Halbzeit oder: Time flies when you’re having fun!

Oh mein Gott!!! Mehr als die Hälfte meines Jahres hier ist schon um…wahhhhh sogar noch mehr: schon mehr als acht!! Monate lebe ich

....Es ist herrlich!!.... 🙂

jetzt schon hier in Kolumbien! Echt unglaublich wie schnell die Zeit vergeht..aber mal ehrlich es ist ja nicht so wie wenn ich nichts gemacht hätte in dieser Zeit. Ganz im Gegenteil… Ich habe wirklich unglaublich viel erlebt seit ich hier angekommen bin. Ich muss zugeben es waren auch einige Erfahrungen dabei, die ich mir gerne gespart hätte aber es waren Erfahrungen und ich habe daraus gelernt vor allem aber habe ich wirklich sehr sehr viel gelernt über mich, über andere Personen im Allgemeinen aber am Meisten über Kolumbien und seine Kultur!

Der Großteil des Kollegiums

Also ihr Lieben,  wo soll ich anfangen?! Vielleicht einfach ein kurzes Update zu meiner Lage: Ich bin sehr sehr glücklich in meiner Gastfamilie, sehr glücklich in meinem Projekt, glücklich in Ubaté und meeeega glücklich in Kolumbien <3. 🙂 Meine Arbeit in der Schule macht immer noch Spaß, kein Tag ist wie der andere und es gibt immer neue Überraschungen (von verschiedenen sportlichen Aktivitäten über Großveranstaltungen im örtlichen Stadion bis hin zum Tag des wahlweise, Lehrers, Ausländers, der Freundschaft oder des Drachens alle mit eigener Feier irgendwelchen Spielen, Tänzen oder Bastelarbeiten ahjaaa Papa ich habs geschafft einen Drachen zu basteln und er fliegt sogar!! 🙂 ). Meine kids wachsen mir echt ans Herz, zugegeben sie sind oft sehr anstrengend aber es sind eben Kinder. Außerdem jedes Mal wenn ich in die Klassen komme brechen alle kleinen Schüler erst mal in Jubelschreie aus und ich werde stürmisch umarmt, die großen Schüler begrüßen mich mit Küsschen und strahlen mich an. Nach dieser Prozedur freue ich mich erstens ziemlich und dadurch bin ich zweitens weniger gestresst :). Ubaté ist immer noch ruhig bis langweilig aber Bogotá ist zum Glück nicht weggelaufen. Meine Gastfamilie ist und bleibt der Hammer: Wir reden über alles, machen fast so viel Blödsinn wie in meiner „Blutsfamilie“ 🙂 und sie vertrauen mir (hat zumindest den Anschein 🙂 ), denn sie lassen mich eigentlich machen was ich will, solange sie wissen mit wem ich wann, wo unterwegs

Jetzt weiß ich wie Spiderman sich gefühlt haben muss...Wasser im Gehirn 😀

bin und sie nicht vernachlässige :). Dadurch, Ferien und meinen entspannten Chef, habe ich die Möglichkeit viel zu reisen. Inzwischen habe ich schon mehr als die Hälfte der Orte gesehen, die ich in diesem Jahr kennenlernen wollte. UND ES IST NOCH NICHT GENUG!! 🙂 Dieses Land ist soo groß, hat sooo viele unglaublich schöne Plätze und einfach derartig viel zu bieten…ein Jahr reicht einfach nie und nimmer um es komplett kennenzulernen. Aber keine Angst Mum, ich bleibe nicht noch länger..zu kompliziert ein anderes Visum zu bekommen und ich müsste den Rückflug bezahlen. Zudem will ich mit meinem Studium anfangen und ich gebe zu es wäre inzwischen doch mal wieder ganz schön meine Familie und Freunde nicht NUR über Skype zu sehen! Gleichzeitig habe ich aber jetzt schon wirklich Panik vor dem Abschied, denn ich habe hier so unglaublich liebe Menschen kennengelernt, die mich obwohl sie mich nicht sehr lange kannten sofort ins Herz geschlossen haben. Na ja fünf Monate sind ja auch nicht gar nichts mehr..zum Glück :). Tja und in dieser Zeit werde ich jetzt noch die mir fehlenden Teile Kolumbiens abklappern: u.A. Medellín, die „Llanos“-Gegend und den Amazonas.

Da ich so viel gereist und nicht ganz so schnell mit dem Blog bin gebe ich jetzt eine „Kurzfassung“ meiner Abenteuer. 🙂

Cartagena oder: Vamos  a la playa, calienta y sol!

Und da kam er dann auch endlich: Mein erster richtiger Urlaub hier in Kolumbien. Eine Woche vor Beginn der Osterferien lud mich meine Gasttante nach Cartagena in ihr Apartment ein. Für diejenigen, die mit kolumbianischer Geographie nicht ganz so bewandert sind: Cartagena liegt an der kolumbianischen Karibikküste und ist eine der schönsten und ältesten Städte Südamerikas. Da die Flüge unglaublich teuer waren, in der

Die Polizeichefin des Busterminals in Cartagena, die mich dort auch gleich in Empfang genommen hat 🙂

Semana Santa fliegt nämlich beinahe jeder Kolumbianer in die Karibik, kaufte ich stattdessen die Hin- und Rückreise im Bus, kostete 300 000 Pesos, ca. 120€. Die anderen hatten ihre Flüge schon vor einigen Wochen gebucht, deshalb fuhr ich am Freitag, 15.04. um sechs Uhr abends vom Busterminal in Bogota allein los in Richtung Cartagena. Kurze Zusammenfassung meiner ersten Über-Nacht-Busreise: Bus mega voll, ich saß neben einem jungen Schwarzen, der die halbe Nacht fröhlich vor sich hin geträllert hat, viiiiele Filme in den 24! Stunden Fahrt, Sitze bequem aber leider kaum Platz für meine Beine –>Schmerzen, trotzdem irgendwann geschlafen, nach dem Frühstück fasst den Bus verpasst..typisch.., durch wunderschöne Landschaften gefahren, zum ERSTEN Mal in meinem Leben einen Mangobaum gesehen :), irgendwann doch endlich am Meer angekommen und fast erschlagen worden von der Hitze um 7 Uhr abends in Cartagena, dann 2h auf meine Tante gewartet, denn ihr Flieger hatte Verspätung.

Während ich dann da so vor dem Terminal saß machte ich ein paar interessante Bekanntschaften. Mich versuchten nämlich ca. tausend Leute anzuquatschen aber das Schöne ist, dass man als offensichtlicher Ausländer ja immer so tun kann als würde man es nicht verstehen. Als aber plötzlich eine Polizistin vor mir stand und mit mir reden wollte war ich dann doch etwas überrascht. Als sie mich dann bat mit ins Polizeibüro zu kommen war ich vollkommen verwirrt, kam aber trotzdem mit…ich hatte ja fast keine Wahl. Scheinbar wollte die Polizistin mich nur in Sicherheit wissen, deshalb sollte ich mit in ihr Büro. Ich unterhielt mich eine ganze Weile mit ihnen bis ich von meinen Tanten abgeholt wurde.

Leonor und Martha, zwei der neun! Schwestern Luz Helenas

Leonor, genannt Leo, ist Luz Helenas Schwester und hatte mich ursprünglich zu dem Trip eingeladen. Auch ihr Mann Samuel und ihr Sohn David waren dabei. Meine andere Tante heißt Martha, ihr Mann Hernan und ihre Tochter Lina waren mit von der Partie. So fuhren wir alle zusammen zu unserem Hotel ca. 45 min außerhalb von Cartagena, wo wir alle zusammen in einem Apartment wohnten. Es war schon ziemlich spät aber ich wollte unbedingt noch ans Meer (von wem hab ich das nur?!? Hab dich lieb, Omi 🙂 ). Mit Lina und David sprang ich natürlich auch gleich noch in die Wellen. Danach war ich dann froh endlich vernünftig schlafen zu können.

Am ersten Tag wachte ich bei strahlendem Sonnenschein auf und sprang erstmal in den herrlichen, rießen Pool. Dann ging es erstmal riiiichtg gut frühstücken mit den typischen Arepas der Küste: Arepa huevos. Das sind Arepas also sowas wie ein rundes Küchlein aus Maismehl die frittiert werden, aufgeschnitten und ein rohes Ei eingefüllt wird, danach wird es nochmal frittiert damit das Ei stockt. Super lecker die Dinger! 🙂

Stolze Kolumbianerin..zumindest schon zur Hälfte 🙂

Die folgende Woche war der Hammer!! Erstens ist Cartagena eine wunderschöne Stadt mit einer sehr interessanten Geschichte, zweitens waren meine Begleiter ausgesprochen nett, wir hatten viel Spaß und es wurde auch immer ein Programm für uns Jüngere gemacht z.B. Jetski fahren –> <3 !! Eigentlich ist Cartagena auch ganz nett zum Feiern gehen aber da unser Hotel so weit außerhalb lag hätte das Taxi Unmengen gekostet und so sind wir nur einmal mit der „Chiva“ gefahren. Die „Chiva“ ist ein offener Bus mit Bankreihen und ist ein Partybus mit Band. Mit diesem Gefährt kurvt man abends durch die ganze Stadt und hält an allerlei Clubs und Bars. Really amusing! 🙂

Cartagena hat eine sehr schöne koloniale Altstadt, die von alten Festungsmauern umgeben und mit beeindruckenden Befestigungsanlagen versehen ist. Für mich war das alles natürlich hochspannend, für meine Familie nicht so sehr, da Cartagena das Touristenziel Nummer eins für die Kolumbianer ist, sie also schon recht oft da waren. Die Stadt hat mich sehr beeindruckt…sie hat ihren ganz eigene Charme, vor allem nachts. Aber belassen wir es dabei: Bilder sagen schließlich mehr als tausend Worte. 🙂

Schule oder: trotzdem auf Reisen 🙂

Nach der Osterwoche wurde ich leider erst einmal ziemlich krank; Grippe mit hohem Fieber und allem was dazu gehört. Nach einer

Anika, Yan und ich in "Piscilago", einem Wasserfreizeitpark in Girardot

Penicillin Injektion in meinen Allerwertesten ( ja es tut weh..aber ein Indianer kennt keinen Schmerz!) ging es dann aber wieder bergauf. In der Schule gab es nichts wirklich Besonderes…und wenn habe ich es euch schon erzählt. Es war einfach Alltag in Ubate: aufstehen, arbeiten, Mittagessen, Sachen erledigen, sich mit Freunden treffen, abends um 7 (kolumbianische Zeit, d.h. es kann auch mal halb 9 werden 🙂 ) mit Luz Helena nach Hause fahren, kochen, fernsehen, schlafen. Es war auch sehr schön zu merken, dass sich alles eingependelt hatte und ich mich einfach eingelebt hatte in „Ubatexas“, wie ein Freund von mir zu sagen pflegt. 🙂

Da die Kolumbianer ziemlich wenige Ferien haben (im Jahr 15 Tage) gibt es immer wieder sog. „Puentes“ das bedeutet, dass wenn Feiertage sind sie immer auf den darauffolgenden Montag gelegt werden. Es gibt also zum Ausgleich der wenigen Ferien viele verlängerte Wochenenden. Anfang Juni traf ich mich an ebensolcher Puente mit Yan, einer Deutschen die in Popayan wohnt, und Anika, einer Deutschen die in Medellin wohnt, um mit ihnen nach Girardot zu fahren. Girardot liegt drei Stunden von Bogota entfernt und es ist mega heiß, weil es unter dem Andenhochplateau von Bogota liegt. Wir haben gefeiert, gebadet und stundenlang am Pool gequatscht.

Der Canyon de Chicamocha...der Grand Canyon Kolumbiens...ein Naturschauspiel!!

Mitte Juni bin ich mit dem kompletten Kollegium nach San Gil gefahren in ein wunderschönes Hotel, das uns auch gar nicht viel gekostet hat, weil die Lehrer-Gewerkschaft etwas dazu gegeben hat. 🙂 Dieser Aufenthalt war mehr als unterhaltsam, denn die Lehrer sind alle nicht ganz normal und auf einem Haufen völlig verrückt aber da passe ich ja ganz gut rein. 🙂 Es wurde viel getanzt, getrunken, wir sind Raften gewesen und haben den Grand Canyon Kolumbiens angesehen. Ich wollte immer in die USA nur um den Grand Canyon zu sehen..jetzt muss ich da nicht mehr hin. Der Canyon de Chicamocha ist so AUSSERORDENTLICH beeindruckend!! Ich war völlig hin und weg von dieser Landschaft!!! 🙂

Der Garten in Chinauta, wo wir unser Midstay hatten.

Vor den Pfingstferien hatten wir unser „Midstay“ Ende Juni wo sich alle deutschen Freiwilligen, die mit mir nach Kolumbien gekommen waren, auf einer Finca in der Nähe von Bogota getroffen haben. Fünf Tage unsere bisherigen Erfahrungen in Kolumbien erörtern, Probleme ansprechen und versuchen zu lösen und natürlich einen Haufen Spaß haben. Die Finca war in Chinauta, ca. eine Stunde von Bogota und hatte einen tollen Garten mit tausend Mangobäumen von denen wir uns täglich frische, süße, sonnengereifte Früchte geholt haben und im dortigen Pool gegessen haben. 🙂

Übrigens bin ich langsam doch etwas genervt wegen dem Klima in Ubate, denn ich habe inzwischen festgestellt, dass 98% Kolumbiens wärmer ist als Ubate, bzw. Bogota und ich muss ausgerechnet in den kalten 2% landen..zudem muss man von Bogota aus nur eine Stunde in den Süden fahren und schon ist es herrlich warm, fährt man aber eine Stunde in den Norden ist es immer noch genauso kalt, bzw. noch kälter und man landet in Ubate. Ich meine, ich mag Ubate und die Landschaft ist und bleibt atemberaubend, aber ein bisschen wärmer hätte nicht geschadet! Andererseits bin ich so viel unterwegs, dass ich nie sooo furchtbar lange in der Kälte sitze. 🙂

Die nächste große Reise stand in den Ferien Anfang Juli an.

Der Süden Kolumbiens oder: zwei Monos auf Reisen

Mit Michael, genannt Micha, einem Deutschen der in Sogamoso wohnt und dort wie ich in Schulen Englisch unterrichtet, ging ich vom

Der berühmte Uhrenturm der weissen Stadt bei Nacht.

27.06. bis zum 09.07. auf Rucksacktour. Die Stationen waren wie folgt: Popayan, San Augustin, Cali und die Pazifikküste. Es war recht amüsant: wir hatten schon vor Monaten gesagt, dass wir in den Pfingstferien eine Tour in den Süden machen wollen aber wirklich geplant haben wir dann erst in der Woche vor der Abreise. 🙂

So trafen wir uns dann Sonntagabend am Busterminal in Bogota in der Hoffnung es gäbe noch Plätze im Bus nach Popayan, einer Stadt die 12 h südlich von Bogota liegt. Es gab jede Menge…scheinbar wollen nicht so viele Menschen dorthin. Am nächsten Tag stellte sich dann aber heraus, dass diese Tatsache eigentlich recht verwunderlich ist, denn Popayan (oder „La ciudad blanca“ = „die weisse Stadt“) ist klein, etwas wärmer als Ubate und außgesprochen hübsch, da fast alle Häuser strahlend weiss sind. Außerdem gibt es ein Juan Valdez Café, was meine Freundin Yan auch gleich dazu nutze mich aus dem Bett zu holen. 🙂

Zähne zeigen! 😀 Micha und Yan

Kurze Zwischeninfo: „Juan Valdez“ ist der Markenname eines Zusammenschlusses kolumbianischer Kaffebauern. Es gibt eigentlich in jeder größeren Stadt mindestens ein Juan Valdez Café und der Kaffee dort ist der Beste, den man in einem Café bekommen kann! Ich liebe diesen Kaffee!!!!! Immer wenn ich in Bogota trinke ich pro Tag mindestens einmal dort Kaffee, Cappuccino, Café Irlandes oder momentan mein Lieblingsteil: ein Nevado de Café (Kaffe gemixt mit Eis) mit Browniestückchen drin und Sahne obendrauf –> leeeeeeecker!!!! Jaa, Kolumbien das Land des Kaffees. 🙂 Leider ist Juan Valdez für kolumbianische Verhältnisse recht teuer..aber so oft hab ich ja auch nicht die Gelegenheit.

Besagte Yan wohnt in Popayan und arbeitet dort in einer Behinderteneinrichtung. Wir blieben nur zwei Tage dort, trotzdem gab es ein reichhaltiges Programm: Stadtbesichtigung, Thermalquellen-Bäder, Kino, Essen gehen und zusammen in unserem Hostel kochen.

Dann fuhren wir aber mit dem Bus durch den Dschungel los Richtung San Augustin. Nach langer, holpriger Busfahrt + einstündiger Panne kamen wir dann im von Popayan südöstlich gelegenen San Augustin an. Ein Dorf inmitten einer atemberaubenden Landschaft und mit sehr interessanter Historie. In San Augustin wurden Gräber entdeckt, die von einer der ältesten Hochkulturen in Lateinamerika stammen. Die sog. San-Augustin-Kultur entwickelte

Die Grabfiguren der San Augustin Kultur

sich im 5. Jahrhundert v.Chr. und reicht bis ins Jahr 1000 n.Chr. In den Gräbern fand man Steinstatuen, die bis zu 3 Meter hoch sind. Bis heute wurden über 300 Statuen gefunden. Außer den Statuen fand man aber kaum andere Quellen, weder Bilder noch eine Art Schrift, aus denen man mehr über diese Kultur erfahren kann. So bleiben viele Fragen offen und z.B. der Grund warum diese Kultur plötzlich verschwand, rätselhaft. In San Augustin ist ein Archäologiepark entstanden in dem man die Statuen besichtigen kann. Es ist Weltkulturerbe. Wir übernachteten wir in einem der schönsten Hostels, das ich je gesehen habe: der „Finca el Maco“, die Schweizern gehört. Der Gruppenschlafraum ist aus Bambus so wie eigentlich fast alle Bauten, inklusive der Betten. Die verschiedenen Häusschen sind knallbunt bemalt und liegen in einem malerischen Garten verstreut, in dem auch mehrere Feuerstellen sind. Das Hostel ist gleichzeitig ein Restaurant…und was für eines. So gutes Essen wie dort hab ich schon lange nicht mehr gegessen. Es gibt ganz unkolumbianisches Essen: italienische, asiatische, französische oder auch schweizer Leckerbissen und ein geradezu himmlisches Frühstück mit selbstgebackenem, noch warmen schweizer Brot, selbstgemachter Erdbeermarmelade und wahlweise Rührei oder frische Früchte mit Joghurt und Müsli, dazu einen frischen Saft und wahlweise Kaffee oder heisse Schokolade. Es war unglaublich gut!!! 🙂 Außer gegessen haben wir in den folgenden Tagen noch eine halbtägige Reittour gemacht und waren auf dem Magdalena-Fluss Raften und im vom Flusswasser-gespeisten Pool schwimmen. San Augustin gehört für mich zu den absoluten Hot Spots Kolumbiens!!

über Cali 🙂

Da wir es dort so schön fanden blieben wir noch eine Nacht länger und fuhren dann weiter nach Cali, einer der drei größten Städte Kolumbiens und Hauptstadt des Salsa. Wir blieben mit Yan, die dort zu uns stieß, zwei Nächte und ich muss ehrlich sagen meine Erwartungen von dieser Stadt wurden etwas enttäuscht. Ich kann nicht genau sagen wieso aber ich dachte die Stadt sei schöner. Zugegeben nach San Augustin hatte es Cali nicht gerade leicht und vielleicht habe ich nochmal Zeit hinzufahren und mich von den Caleῆos vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Jedenfalls lernten wir einen netten, verrückten Japaner kennen mit dem wir die Stadt besichtigten. Eigentlich wollten wir auch in einen Salsa-Club wurden aber leider nicht eingelassen, weil Micha kurze Hosen trug. 🙁

So verabschiedeten ich und Micha uns am Dienstag von Yan und Takaaki und machten uns auf den Weg an die Pazifikküste. Wir wollten nach „Ladrilleros“, ein Dorf an der Küste, das man nur mit dem Boot erreichen kann. Also kamen wir mit dem Bus in Buenaventura an, einer

Die Pazifikküste.... 🙂

furchtbar hässlichen Stadt von der aus aber Boote und Schiffe in alle Welt starten. Die Überfahrt nach Ladrilleros war super spannend, denn die Pazifikküste ist wunderschön: stellt euch eine Felsensteilküste vor die immer wieder unterbrochen ist, diese Abschnitten sind wunderschöne einsame Buchten mit Sandstrand und dahinter ein Meer aus Grün soweit das Auge sehen kann. 🙂 Ich war völlig hin und weg (und dachte: „Mama, das würde dir gefallen!!“ 🙂 ) und hatte einigen Spass, denn dort mit dem Boot fahren ist wie Achterbahn fahren. 🙂 Angekommen ging es mit riesigem Rucksack (jaaa ich bin nicht so gut im Mich-Einschränken was Gepäck angeht…führt dazu, dass ich kaum gehen konnte, weil mich mein Rucksack immer am Boden festgenagelt hat…:) ) auf den örtlichen Taxis (Mottorrädern) zur Hotelsuche. Gefunden haben wir eins das einem richtig netten Ehepaar gehört,

Die Felsenküste und dahinter das unendliche Grün des Waldes 🙂

das sich goldigst um uns gekümmert hat und wir immer sehhhr leckeres Essen bekommen haben v.a. Fisch. 🙂 Die meiste Zeit haben wir in Ladrilleros in den Hängematten des Hotels und am schwarzen Strand verbracht, der Sand dort war ganz schwarz…sah irre aus. 🙂 Micha ist handwerklich begabt 🙂 und hat ständig irgendetwas geschnitzt (und sich ständig geschnitten…) oder gebaut oder gesammelt oder sonstwas während ich meist faul in der Sonne oder unter dem von ihm gebauten Sonnenschutz lag.

Die Pazifikküste ist eines der ärmsten Gebiete Kolumbiens und wohl deshalb noch nicht sehr touristisch erschlossen obwohl sie so schön ist. Auch die Pazifikküste gehört für mich zu den Hot Spots dieses derartig schönen Landes. Übrigens hat es dort keinen Badestrand zum Vor-sich-hin-dümpeln sondern es hat richtige mega Wellen von denen man sich meterweit an den Strand spülen lassen kann. 🙂 Herrrrrrrrrrrrrrlich!!! Tja irgendwann war dann aber auch dieser Urlaub zu Ende und es ging mit Boot, Bus und nochmal Bus zurück nach Bogota.

Sonnenuntergang und ein kühles Bier: paradiesisch! 🙂 🙂 🙂

Bueno, genug der Stories…es fehlt zwar noch einiges u.A. der Urlaub mit meiner Schwester <3 die mich hier besucht hat und mein San Andres <3 Urlaub aber jetzt habt ihr erstmal wieder genug zum Lesen und Anschaun. 🙂

PS: „Mono“ heißt übrigens sowas wie „Blondie“ das ist sowas wie mein zweiter Vorname hier…man wird ständig! so genannt oder auch Gordo (Dickerchen) , Negro (Schwarzer) oder was auch immer viele werden hier nicht beim Namen genannt sondern einfach so angeredet. Es ist aber nicht böse gemeint sondern einfach normal hier und auch meistens liebevoll gemeint…und wenn eben mehrere Blondies zusammenunterwegs sind, denken alle hier das man, wenn schon nicht verwandt, doch zumindest ein Paar sein muss. 🙂 Übrigens meinen auch sehr viele Kolumbianer dass alle Deutschen groß, blond und blauäugig sind…nur mal so 🙂

 


Ein Gedanke zu Halbzeit oder: Time flies when you’re having fun!

  • Hallo ihr Lieben! Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat und tut mir leid, dass es so viele Bilder sind..aber ich hab noch viel mehr…ich versuch sie in nächster Zeit dann noch zu kommentieren.. 🙂

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