Endlich angekommen

Jetzt bin ich also endlich in Norwegen bei meiner Gastfamilie. Aber vorher war ich noch für zwei Tage auf dem Arrival-Camp. Dies war für ein paar sehr interessante Überraschungen gut.

Die erste Überraschung war die Location. Von AFS ist man ja normaler weise Jugendherbergen oder Matratzenlager gewohnt. Nicht so in Norwegen: Wir kamen in einem sehr netten Hotel an, das uns Zweibettzimmer zur Verfügung gestellt hat, die sogar mit einer eigenen Dusche ausgestattet waren. Die nächste Überraschung war das Essen, denn so ein reichhaltiges Buffet hatte ich nicht erwartet. Und zu guter letzt die wohl größte Überraschung: Bestimmt fünf der Betreuer und viele der AFS-Studenten konnten fließend Deutsch! Ich hab ja eher erwartet, dass wenn überhaupt nur sehr wenige Deutsch können. Das Camp war im Großen und Ganzen eine sehr gute Erfahrung, weil man auch noch einmal die Möglichkeit hatte, eventuelle Fragen und Ängste zu klären.

Am Sonntag bin ich dann mit dem Flieger von Oslo nach Flrø gekommen. Florø ist der Ort, der meiner neuen Heimat Svelgen am nächste liegt. Hier werde ich auch zur Schule gehen. Meine Gastfamilie hat mich sehr herzlich mit einem großen Plakat am Flughafen empfangen und ist mit mir zu ihrem Sommerhaus gefahren, das etwas näher an Florø dran liegt. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die Großeltern kennengelernt. Im Sommerhaus wohnt auch mein Gastbruder Ole Martin öfters mal, weil er es dann nicht so weit zur Schule hat. Wir haben sehr lecker Abend gegessen (es gab Lachs mit Kartoffeln) und sind dann nach Svelgen weitergefahren.

Am nächsten Morgen ging es dann gleich zur Schule. Erste musste ich ins Schulsekreteriat um mich anzumelden und meinen Stundenplan zu bekommen. Danach wurde ich in meine neue Klasse die 1IDL gebracht. Das erste Unterrichtsfach war dann auch gleich mal Deutsch :D. Dort hat man mir erklärt, dass man seine Lehrer hier dutzt. Generell ist der Umgang hier viel lockerer und alle dürfen ihr Notebook, das man in Norwegen gestellt bekommt, benutzten.  Danach hatte ich Norwegisch und Englisch. Die Englisch-/Norwegischlehrerin ist praktischer Weise auch Deutschlehrerin und deshalb kann ich gut nachfragen, wenn ich etwas nicht verstehe. Die Klasse hat mich auch total nett empfangen auch wenn ich noch nicht mit allen gesprochen habe. Die ersten Gesprächsthemen waren Fußball und die Frage, ob ich Justin Bieber mag. Den mögen manche hier anscheinend, denn im Klassenraum hing ein Poster von ihm. In der letzten Stunde hatte ich dann Sport. Der Sportunterricht hier funktioniert etwas anders als bei mir zu Hause: Die Klasse teilt sich in Sportarten auf. Ich habe mich für die Volleyballgruppe entschieden und freue mich schon auf die nächste Stunde.

Heute war die Schule auch wieder sehr interessant. Erst hatte ich Naturwissenschaften. Ich hab sogar schon ein bisschen was verstanden. Die zweite Stunde war Mateh und ich muss sagen, dass das hier wirklich sehr einfach ist. Wir habe Bruchrechnen geübt. Danach durfte ich meiner Klasse dabei zugucken, wie sie einen Test in Norwegisch geschrieben hat. Am Schluss hatten wir dann nochSporttheorie. Das dachte ich zumindest erst, aber als sich dann alle ein Zelt genommen haben und nafingen, es ufzubauen, bin ich dann doch etwas stutzig geworden. Auf Anfrage erklärte mir dann der Lehrer, dass die Klasse diese Woche einen Campingausflug macht und ich wurde gefragt, ob ich mitkommen möcht, mal sehen… Auf jeden Fall wusste ich dann, was es mit den Zelten auf sich hatte.

Mal sehen, was morgen so passier, ich hoffe ich komm bald wieder zum Schreiben 😀


Ein Gedanke zu Endlich angekommen

  • Hallo Robin,

    das freut mich schon sehr, das Deine ersten Tage in Deinem „Abenteuer“ so gut angefangen haben. Ich wünsch Dir weiter viel Glück und Freude in Norwegen.
    LG vom Retzenhof
    Klausi
    P.S. Laß wieder was hören. Wir sind alle ganz gespannt!

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