2. Blogeintrag Ina-Paraguay

Dienstag 24. Juli 2012

So, zu gestern. Der Tag war wirklich ereignisreich, weil ich alles, was ich hätte machen können, auch gemacht habe. „Porque no?“

Zuerst hat mich Nahima schwesterlich gefragt, ob ich denn bei ihrem Tanzen zuschauen wolle. Ich war als erstes unschlüssig, habe mir dann aber gedacht: ja, warum eigentlich nicht?

Davor sind wir aber noch einkaufen gefahren, bzw. wir hatten vor einzukaufen, denn bevor wir auch nur den Laden betreten konnten hat Mary (meine Mum) einen Anruf bekommen, dass die bestellten Betten angekommen sind. diese Information löste bei Nahima einen kleinen Freudentanz aus, weil ihr Prinzessinnen-Bett auch dabei ist.

Also wieder zurück nach Hause. Dort wartete der Lastwagen mit den Betten schon auf uns. Ich habe mich ein wenig fehl am Platz gefühlt, weil meine Spanischkenntnisse noch nicht so weit reichen, dass ich fragen konnte, ob ich helfen kann und alle anderen haben wie selbstverständlich nicht geholfen. Trotzdem ein seltsames Gefühl beim Ausräumen des Wagens zuzuschauen und nichts zu machen.

Nachdem alles platziert war und die „Möbelpacker“ weg waren, sind wir nicht nochmals einkaufen gefahren. Und haben ein wenig Pause gemacht.

Nach ca. 2 Stunden ging es dann zu dem Tanzen von Nahima. Sie hatte sich aufgemacht, also würde es zum Ballett gehen, deshalb war ich sehr überrascht, als es sich um eine Art indischen Tanz handelte. Und auch die Altersgruppe hat mich überrascht, es waren Mädchen in dem Alter von Nahima (5) bis über meinem Alter (schätzungsweise 17). Aber hier ist nunmal alles so ein bisschen anders. Leider durfte ich nicht mit in den Raum, in dem getanzt wurde und musste in dem Vorraum mit anderen Mädchen und Eltern warten. Ich konnte nur durch die Glastür beobachten, wie getanzt wurde. Beim Zuschauen habe ich richtig Lust bekommen mit zu machen. Vielleicht melde ich mich ja auch mit an. Mal schauen. Das Tanzen dauerte ca. eine Stunde und als es vorbei war, mussten Nahima und ich nur 2 Minuten warten, bis Mary uns abgeholt hat.

Wieder Zuhause waren das erste Mal alle gleichzeitig da und ich wurde endlich meine Mitbringsel los. Sie kamen gut an. Vor allem das Deutsche Kochbuch auf Spanisch und die Süßigkeiten stießen auf große Begeisterung. Ich sollte zu jedem Teil etwas erzählen… auf Spanisch natürlich. Anja, ich habe mich durchgestottert 😉

Irgendwann, als sich die Aufregung wegen der Geschenke gelegt hatte, hat mich Alvaro (mein Gastdad) gefragt, ob ich mit zu seinem Spiel gehen wolle. Ich habe verstanden, dass er mich gefragt hat, ob ich am Abend mit Fußball schauen wolle und habe mir zusammen gereimt, dass das wohl vor dem PC sein wird. Anja, falsch gereimt. Aber es war trotzdem richtig gut! Sogar besser als es am Fernseher gewesen wäre. VIEL besser! Denn als wir an dem Fußballplatz angekommen sind, haben Herum und Nahima mich rumgeführt. Es hat sich um eine Ansammlung von Sportplätzen gehandelt, samt Schwimmbahnen und einem riesengroßen Stadion! Das 2.-größte in ganz Paraguay, wie Herum (mein Gastbruder) stolz verkündete. Der Fußballplatz, auf dem Alvaro gespielt hat, war vielleicht nur halb so groß und ich hatte nicht das Gefühl, dass irgendwer wirklich an dem Spiel interessiert war. Irgendwann hatte Nahima mich überredet mit ihr auf den Spielplatz zu gehen, dass war vielleicht eine Kulisse, der Fußballplatz, ein paar Palmen und der Nachthimmel, der Wahnsinn!

Alvaros Team hat gewonnen und wir sind mit Musik wieder zurückgefahren und haben laut mitgesungen (soweit wir konnten).


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