spanischunterricht
Spanischunterricht juntos 🙂
Unsere Betten mit Moskitonetz

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Unsere Hütte 🙂
Mango tree
Mango tree 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Exkursion auf eine Kaffeeplantage

Am Samstag, den 01.08.15, stand schließlich unser Ausflugstag an. Ein paar Freiwillige und ich sind mit zwei Schweizern durch den Urwald gewandert, um Kaffeepflanzen kennenzulernen und etwas über sie zu erfahren. Der Ausflug ist jedoch ganz anders verlaufen, als ich ihn erwartet habe. Denn es war nicht nur eine stumpfe Besichtigung einer Plantage. Wir sind nämlich durch den Urwald gewandert und geklettert, haben einen wunderschönen Wasserfall entdeckt, viele interessante Pflanzen kennengelernt und eine Pause in einem einzigen Haus mitten im Urwald eingelegt. In diesem Haus wohnt ein Mann namens „Nano“. Und dass seit circa 20 Jahren. Das hat mich sehr beeindruckt.

Nachdem wir in den Genuss einer Verkostung von Kaffee (übrigens dem besten Kaffee, den ich je getrunken habe) und der Streicheleinheit von Hundewelpen gekommen sind, ging es letzten Endes wieder in Richtung Tal (ein Dorf namens „Orosi“). Leider bei strömendem Regen. Jedoch ist dies mitten in der Regenzeit kein Wunder.

Und nun sitze ich hier. Im meinem eigenen Zimmer in „San Juan – la Unidad, Tres Ríos“ (nahe Curridabat und circa 7 km von San José entfernt) und schreibe. Das Gefühl und der Gedanke circa 9.454,75 km von zu Hause entfernt zu sein ist unbeschreiblich und unvorstellbar. Doch die Unterschiede bekommt man hier deutlich zu spüren.

Ich freue mich auf die nächsten Tage und Monate!

Bis bald und „PURA VIDA“,

Gina 🙂

P.S.: Demnächst werde ich einen weiteren Blogeintrag veröffentlichen, in dem es um mein Zusammentreffen mit meiner Gastfamilie gehen wird. Und wenn ihr Fragen an mich habt, bezüglich meinem Freiwilligendienst, meinem Projekt, der Kultur, dem Land, meiner Gastfamilie oder Sonstigem, schreibt mir gerne eine Nachricht (gina597@gmx.de)!

Ein paar Bilder, die während der Exkursion entstanden sind:

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Das erste Mal einen Hundewelpen streicheln: Premiere!
Bananos
Bananos
Kaffeebohnen
Kaffeebohnen

      DSC00525 DSC00443 Im Urwald  

 

 

 

 

 


4 Gedanken zu Costa Rica - Meine ersten Eindrücke!

  • Hi Gina,
    dein Blog gefällt mir sehr gut! Reis und Bohnen hab ich sogar schon zum Frühstück gehabt. ?
    Ich habe auch noch ein paar Fragen. ?
    – Sind die Mosquitos wirklich so riesig in Costa Rica? – Schmecken die Bananen dort besser?

  • Hab meinen Kommentar zu früh abgeschickt… ?
    Noch ein Paar fragen:
    – Gibt es in Costa Rica wirklich Spinnen die so groß wie Pizzateller sind? ?
    – Wie war der Welpe so? ?
    – Berichtest du bald noch mehr von den Kulturen und Lebensstilen in Costa Rica? ?
    Saludos desde Alemania ?

  • Hallo meine liebe Gina, ich habe aufmerksam dein Blog gelesen und wir sind ganz stolz auf dich, dass du so fleissig bist. Pass gut auf dich auf und bleibe vor allen Dingen gesund. Wir wollen dich gesund wiedersehen und freuen uns schon auf deinen nächsten Blog.
    Also bis bald und in Gedanken immer bei dir
    deine Oma Birgit und dein Opa Hans

  • Hallo liebe Gina,

    es macht Spaß, Deinen Blog zu lesen, so kann man dir etwas näher sein und ein wenig miterleben, was du so machst und wie du es empfindest. Auch deine Bilder tragen dazu bei, sie sind ganz schön beeindruckend…..
    Weiter so, ich bin gespannt!
    Achte immer auf dich und habe eine spannende Zeit.
    Ganz liebe Grüße von Deiner Mum

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