Das Abenteuer beginnt…

Seit dem 31. 08. bin ich nun in Polen und jetzt ist es Zeit, etwas von mir hoeren zu lassen!!

Am Freitag ging es fuer mich bereits um 3.40 Uhr zu Hause  los, weil wir mit dem Zug nach Dresden zum Flughafen fahren mussten. Allerdings stellte sich heraus, als wir dann endlich in Dresden waren, dass mein Flug nach Frankfurt gestrichen wurde… Und der naechste ging auch nicht. Nach einigem Hin und Her flogen wir dann ueber Muenchen nach Krakau.

Gegen Mittag kamen wir an und mussten dann noch eine Weile warten, weil auch andere Flieger Verspaetung hatten, aber spaeter fuhren wir dann nach Piekary, ein kleines Dorf 12km entfernt von Krakau. Dort fand unser erstes Camp statt, von dem ich erst am Krakauer erfuhr, statt. Ein Willkommenscamp, bei dem viele Dinge, die wir schon wussten, noch einmal wiederholt wurden, nur in Englisch, und wir die anderen AFSer kennenlernten, die dieses Jahr auch in Polen sind: Zwei Tuerken, Zwei Italienerinnen, ein Belgier und acht Deutsche. Alle freuen sich sehr, dass dieses Jahr wieder mehr Leute aus Deutschland kommen, denn letztes Jahr waren es nur drei.

Schliesslich hatten wir auch das ueberstanden (auch wenn es an sich schon lustig war und die Unterkunft im Gaestehaus des Internats des Liceums „Radosna Nowina 2000“ von allen als gut empfunden wurde, alle waren spaetestens am zweiten Tag, als wir nicht mehr so muede von der Hinreise waren, aufgeregt und ungeduldig, was ja durchaus verstaendlich ist) und heute kamen wir zu unseren Gastfamilien. Ich nicht sofort 🙂

Sicher fragt ihr euch jetzt, warum, aber das ist vielleicht nicht so ganz einfach zu erklaeren… oder eigentlich doch. Vielleicht sollte ich einfach mit meiner Gastfamilie anfangen.

Ich wohne in Piekary, eben jenem Dorf nahe Krakau, in dem auch meine Schule steht, ein katholisches Lyzeum, das der Stiftung gehoert, die hier die Partnerorganisation von AFS bildet. Das mag jetzt alles ein bisschen verwickelt klingen, ist aber an sich recht logisch. Also lest den Satz einfach mehrmals, wenn ihr ihn nicht sofort versteht 😉

Meine Familie besteht aus einem Gastvater und einer Gastschwester names Zuzanna, aber ich nenne sie Zuzia, weil es ja in Polen so ueblich ist, wie ich schon erwaehnt hatte. Dazu gibt es noch einen Hund, Wera. Zuzia ist 16, also genau so alt wie ich, und wir verstehen uns ziemlich gut. Sie will mir unbedingt Polnisch beibringen und wir hatten gerade sehr viel Spaß, weil sie mir etwas zum Essen oder zum Trinken holen wollte. Und damit ich es sehr schnell lerne, hat sie mich natuerlich auf Polnisch gefragt… Es war, nun ja, interessant. Aber wir waren erfolgreich (ich habe jetzt einen „zielona herbata o smaku prażonego ryżu“, also einen gruenen Tee, der nach geroestetem Reis schmeckt) und es hat mit der Verstaendigung geklappt. Wir haben uns darauf geeinigt, dass sie Polnisch mit mir redet, und wenn ich es nicht verstehe, dass sie es noch einmal langsam wiederholt. Habe ich es dann immer noch nicht verstanden, dann uebersetzt sie es ins Englische. Ich rede die meiste Zeit Englisch und manchmal, wenn ich es kann, einfache Saetze auf Polnisch. Das klappt sehr gut.

Morgen werde ich also den ersten Tag in einer polnischen Schule verbringen, ich werde in die zweite Klasse des Lyzeums gehen. Ich kenne dort zwar niemanden und niemand kennt mich, aber in dieser Schule gibt es oft Austauschschueler, also ist es kein Problem. Ausser mir gehen noch drei andere AFSer auf diese Schule. Ich bin sehr gespannt, ob ich auch nur ein Wort verstehe… Ich werde sehen. Morgen. Und ich bin gespannt, ob ich auch noch eine Schuluniform bekomme, denn die haben auf dieser Schule Schuluniformen.

Ich bin also sehr gespannt, wie es weitergeht und wie schnell ich Polnisch lernen werde. Der Anfang ist schon mal nicht ganz schlecht, denke ich 🙂 Ich verstehe das meiste und ich fuehle mich sehr wohl in meiner Gastfamilie… Also kann mein Austauschjahr nun richtig beginnen!!! 😉


Ein Gedanke zu Das Abenteuer beginnt...

  • Schön 🙂

    Ich wollte dir nur sagen, daß du dich dort natürlich nicht immer wohl fühlen wirst. Es wird mit Sicherheit mal Streit, Spannungen, schlechte Laune usw. geben. Aber das ist dann völlig normal und gehört eben dazu wie in einer normalen Gemeinschaft. Nie solltest du den Fehler machen und die negativen Dinge mit „deutsch“ oder „polnisch“ erklären. Es ist einfach „menschlich“ 🙂 Einfach in Gelassenheit üben und das Jahr genießen.

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