Eine Woche nach der Ankunft in Italien

Jetzt bin ich also schon eine Woche in Italien. Oder sollte ich sagen, erst? Schwer vorstellbar, wenn so viel passiert. Allein schon das Arrival-Camp in Rom war eine tolle Erfahrung. Über 400 AFSer aus der ganzen Welt waren in einem Hotel. So viele Kulturen und so viele nette Leute. Ich freue mich jetzt schon sie alle wiederzusehen – in 10 Monaten. Schon nach zwei Tagen habe ich einen ganzen Sack voller schöner Erinnerungen. Viele Fotos und ein Armband aus Guatemala.Ich mit dem Kuchen, den meine Gastschwester mir gebacken hat :)

Am Sonntag ging es um 6:00 Uhr los. Für mich und die anderen der Region „Veneto“. Mit Handgepäck, Koffer und Lunchpaketen beladen, sind wir mit einem Bus zum Bahnhof gefahren. Jede Menge Menschen mit gelben AFS-T-Shirts. Im Zug stieg die Aufregung dann sehr schnell an und kurz vor Venedig war es kaum noch auszuhalten. Als der Zug im Bahnhof einfuhr, standen die ganzen Familien winkend am Gleis, um uns zu empfangen und dann war ich da… bei Carla, Massimo, Francesca und Federico. Ein wirklich schöner Moment, sie endlich sehen zu können. Nach ein paar Fotos sind wir dann nach Hause – nach Mirano – gefahren.

sehr sehr lecker

Das ist jetzt eine Woche her. Am Montag war ich sofort in der Schule. Mein Italienisch ist schon besser geworden, aber es ist immer noch sehr anstrengend. Vor allem in der Schule, wenn man mitschreiben oder zuhören muss. In den ersten Tagen, bin ich nach dem Mittagessen sofort eingeschlafen und erst wieder aufgewacht, wenn ich geweckt wurde :). Das Essen ist natürlich toll. Jeden Mittag gibt es Pasta, aber immer auf eine andere Art zubereitet. Abends gibt es dann wieder irgendwas sehr leckeres, zum Beispiel Pizza. Und dann natürlich das Eis. Göttlich. Noch nie habe ich so leckeres Schokoladeneis gegessen. Alles in allem muss ich sagen, dass ich viel zu viel esse. Mein Magen ist schon leicht angeschlagen :).

In Venedig war ich auch schon und natürlich ist die Stadt wunderschön. Zweimal in der Woche fahre ich ab nächster Woche dahin – für einen Sprachkurs mit den anderen AFSern. Am Dienstag kriegen wir eine Führung, weil wir beim letzten mal nur das gesehen haben, was auf unserem Weg lag. Da habe ich dann ein kleines Stückchen Zuhause gefunden. Ein Dönerladen in Venedig mit der deutschen Aufschrift: Dönerproduktion. Ein bisschen Berlin in der sonst noch fremden Umgebung 🙂

Ich könnte noch viel mehr schreiben. Jeden Tag passiert etwas Neues, aber das ist der grobe Rahmen. Bald melde ich mich wieder. Jedenfalls bin ich gut angekommen und glücklich. Meine Familie ist toll und auch wenn man sich manchmal ein bisschen einsam fühlt, ist es schon jetzt eine tolle Erfahrung.


4 Gedanken zu Eine Woche nach der Ankunft in Italien

  • Hey, ich finde es richtig richtig süß wie du über deine ersten Wochen berichtest.
    Ich spiele auch mit den Überlegungen nächstes Jahr nach Italien zu gehen, weil mich dieses Land fasziniert, von den Menschen an bis über zu der Sprache und der Landschaft. Ich spreche leider kein Wort italienisch, hier gibt es keine italienischsprachige Schule. Deshalb würde es mich interessieren ob du bereits Sprachkentnisse hattest als du ankamst? Und wie das Schulleben so in Italien ist, ich bin 16 und beende dieses Jahr meinen Realschulabschluss, würde danach gern mein Abi nachholen, davor jedoch gern ein Jahr ins Ausland gehen, am Liebsten schon Italien oder vielleicht England.
    LG

  • Wegen der Sprache wuerde ich mir keine Sorgen machen :). Ich habe einen Sprachkurs in einer Volkshochschule gemacht, als ich erfahren habe, dass ich nach Italien komme, aber alle anderen Teilnehmer waren so um die 50 und ich habe nicht viel gelernt :P. Ich bin jetzt seit zwei Wochen hier und habe schon so viel gelernt. Kann mich inzwischen ziemlich gut verstaendigen. Das geht wirklich schnell. Die Schule ist fuer mich noch ziemlich anstrengend, weil ich nicht viel verstehe. Man hat aber immer nur 4 oder 5 Stunden (aber auch am Samstag). Es gibt relativ viele Hausaufgaben – die ich oft noch nicht machen kann, aber spater, wenn ich besser spreche, werde ich das wohl auch machen muessen. Aber man ist halt immer schon um 12 oder 13:00 zu Hause 🙂
    Liebe Gruesse 🙂

  • Sicherlich gewöhnt man sich an alles, vorallem mit dem samstags zur Schule gehen, aber ist ja immerhin ein anderes Land und anderes Land – andere Kulturen 🙂
    Bin ich ja beruhigt, dass das mit der Sprache nicht das größte Problem wäre.
    Ich hab nun kaum Vorstellungen wie das alles ablaufen würde, klar habe ich schon viele Erfahrungsberichte gelesen, aber die Fragen, wie das mit der Bezahlung ist oder mit der Gastfamilie, stehen immernoch offen. Darf man sich denn die Familie selbst herraussuchen und wie viel kostet es denn in deinem Fall jetzt, bzw was musst du bezahlen? Wie ist denn deine Familie im Großen und Ganzen? Ich drücke dir auf jedenfall die Daumen, damit alles super schön wird und du gut mit deiner Familie klar kommst und viele nette Leute kennenlernst! lg

  • Die Familie kannst du dir nicht aussuchen. Das macht AFS. Wie das genau laeuft weiss ich auch nicht, aber es wird dann so weit ich weiss nach deinen Interessen geschaut und dann wird die richtige Familie fuer dich gesucht 🙂 Ich musste halt den grossen Preis an die Organisation bezahlen.. dafuer, dass ich dieses Auslandsjahr machen kann. Die Schulbuecher und den Schulweg bezahlt AFS. Auch die Fahrtkarten zu den Camps. Aber alles was du in deiner Freizeit machen moechtest, bezahlst du. Also zum Beispiel Sportkurse. Und halt die Sachen zu deinem Vergnuegen wie Eis oder Buecher.. keine Ahnung 🙂 Bei mir laeuft alles ganz gut… ist natuerlich nicht immer einfach, aber laeuft schon. Ich vermisse alle zu Hause, aber ist natuerlich auch hier toll! 😉

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