„Do you guys have animals in Germany?“

Diese und noch viele weitere Fragen wurden uns bisher hier gestellt. Ob wir Coca Cola kennen. Die sollten wir ja unbedingt mal probieren, sehr köstlich. Am Ende wusste ich schon echt nicht mehr, wie ich antworten soll. Eigentlich habe ich auch darauf gewartet, dass irgendjemand fragt, ob wir Kühlschränke oder Häuser in Deutschland haben. 😀 Und ich glaube außerdem, dass die Allgemeinheit der Südafrikaner denkt, dass wir Dutch sprechen. Sehr witzig, wenn wir aufgefordert werden doch mal Dutch zu sprechen. Insgesamt sind die Afrikaner sehr lernfähig.:D Mein Gastbruder lernt auch ganz fleißig Deutsch, da er mich höchstwahrscheinlich nächstes Jahr im Dezember besuchen kommt.

Alles in Allem war der zweite Monat hier nicht sehr spektakulär. Im Moment ist hier Examenzeit in der Schule, eigentlich müsste ich auch jetzt gerade Lernen. 😀 Die Schüler hier schreiben über den gesamten Stoff vom ganzen Jahr, das heißt, ich muss aufholen. 😀 Ich hab jetzt beschlossen, einfach in jedem Examen knapp über 33,33 Prozent zu haben. Das bedeutet, dass ich die Prüfung bestanden habe. Unter 33 Prozent meint logischerweise, dass man nicht bestanden hat. Vielleicht geht mein Plan auf. Ansonsten werde ich einfach auf gut Glück antworten.

Letztes Wochenende waren wir in George in einer riesigen Mall mit noch größerem Kino. Gerade als ich sagen wollte, dass es die größte Mall ist, die ich je betreten habe, meinte meine Gastmutter, dass sie die Mall so gerne mag, weil sie so klein und kuschelig ist. Gut. Als wir dann das Kino betreten haben kamen auch nur Kommentare wie „Why is everything so small in here?!“. Da habe ich beschlossen meinen Mund zu halten. 😀 Wir haben dann den Film „Contagion“ geguckt und waren danach noch in einem Restaurant. Mein Gastvater hat mir dann noch erzählt, dass das Restaurant früher einem heutigen Rugby-Springbok gehört hat.

Btw für alle, die hier ihr Auslandsjahr verbringen werden. Wundert euch nicht, warum ihr am Wochenende um 6 Uhr morgens von Jubelschreien und Freudentränen von eurer Gastfamilie aufgeweckt werdet. Rugby ist hier ziemlich groß, deshalb wird immer, wenn die Springboks spielen, (auch, wenn es nachts um 3 Uhr ist, was schon mal leicht passieren kann, wenn die Weltmeisterschaft in Neuseeland stattfindet!) natürlich auch Fernsehen geguckt. Nach ner Zeit fängt man aber an, sich daran zu gewöhnen und lieber aufzustehen und mitzugucken, anstatt im Bett liegen zu bleiben und sich zu ärgern. 😀

Das war’s mal wieder für’s Erste. Bald fahren wir nach Oudtshoorn und gucken uns die Cango Caves an, darüber schreibe ich dann auch mal wiede einen Post und lade ein paar Fotos hoch. 🙂 Bis dann!

 


4 Gedanken zu "Do you guys have animals in Germany?"

  • Ich würde damals gefragt „Do you have trees in Germany?“
    Nachdem ich dadurch etwas verwirrt war, hab ich (sarakstisch wie ich immer bin) geantwortet „No, we’re gettin our oxygen from oxygen bottles you carry around in your bag“…schade, dass keiner den Sarkasmus verstanden hat^^

  • Hallo Sarah,

    dein Blog ist sehr interessant und du scheinst eine gute Zeit zu haben.
    Georg ist in Joburg bei einer schwarzen Familie untergekommen. Die Famiie hat man gefragt, ob sie ihn für 2 Monate nehmen wollen. 2 Monate lang war alles okay, jetzt wird er von der Famiie gemobbt, vom feinsten. Sie wissen auch gar nicht warum Georg sich nicht mehr wohlfühlt. und wissen nicht was er hat. Er sagte zu AFS dass er eine neue Familie sucht, die ihn auch haben will. AFS hat ihn bedroht und gesagt, wenn er wechseln will haben sie nur jemanden in Soweto oder Limpopo und die Familien seinen wie die alte. Wir suchen nun selbst nach einer neuen Famiie für Georg. Weißt du nicht jemanden? Kannst du deine Family fragen, ob die jemanden kennen, der Georg aufnimmt?
    Wäre echt lieb

    Kerstin Sperling – Georgs Mum

  • Hallo Sarah,

    wir lesen hier noch immer gern deinen Blog. Leider hat sich Georgs Lage nicht grundlegend verbessert, er wohnt bei einer der ärmsten Frauen im Township, die zwar nett … ist aber zu Hause kann er sich nicht fühlen, denn sie hat kaum Geld für sich allein, Georg bestreitet sein Leben fast ausschließlich aus der eigenen Tasche. Wir möchten dich noch einmal bitten, dass du deine Gastelten fragt, ob sie jemanden kennen, der Georg für die restlichen Monate bei sich aufnimmt. Das wär total lieb.
    Ansonsten wünschen wir dir weiterhin viel Spaß und eine gute Zeit.

  • Hallo Sarah,

    hier wieder Georgs Mum,
    ich wollte nur mitteilen, dass Georg von seinen neuen Lehrern aus den schlimmen verhältnissen im Township rausgeholt wurde.
    Sie haben sich an AFS gewandt , es gab diesesmal wohl keine Diskussion.
    Georg wohnt nun wochentags im Internat der neuen Schule, hat wieder regelmäßig Essen und am Wochenende nehmen die Lehrer ihn und Leopold – der in Georgs Klasse geht – mit zu sich nach Hause. Es geht ihm also wieder gut.

    Hast ja lange nichts Neues geschrieben?! Gehts dir gut?
    Schöne grüße an deine Mama in Deutschland von mir.
    Kerstin Sperling

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