Ferien, Meer und Wasserschlachten

Da mein letzter Blog-Eintrag schon gefühlte Jahre her ist (3 Monate? Ziemlich lange auf jeden Fall, obwohl ich ja häufiger schreiben wollte…), kommt hier eine kurze Zusammenfassung meiner letzten Monate.
Hier ist so einiges passiert.

Im Januar war ich mit meiner Schule für 3 Tage auf einem English Camp am Meer (in Cha-Am, Phetchaburi um genau zu sein). Ich habe mich sehr auf dieses Camp gefreut, denn es war das erste Mal, dass ich hier das Meer gesehen habe.
Nach einer ca. 13-stündigen Busfahrt kamen wir morgens gegen 7 Uhr in der Provinz Phetchaburi an. Bevor wir aber zum Hotel gefahren sind, haben wir verschiedene Sehenswürdigkeiten in der Umgebung besucht.
Als erstes einen Tempel auf einem Berg, zu dem man nur mit einem Treppenlift/Seilbahn kam. Die Tempelanlage war wohl sehr alt, denn einen Tempel konnte man kaum erkennen und das ganze sah eher aus wie ein Aussichtspunkt. Ganz oben hatte man eine wunderschöne Aussicht auf das Tal (das Meer war allerdings noch nicht in Sicht), der ganze Abhang war außerdem mit pink- und gelb-blühenden Bäumen bepflanzt. Nach der „Swiss Sheep Farm 2012“ (ein paar Schafe zum füttern, sonst nur Dekorationen /Dinge mit denen man Fotos machen konnte – ein Paradies für Thais) kamen wir endlich in unserem Hotel an. Hinter dem Innenhof des Hotels ging es weiter zum Strand bis hin zum Meer.
Im Hotel fanden dann die Aktivitäten des eigentlichen Camps statt. Kleine Spiele, singen, kleine „Unterrichtseinheiten“ und anderes, natürlich alles auf Englisch. Am zweiten Abend sind wir dann alle schwimmen gegangen (das Meer war zwar nicht so paradiesisch schön wie auf den Bildern immer gezeigt (es war auch kein besonderer Touri-Strand), aber dafür war das Wasser warm und wir konnten Banana-Boat fahren und das ist viel besser als eine gute Aussicht).
Vor der Rückfahrt haben wir noch an einem Park halt gemacht, in dem alle möglichen Geschäfte, Restaurants und anderes waren. Am nächsten Morgen sind wir dann um 2 Uhr (nachts!) in der Schule angekommen. Danach bin ich erstmal wie tot ins Bett gefallen.

Die Mitarbeiter, die Schüler, das Hotel, die Farm und der Treppenlift/Seilbahn(?!)
Die Mitarbeiter, die Schüler, das Hotel, die Farm und der Treppenlift/Seilbahn(?!?)

Außerdem gab es hier im Januar eine Kirmes/Jahrmarkt. Das hat mich doch sehr gewundert, da ich nicht erwartet hätte so etwas hier zu finden. Es hat sich aber doch ziemlich von Jahrmärkten in Deutschland unterschieden. Es gab nur einen Autoscooter und sonst nur Spiele, wie Dosenwerfen, Lose ziehen, Bingo, Dartpfeile auf Luftballons werfen und so weiter. Zu gewinnen gab es fast ausschließlich Kuscheltiere, die Hauptpreise waren dann meistens riesige Kuscheltiere, so groß wie ein 10-jähriges Kind. Es ähnelte eher einem riesigen Markt. Zwischen den Ständen, die Kleidung, Schuhe, Deko, Schmuck usw. verkauften standen dann die „Aktivitäten-Stände“. Natürlich gab es auch Essens-Stände, allerdings nicht so zahlreich wie in Deutschland und verkauft wurde keine Currywurst (kennt hier leider kaum einer :'( ) sondern Thai-Snacks. Diese Stände sollten es Deutschland auch geben, das Essen dort ist nämlich echt lecker. (Die Snacks/Süßigkeiten aber keine Namen im Deutschem und sind auch ziemlich schwer zu beschreiben. „Rodi“ z.B., eine Mischung aus Crêpe und Waffel. Es können aber noch viele andere Sachen wie Ei, Ananas oder versch. Soßen zugefügt werden).

Des weiteren war ich noch auf zwei anderen English Camps hier in der Umgebung. Diesmal aber nicht als Schülerin, sondern als Mitarbeiterin/Lehrerin. Die English Camps sind aber eher da, um da Spaß zu haben und nebenbei ein bisschen English zu sprechen. Deshalb war es unsere Aufgabe mit den Kindern Spiele zu spielen bzw. sie zu erklären, in denen sie Englisch sprechen oder verstehen müssen (z.B. Obstsalat oder eine Plumpsack-Variation).

Anfang März waren die Finals (Abschluss-Prüfungen). Wie bei den Mid-Terms wurden alle Arbeiten in einer Woche geschrieben, 3-4 Stück am Tag. Da die Arbeiten aber nicht so anspruchsvoll sind, ist es nicht so schlimm den ganzen Tag Klausuren zu schreiben. Eine Zeugnisverleihung oder ähnliches gab es aber nicht (ich bin mir gar nicht sicher, ob es hier überhaupt Zeugnisse gibt, da man auch nicht durchfallen, bzw. sitzen bleiben kann). Nach den Finals gab es Ferien. Da das neue Schuljahr im Mai anfängt, dauern die Ferien 2 Monate.

Im März war dann das ein Camp von AFS in Chiang Mai, einer sehr bekannten Touristen-Stadt im Norden (ca. 14 Autostunden von hier). Dort haben wir über unsere Erlebnisse und Erfahrungen hier geredet. Die meiste Zeit haben wir allerdings außerhalb des Hotels bei Ausflügen verbracht.
Wir sind z.B. zu einer Elefanten-Show gefahren, zum Markt bzw. Night-Bazar oder zu einem Tempel auf einem Berg.
Es war schön alle anderen AFSer wieder zu sehen, die man zum Teil über 7 Monate nicht gesehen hatte, und sich mit ihnen auszutauschen. Das angsteinflößendste aber auch unheimlich viel Spaß machende war definitiv ein Turm der als Übungsturm für Fallschirmspringer genutzt wurde. Dort musste man herunterspringen, befestigt an einem Seil, dass einen erst nach 2-3 Metern aufgefangen hat. Danach ist man wie bei einer Seilbahn auf die andere Seite gefahren.

Dort sind wir herunter gesprungen.
Dort sind wir herunter gesprungen. 

Vom 13. bis 15. Mai wurde hier Songkran, das thailändische Neujahrsfest gefeiert. Früher gab es eher rituelle Waschungen, die sind aber mittlerweile in riesige Wasserschlachten auf der Straße übergegangen. Dazu stellt man eine große Tonne voll Wasser auf die Ladefläche der Pick-Ups bzw. an den Straßenrand, bewaffnet sich mit Wasserpistolen oder kleinen Eimern und spritzt alle vorbeikommenden Leute nass. Außerdem wird man mit Baby-Puder im Gesicht bestäubt bzw. bemalt oder bestäubt andere. Oft wird das Wasser auch mit Eiswürfeln gekühlt, sodass es teilweise nur 5 Grad „warm“ ist. Bei 25 Grad und Wind haben wir da teilweise ganz schön gefroren.

Unsere "Besatzung". Selbst die kleinsten feiern schon mit (Sie musste aber schon nach ein paar Minuten weil sie so gefroren hat). Das Bild unten links ist aus einem Internet-Forum. Ich habe mich nicht getraut bei dem ganzen Wasser meine Handy bzw. Kamera mit zu nehmen.
Unsere „Besatzung“. Selbst die kleinsten feiern schon mit (Sie musste aber schon nach ein paar Minuten ins Auto, weil sie so gefroren hat). Das Bild unten links ist aus einem Internet-Forum. Ich wollte bei dem ganzem Wasser mein Handy bzw. Kamera nicht mitnehmen.

Wenn ihr „water festival thailand“ oder „songkran“ googelt, sehr ihr wie das ungefähr ausgesehen hat. Die Straßen waren voll von Pick-ups und Menschen die sich gegenseitig mit Wasser bespritzt haben. Die Leute an den Straßenseiten haben auch riesige Boxen mit Musik aufgestellt. Viele haben dazu auch getanzt. Es war wie eine riesige Open-Air-Party. Es ist ziemlich schwierig Songkran zu beschreiben, man müsste selbst dabei gewesen zu sein, um zu wissen, wie es ist. Allerdings wird es auch in jeder Stadt anders gefeiert.

Zum Schluss noch einen Gruß an Annas Mutter. Ich freue mich, dass Ihnen mein Blog gefällt 😉

 


Ein Gedanke zu Ferien, Meer und Wasserschlachten

  • Hallo Katja!

    Schönen Artikel hast Du da geschrieben, mein Sohn überlegt ebenfalls ein Auslandsjahr in Thailand zu machen – ich weiß jedoch nicht, was ich davon halten soll.

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