Der erste Monat in Mexiko

Ein Monat in Mexiko ist nun schon vorbei. Ein Monat, der mir viel länger vorkommt als nur vier Wochen. In dieser ersten Zeit ist schon sehr viel geschehen und ich weiß gar nicht wirklich, wo ich mit dem Schreiben anfangen soll. Deshalb werde ich einfach im Folgenden meine Eindrücke ein wenig gegliedert aufschreiben.

Wo wohne ich?

Ich wohne bei Miguel, meinem Chef, in einem Viertel namens Plateros, im Westen von Mexico D.F.. Was nur als vorübergehende Lösung gedacht war, ist für mich jetzt zu einer dauerhaften Bleibe geworden. Als Miguel mich fragte, ob ich bei ihm wohnen bleiben oder in eine neue Familie möchte, habe ich mich ohne lange zu überlegen für erstere Option entschieden, da ich mich gut mit Miguel verstehe und die Situation insgesamt sehr positiv ist.Mein Zimmer

Die Arbeit habe ich zu Fuß in 15 Minuten erreicht, vor meiner Haustür fahren die Microbusse zur Metrostation Observatorio los. Ich habe ein eigenes Zimmer und fühle mich wohl hier.

Wo arbeite ich?

Ich arbeite in einem Zentrum names Centro Juvenil Promoción Integral, kurz Cejuv. Cejuv organisiert Projekte für Kinder und Jugendliche verschiedenster Art. Beispielsweise läuft gerade ein Programm, welches Jugendlichen eine Arbeit für 3-4 Monate vermittelt. Um Jugendliche auf dieses Angebot aufmerksam zu machen, verteilten die Mitarbeiter Flyer in den Vierteln und gingen an Schulen. Jeden Tag kommen jetzt viele Interessierte und erhalten im Rahmen des Programmes Arbeitsmöglichkeiten. Andere Projekte von Cejuv sind zum Beispiel Englischkurse, Video- oder Theaterworkshops.Ein Teil des Teams und ich

Miguel ist der Chef von Cejuv, außer ihm gibt es noch um die 25 Mitarbeiter, von denen die meißten Mitte oder Ende 20 sind. Mit mir arbeitet noch Jelena, eine andere weltwärts-Freiwillge aus Hannover. Jelena hatte vor zwei Wochen ein Konzert an einer Schule, in dem sie Gitarre spielt und singt. Am Donnerstag war ihr zweites Konzert.

Letzte Woche Donnerstag und Samstag sind wir mit vier anderen Mitarbeitern in ein Viertel in der Nähe von Cejuv gegangen und haben dort auf einem Spielplatz Pinatas gebaut und Jonglier-Übungen gemacht. Die Idee dahinter war, dass uns die Menschen aus dem Viertel sehen, zu uns kommen und nachfragen, was wir machen. Als eine ältere Frau dann zu uns kam, erzählten wir ihr, dass wir hier ab jetzt wöchentlich einen Zirkuskurs und Spielkurs für die Kinder aus dem Viertel anbieten. Wir gehen jetzt regelmäßig Mittwochnachmittag und Samstagmorgens auf die meißt menschenleeren Spielplätze in diesem und noch einem anderen Viertel und laden die Kinder dazu ein, mit uns zu ein paar Stunden zu verbringen.eine Pinata aus Karton

Bald beginnt außerdem ein Projekt zur Drogenprävention. In diesem Projekt werden Jelena und ich Konzerte an Schulen geben, in denen Jelena singt und Gitarre spielt, während ich dazu im Hintergrund male.

Was mache ich in meiner Freizeit?

Neben der Arbeit habe ich natürlich auch viel Freizeit, die ich nutze,um mich mit der Leben in der Stadt und den Menschen vertraut zu machen. An den Wochenenden treffe ich mich mit Jelena und wir sehen uns die Stadt an, gehen ins Zentrum, trinken Kaffee oder Essen etwas. Um uns zu treffen, müssen wir beide jeweils eine gute Stunde Weg einplanen, um mit der Metro und den Microbussen überhaupt anzukommen. Was mir sehr gut gefällt, ist der Bosque de Chapultepec, ein riesiger Park im Westen der Stadt mit unzähligen Museen, vier Seen, kleinen Verkaufsständen und Sehenswürdikeiten, wie dem Castillo de Chapultepec. Richtung Osten zieht sich von dem Park weg der Paseo de la Reforma mit dem Engel der Unabhängigkeit und vielen Palacio de las Bellas Artesmoderen Hochhäusern. Blick aufs Castillo de ChapultepecEin wenig weiter stößt man dann auf das monumentale Revolutionsdenkmal, welches nur wenige Minuten von dem historischen Zentrum entfernt ist. Im Zentrum selbst ist man auf den schachbrettartig gebauten Straßen ständig von vielen Menschen umgeben, die mit einem an den Cafes, Einkaufsläden und historischen Gebäuden vorbeischlendern.

Zudem habe ich in meiner Freizeit die Möglichkeit, in einem der nicht weit von meinem Haus entfernten Parks zu laufen und zu trainieren, was ich nach Möglichkeit drei bis viermal die Woche mache.Im Museo de la Antropologia

Außerdem unternehme ich auch was mit Miguel, beispielsweise gehen wir mit Jelena und ihrer Gastmutter Edith essen, machen etwas mit seinen Kindern, gehen laufen, kochen oder schauen einen Film.

Ich hoffe, der Eintrag konnte einen groben Eindruck über meinen ersten Monat in einer der größten Städte der Welt vermitteln. Weitere Einträge folgen.


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