Ich packe meinen Koffer…

… und versuche irgendwie mein Leben in Deutschland darin zu verstauen. Jetzt gönne ich mir erstmal eine Pause, da ich gerade an dem Versuch verzweifele. Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Wie soll ich denn auch 80 % meiner Sachen aussortieren?

Jedes Mal, wenn ich an dieser Frage scheitere, ereilt mich ein höchst dramatischer Schwächeanfall und ich muss erstmal eine Pause machen. Klasse. Das kann ja noch lustig werden. Heute ist Montag. Am Freitag fliege ich ab. Vier Tage habe ich noch, um alles zu schaffen. Viel zu wenig.

Die letzten Tage hier in Deutschland rauschen nur so an mir vorbei. Auf einmal geht alles viel zu schnell. Am Sonntag war mein Abschiedsfest und plötzlich stand ich da und musste den ersten Leuten tschüss sagen, die ich jetzt ein Jahr lang nicht mehr sehen werde. Ein wirklich komisches Gefühl und wirklich nicht schön. Jetzt liegt hier ein Haufen mit den schönsten Abschiedsgeschenken, die man sich vorstellen kann und ich kann nicht glauben, dass sie bald praktisch alles sind, was ich noch von meinen Freunden habe, solange ich in Italien bin. Morgen wird es dann ernst und ich muss mich von meiner Klasse verabschieden. Ich kann es mir wirklich noch nicht vorstellen. Was mache ich denn ohne die ganze Truppe? Diese letzten Tage sind der seltsamste Teil der Hopee-Zeit. In einem Moment bin ich voller Vorfreude, kann es kaum erwarten und kurz darauf habe ich große Angst davor alles zurückzulassen. Um es zusammenzufassen: gemischte Gefühle vor der Abreise. Sobald der Flieger abhebt, fallen mir bestimmt ein paar große Steine vom Herzen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und freue mich natürlich trotz Abschiedsschmerz unglaublich auf diese 10 Monate.


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