Mexikanische Alltagsgeschichten

Sonnencreme LSF 110, Esel in Deutschland und Chili-Shampoo… der schnelle Blogeintrag!

  • irrtümlicherweise wird von vielen Mexikanern angenommen, in Deutschland spräche man Englisch.
  • Für die jetzt kommende Sommerzeit, soll ich mir eine Sonnencreme LSF 100 kaufen. Es gibt sogar LSF 110.
  • Auch bei 15° C im November kann man sehr gut Sonnenbrand kriegen… es ist zwar ziemlich kalt draußen, aber die Sonne knallt in der Höhe so extrem, dass es sogar schmerzt.
  • Schon traurig, wenn man sich ganz gelassen im Fitnessstudio umziehen möchte, und dann feststellt, dass sein Hose am Hintern aufgerissen ist, weil sie mittlerweile doch ziemlich eng war. Noch deprimierender ist es allerdings, wenn man dann Zuhause seine noch verbleibenden Hosen anprobiert und mit Schrecken feststellt, dass nur noch eine von 6 mitgebrachten Hosen aus Deutschland passt.
  • Viele Dorfschulen haben noch kein elektrisches Licht.

  • Shampoo a la Mexiko hat eben auch ganz mexikanische Inhaltsstoffe: Chili-Shampoo, Avacado-Shampoo, Mango-Shampoo, Nopales-Shampoo,…

  • Korruption ist alles! Wenn es auf’m Amt mal schnell gehen soll, man irgendein Dokument genehmigt haben möchte, dann legt man eben ’n paar Scheinchen in die Mappe und wundert sich, wie schnell die Bearbeitung der Unterlagen plötzlich geht…
  • Wüste gibts übrigens auch in Deutschland und einige nehmen an, wir bewegen uns auf Eseln fort. Hä?!?!
  • Dass lackierte Fingernägel in der Schule verboten sind, wusste ich, aber meine Gastschwester bekam ziemlich Ärger von ihrem Vater, als sie sich ihre Nägel in den Ferien mal lackieren wollte und musste es sofort abmachen!
  • Wenn dir in Mexiko mal teure Sachen geklaut werden sollten, dann such am besten in Mexiko-City auf dem “Geklauten-Markt”. Auf den Straßen im Stadtzentrum sind unzählige provisorische Stände, an denen junge Männer Parfüms, neue bis schon genutzt aussehende Handys (Blackberrys, Iphones,…) und andere Elektrogeräte verkaufen.
  • Und Piraten-Filme zu kaufen ist sowieso das normalste, gibts an jeder Straßenecke. Für 15 Pesos, also 1,20 € bekommt die neuste Kinoklassiker.

  • Für einige Sachen ist es mir unmöglich, mich zu registrieren, weil ich nur einen Vornamen und erst recht nur einen Nachnamen habe. Hier hat man normal zwei Vor- und zwei Nachnamen.
  • Gute Bilanz: 10 Kilo zugenommen nach knapp 8 Monaten!
  • In Teziutlan gibt es glaube ich 4 Ampeln. Zur Erinnerung, 90.000 Einwohner. Statt Ampeln stehen bei Wind und Wetter ein paar dicke Polizisten auf den Kreuzungen und wirbeln mit den Armen herum und pfeifen unangenehm laut auf ihren Pfeifen rum… allerdings reden sie oft lieber mit Kollegen, als den Verkehr zu regeln, sodass dann eben mal alle auf’n Haufen fahren.
  • Nach 3 Stunden Sport komme ich verschwitzt nach Hause… stelle mich unter die Dusche, drehe den Hahn auf… und… 1. Option, ein wenig doof:… eiskalt!!! Okay, dann muss es eben sehr schnell gehen. … oder ich drehe den Hahn auf… und… 2. Option, ziemlich kacke: … nichts!!! Es kommt kein Tropfen Wasser aus dem Hahn. Schade. Aber nach zwei Tagen und mittlerweile 6 Stunden Sport, ist es schon etwas… ähm… unschön.
  • Es gibt hier so ein Kaufhaus, coppel, welches recht groß ist und man einiges bekommt. Bei meinem ersten Einkauf dort, musste ich an der Kasse meinen Namen angeben. Unheimlicherweise, wissen seit diesem einen Einkauf so gut wie alle dort meinen kompletten Namen auswendig!
  • Die Hupe beim Auto ist sowieso Lösung für alles! Klar, wenn man jemanden grüßt. Klar, wenn man genervt ist. Klar, wenn es sich einmal staut, und eben auch,wenn man mal keine Lust hat auf Vorfahrt rücksicht zu nehmen. Dann hupt man vor der Straßeneinfahrt, um den anderen zu warnen, dass er jetzt eben keine Vorfahrt hat.
  • Allerdings ist nicht mit jedem Hupen der Verkehr gemeint… anfangs irritiert stellte ich irgendwann fest, dass sie wegen mir hupen. Und nicht nur das – wieviele sich aus dem Auto hängen und gaffen, das ist der Hammer! Und wenn sie deswegen vergessen weiterzufahren, wenn die Ampel grün wird… hahaha…
  • Zwei Hosengrößen mehr angegessen. Ihr könnt euch vorstellen, ich kaufe öfter mal gezwungenermaßen Hosen.
  • Groß, größer, Mexiko. Viel, mehr, Mexiko. In Mexiko gibt es einfach fast alles in größeren Größen und zudem viel. Bei einer kleinen Supermarktinspektion entstanden diese Bilder… 😉

  • Einen Tag, kam plötzlich Navany, die 14-jährige Tochter meiner Chefs, so gegen 9:00 Uhr ins Büro spaziert… keine Schule??? Hä??? Doch, aber sie hatte wegen der Kälte nicht den Rock, sondern die Schultrainingshose angezogen. Tja, an diesem Tag, war aber kein Sportunterricht für sie, also wurde sie sofort wieder nach Hause geschickt! Falsche Kleidung an!
  • Anstelle von Türklinken, sind hier eher Türknäufe zum Drehen anzutreffen. In deren Mitte kann man einen Knopf eindrücken und damit die Tür abschließen und man braucht keinen Schlüssel.
  • In dem besagten Kaufhaus namens “coppel”, läuft immer schrecklichste deutsche Musik, a la “Hey Baby” oder “Hölle, Hölle, Hölle, Hölle…Wahnsinn, eiskalt lässt du meine Seele erfriern…” allein deshalb graut es mir dort hineinzugehen…
  • Für die anstehenden Präsidentschaftswahlen, beginnen jetzt die Wahlkampagnen. Leicht und günstig zu kriegende Stimmen sind bekanntlich die armen Dorfbewohner. Will ein Kandidat also ein Dorf für sich gewinnen, gibt er einmal ein großes Essen für alle aus oder schenkt jeder Familie einen Sack Bohnen. Und schon stehen alle hinter ihm, er hat ja was tolles gemacht. So einfach ists!
  • In Mexiko gibts keine Tampons!!! Außer ab und zu ein paar sehr seltsame, überteuerte. Sie sind angeblich unhygienisch…
  • Andauernd muss man irgendwo seinen kompletten Namen angeben… nachdem es anfangs ziemlich schief lief, weiß ich mittlerweile wie’s am unkompliziertesten geht: “Tu nombre?” “Carina con C” Pause. “Grunwald – G-R-U-N-W-A-L-D” so buchstabiert klappts dann meist. Einige gucken aber immer noch dumm und drehen mir die Tastatur hin, damit ich ihn selbst schreibe.

Ein Gedanke zu Mexikanische Alltagsgeschichten

  • War für mich sehr interessant und amüsant, deine Alltagserlebnisse zu lesen. Ich bin Schweizerin und lebe nun schon seit 19 Jahren in Mexiko, da wurde mir zum Teil wieder bewusst, was für mich anfangs ungewohnt war und jetzt doch schon selbstverständlich ist. Noch viel Spass in Mexiko und ich freue mich, weiter über deine Erfahrungen zu lesen. Ich bin übrigens Deutschlehrerin und werde deinen Blogg meinen Studenten empfehlen.

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