angekommen

Llegada/ Ankunft

Mittwoch Abend: Koffer packen, wo es zu einer überraschenden Begnung mit einer etwas größeren Spinne (in meinen Sachen!) kam. Am Donnerstag ging es auf der Finca ganz schnell: Um vier Uhr aufstehen und duschen, Frühstück um fünf, Abfahrt um sechs. Zunächst nach San José um organisatorisches zu Regeln, dann ein trauriger Abschied von den anderen Freiwilligen und schließlich die Aufteilung in Busse, die uns jeweils in unsere zukünftige Heimatregion bringen sollten.

Seltsam, dass jetzt nach fast zwei Wochen erst das eigentliche Jahr beginnt. Es ist ungewohnt, jetzt auf sich alleine gestellt zu sein, nach so einer langen Zeit mit den anderen aus der Truppe.

Die Fahrt war recht lang, weil wir zunächst nach Cartago (wieder in Richtung Finca) fuhren, um die Hälfte des Busses seinen Familien zu übergeben, und erst danach in Richtung Süden wendeten, nach San Isidro. San Isidro wird durch eine Hauptverkehrsstraße mit San José verbunden, die sich kurvenreich durch die Berglandschaft (auf meinem Weg u.a. das „Cerro de muerte“) schlängelt. Nach fünf Stunden Fahrt, war es dann endlich geschafft. Ich und eine andere Freiwillige, Lena, wurden in San Isidro von unseren Gastfamilien erwartet unf abgeholt. Meine kleine, 10-jährige Schwester María war auf jeden Fall total aufgeregt. Der erste Eindruck den ich vermitteln konnte war: „Ay, tú eres muy alta!“ (Man, bist du groß!). Tatsächlich bin ich hier, für costaricanische Verhältnisse sehr hoch gewachsen. Meine Gastfamilie ist wirklich ganz lieb und gibt sich viel Mühe mir sprachlich alles verständlich zu vermitteln 🙂

Pejibaye liegt 40 Minuten Autofahrt von San Isidro entfernt. Es ist ein kleineres Dorf, mit zwei Schulen, mehrern Supermärkten, Bars/Restaurants und vielen (Straßen-)Hunden. Ich wohne direkt gegenüber einer Tanzschule, in die ich gleich am ersten Abend eingeladen wurde. Und so kam es, dass ich am Abend von Tag zwei mit Nohelia, der Freundin/Mitarbeiterin im Salon (nebenan, übrigens) meiner Gastmutter, mit fünf anderen Teilnehmer/Innen in der Tanzschule stand und z.B. den Bachata-Grundschritt gelernt habe. Das hat mir richtig Spaß gemacht, da die lateinamerikanischen Tänze sehr bewegt und lebenslustig sind!

In Pejibaye ist gerade Winter – das heißt, viel, extremen Regenfall und milde, luftfeuchte Temperaturen um die 25 Grad. Ich bin vermutlich die einzige im Dorf, die andauernd schwitzt und zerfließt. María hat ganz schön komisch geguckt, als ich ihr erzählt habe, dass 25 Grad Sommer in Hamburg sind. Die Einwohner hier finden das Wetter kalt. Ich hoffe mein Körper gewöhnt sich schnell daran! Wie soll ich sonst den Sommer hier überleben?

Mein neues Zimmer (hier noch in der Auspackphase). Mein Lieblingsstück: Der Ventilator
Mein neues Zimmer (hier noch in der Auspackphase). Mein Lieblingsstück: Der Ventilator

Bananen

Hier in Costa Rica haben wir zwei Sorten an Bananen. Es gibt Banano und Plátano. Banano sind die auch in Deutschland bekannten Ess-Bananen. Ich habe das Gefühl, dass sie hier kleiner und süßer sind, aber ich habe kein ausgereiftes Vergleichsspektrum um das zu bestätigen. Plátanos sind Kochbananen, die unzubereitet ungenießbar und hart sind. Sie werden gekocht oder gebraten und sind je nach Zubereitung süß oder salzig. Ihr Fruchtfleisch ist eher orangefarben. Beide: Sehr sehr lecker!

Links: Plátano Rechts: Banano
Links: Plátano
Rechts: Banano
ein typischer Haushaltsgegenstand: Zum Geschirrspülen findet man in den Häusern diese Seife in einer Dose, die mit dem Schwamm abgetragen wird. Plastiksparend!
Ein typischer Haushaltsgegenstand: Zum Geschirrspülen findet man in den Häusern diese Seife in einer Dose, die mit dem Schwamm abgetragen wird. Plastiksparend!

Einstellung zu Fremden

Generell habe ich hier das Gefühl, egal wohin ich komme, in offene Arme zu laufen. Wortwörtlich! Die gängige Begrüßung hier ist eine angedeutete Umarmung mit einem Kuss auf die Wange. Gerade hier im Dorf falle ich natürlich als „neu“ auf, da sich fast jeder untereinander kennt. Schon in den ersten Tagen hier habe ich unglaublich viele, neue Leute kennen gelernt, die mich für mein Spanisch loben und grüßen, wann immer ich über die Straße laufe. Leider habe ich anscheinden einen amerikanischen Akzent und bin noch „Gringa“, was so viel wie Ausländerin heißt. Hoffentlich bin ich bald mehr „Tica“!

GECKOS! Diese kleinen Freunde huschen bei mir häufiger durch die Ritzen ins Zimmer und sind mir bei weitem lieber als Spinnen :)
GECKOS! Diese kleinen Freunde huschen bei mir häufiger durch die Ritzen ins Zimmer und sind mir bei weitem lieber als Spinnen 🙂

4 Gedanken zu angekommen

  • Hallo,
    bin jetzt auch schon seit einem halben Jahr hier in Costa Rica. Ich wohne in Liberia.
    Ich wollte nur sagen, dass „gringo/a“ generell zwar für alles was blond, groß und mit heller Augenfarbe ist benutzt wird, aber eigentlich nur auf US-Amerikaner bezogen ist.

  • Liebe Clarissa, schön , dass ich Dich Durch diesen Block begleiten kann . Ich bin erst gestern aus dem Urlaub gekommen und sah Deine Mail mit dem Blog. Sofort las ich all die Tage nach, von denen Du geschrieben hast. Auf diesen Tag möchte ich nun gerne antworten und Dir sagen , dass ich mich freue über das, was ich hier lesen kann. Schön, dass Du so gut angekommen bist , dass das Essen Dir so gut schmeckt und Du scheinbar richtig gut aufgenommen worden bist in Deiner Gastfamilie und auch anderswo. Ja Lateinamerikanische Tänze habe ich damals auch viel getanzt.Damals in meiner Jugend. – Grins-
    Wenn ich die Augen zumache sehe ich eine strahlende Clarissa die vielleicht eine Rumba tanzt ? Kicher-
    Aber ich weiss gerade nicht ob auch Rumba in Costa Rica getanzt wird. Aber Du kennst ja meine blühende Phantasie.- Kicher. Ich werde jeden Tag mal hier reinschauen auch wenn ich nicht immer antworten werde. Aber sei Gewiss , dass ich dich hier begleiten werde , wenn auch oft nur still. Morgen wenn ich den ersten Tag wieder arbeite,werde ich unseren Arbeitskollegen von Deinen Erlebnissen erzählen.
    Die werden sich auch freuen , dass es Dir so gut geht. Ich wünsche Dir noch alles Gute und viele schöne Erlebnissse und neue Freunde. L.G. Birgit H.

  • Liebe Grüße von meinen Kollegen. Ich soll dir von Kerstin sagen wir vermissen Dich !!! L.G. Birgit

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