Mein Jahr in Frankreich

Hallo ihr begeisterten AFS-Blog-Leser,

mein Name ist Janina und ich werde mein Auslandsjahr in Frankreich verbringen! Und wisst ihr was? Damit geht ein Traum für mich in Erfüllung! Auch wenn sich die meisten von euch denken, dass Frankreich ja extrem langweilig ist. Aber seit meine Cousine 2008/09 ein Jahr in Frankreich war, wusste ich, dass ich das auch will! Ich habe mich von Anfang an in diese Kultur verliebt! Die Menschen, das Essen, die Sprache, dieses gewusst wie, das „savoir vivre en francais“- das alles fasziniert mich wahnsinnig seit ich dort war!

Und jetzt? Jetzt geht es bald los. Ich habe auch schon als eine der ersten Deutschen Hopees, die nach Frankreich gehen, eine Gastfamilie bekommen! Und plötzlich ist alles so real, es ist kein banges Warten, kein tägliches zum Briefkasten-rennen und nachsehen, ob es irgendwas Neues gibt. Es gibt kein, was ist, wenn mich niemand will? Es hat alles Hand und Fuß! Ich weis, wo ich hinkomme! Ich weis, wer meine Familie ist! Ich weis, dass ich mich im Moment einfach nur freue! Meine Gastfamilie scheint perfekt zu sein! Es ist eine sehr erfahrene Gastfamilie, die schon seit Jahren jedes Jahr ein bis zwei Gastschüler aufnimmt! Ja, ihr habt richtig gehört, zwei Gastschüler! Und so ist es dieses Jahr auch bei mir! Ich werde zusätzlich zu meinen 5 französischen Gastgeschwistern – von denen aber nur noch 2 zu Hause wohnen und davon eine für dieses Jahr, auch mit AFS, in Chile ist- noch eine Isländische Gastschwester bekommen! Das klingt jetzt wahrscheinlich für die allermeisten sehr ungewohnt, und das ist es auch! Ich habe bis jetzt noch niemanden getroffen, der auch in einer so genannten Doppel-Platzierung war! Deshalb kann ich auch selbst noch nicht sagen, ob das gut wird oder nicht, aber das werde ich dann ja schon merken! Wahrscheinlich wird es wie mit allen Gastgeschwistern, mal versteht man sich, mal wieder nicht, aber vielleicht ist es auch eine einmalige Chance jemanden in der Familie zu haben, der zur gleichen Zeit das gleiche durchmacht. Wir werden sehen…

Jetzt zu meiner Gastfamilie: Meine Gastfamilie wohnt in der Mitte Frankreichs, eher im Westen, als im Osten, eher im Norden als im Süden, aber generell ist es ziemlich schwierig die Lage zu beschreiben.  Die nächste große Stadt, die man vielleicht kennt ist, Tours (für alle die gerade Google zur Hilfe haben, die nächst größere Stadt heißt Chatellerault). Ich werde in einem 900 Einwohner Dorf leben und in Chatellerault zur Schule gehen.  Meine Gastfamilie ist eine sehr aktive und sehr sportliche Familie. Und das Beste ist, sie spielen Handball! Mein ganzes Leben hat bis jetzt eigentlich nur aus Handball bestanden und jetzt komme ich nach Frankreich und werde das, was ich am meisten liebe weiter machen können. Ich werde neue Leute treffen, ich werde einfach ein bisschen den Alltag von zu Hause übernehmen können und nicht alles ist neu! Und ein weiterer Vorteil ist, dass ich damit die Gewichtszunahme, die alle Austauschschüler haben, vllt. ein bisschen reduzieren kann! Eine Freundin von mir war gerade in Frankreich und sie sagt, allein durch den ganzen Stress und die Umstellung im ganzen Leben isst du mehr! Ich hoffe einfach, dass es sich durch den regelmäßigen Sport und die gesund lebende Famile in Grenzen halten wird – das „Fettwerden“

In fast 1 Monat werde ich in Paris auf unserem Welcome Camp sein. Dort werden alle Jugendliche, die mit AFS nach Frankreich gehen in einer Unterkunft leben und noch einmal auf das Leben in Frankreich vorbereitet werden! Wir werden in Länder-gemischten Zimmern leben, uns mit Händen und Füßen versuchen zu verständigen und unendlich viel Spaß haben! Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue!

Wir werden am 7. September in Frankfurt um 9:45 losfliegen. Da wir aber schon 2,5 Std. vorher am Flughafen sein müssen (7:15!!!! wer bucht bitte solche Flüge?) und ich von mir daheim aus 3,5 Std mit dem Auto bräuchte, sieht es im Moment so aus, als würde ich mit einem Zubringer-Flug von München aus nach Frankfurt fliegen und dort erst alle anderen treffen. Bei dieser Variante, muss ich zwar auch um 4 Uhr in Augsburg los, aber ich glaube es ist die entspanntere Variante!

Dann, in Paris, werden wir 3 Tage bleiben und von dort aus mit dem Zug in unser neues Zuhause fahren!

Und jetzt möchte ich ein Thema ansprechen, dass mir noch sehr am Herzen liegt! Es geht um das Thema, „Frankreich ist doch so nah, was willst du da?“. Mit diesem Satz hatte ich sehr oft zu kämpfen! Anfangs sieht man da noch gut drüber hinweg, aber wenn man, jedes mal, wenn man erzählt, dass man ein Jahr nach Frankreich geht, zu hören bekommt, dass das doch langweilig sei, dass man das doch alles im Urlaub machen könne, dass man selber lieber woanders hingehen wolle, dann nervt das und verunsichert auch! An alle, die wirklich nach Frankreich gehen oder gehen wollen: Nehmt das nicht so ernst! Ihr habt genau die gleiche Chance ein hammer Jahr zu verbringen, wie jemand, der nach Asien geht! Es hängt nicht davon ab, in welches Land man geht! Man muss Glück haben, bei der Familie, bei den Freunden!  Und wenn man in seiner Gastfamilie auf einmal 4 jüngere Geschwister hat und in Deutschland Einzelkind war, dann reicht das schon aus, für eine riesige Veränderung im Leben!

Achja, und noch was, Frankreich ist definitiv NICHT langweilig! Ihr werdet sehen!

Ich hoffe ich kann euch bald mit neuen Infos füttern!

Bis bald,
eure Janina


2 Gedanken zu Mein Jahr in Frankreich

  • Hi,

    Ich gehe dieses JAhr nach Polen und hatte (und habe noch) dieselben Probleme wie du: Niemand will mir abkaufen, dass Polen ein total spannendes Land ist. Das ist voll nervig… Zumal es ja von mir zu Hause zur Grenze nicht wirklich weit ist, wenn ich erhlich bin. Also war die erste Reaktion von meinen Freunden: „Was? Du gehst nach Polen? Was willst du denn da? Wenn du unbedingt dahin willst, kannst du doch Urlaub dort machen, aber das ist doch voll langweilig…“
    Ich hatte nur Glück mit meiner Familie. Meine Schwester hat auch ein Austauschjahr gemacht (in den Niederlanden) und da hatten wir diese Diskussion schon durch.;)
    Ich wünsch dir viel Spaß in Frankreich, auch wenn ich früher fahre als du (am 7. 09. bin ich ja schon halb wieder inm LOC, ich habe nämlich am Anfang kein Camp, sondern erst nach zwei Wochen in Krakau).

    Viele Grüße, Josi

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