Escola und Alltag

Schule:
In meiner zweiten Woche hier bin ich das erste mal in die Schule gegangen. Meine Klasse ist totaaal lieb und witzig. Sie wollen andauernd was unternehmen, auf Feiern oder Konzerte mit mir gehen oder mir brasilianische Dinge zeigen! ^^ Z.B. Funk ( es gibt hier kaum Jugendliche die Funk nicht moegen… 😉 )
Wir haben jeden Tag von 7 Uhr bis um 12:40 Uhr Schule, also sechs Schulstunden mit jeweils 50min… Und nur nach der 3. Stunde eine Pause! :O 

Ich versuche natürlich den Unterricht zu verstehen, aber die Art und Weise, wie unterrichtet wird, ist einfach anders von der an meiner Schule in Deutschland… und ich kann die Lehrer noch nicht verstehen. Viele Dinge verstehe ich aber doch im nachhinein… Aber der Frontalunterricht ist eben zermuerbend.

Alltag:
Morgens um viertel vor sechs klingelt mein Handywecker… Versuche möglichst leise zu sein, weil ich ja mit meinen Schwestern in einem Zimmer bin. Um halb 7 frühstücken dann mein Vater, mein Cousin und ich dann immer. Obwohl ich das Frühstück ziemlich wenig finde 😀 Brötchen und Salzbutter und Kakao (oder versüßter Kaffee)…

Um 7:50 gehts mit dem Auto meiner Eltern los zur Schule. 5 Minuten später sind wir dann da. Und aus meiner Klasse sind vielleicht 5 Leute von den 25 schon da… Unsere Klasse wurde in 2 kleinere geteilt, deswegen nur noch 25.  Um halb 8 sind dann alle da und wir machen 20 Minuten Unterricht. Danach sollte eigentlich sofort die nächste Stunde beginnen, aber bis der (die) Lehrer(in) tatsächlich beginnt, vergehen schon mal 10 Minuten.  In der Pause zwischen der 3. und 4. Stunde rennen alle nach draußen… in den Schatten. Einige sagen, sie moegen Wolken/Regenwetter lieber als die Sonne…ich kann da nur sagen: JUHUU!! Sonne!!! Aber dann sehen sie mich nur verstaendnislos an 😉 In der Pause kann man sich was Suesses, Warmes oder ein Guaravita kaufen und Volleyball/Fußball spielen. Wenn es wieder zum Pausenende klingelt, bleibt fast jeder noch im Pausenhof 7 Minuten stehen… Nach Schulende freuen sich alle darauf endlich rauszukommen und nach Hause zu gehen. Ich werde gemeinsam mit meiner Cousine von meiner Tante  abgeholt und nach Hause gefahren. Tante und ich

Dann gibt’s Mittagessen. Selbstgemacht von der Hausangestellten… Ist hier wohl normal… Natürlich als Grundnahrungsmittel: Bohnen, Reis und irgendeine Art von Fleisch (variiert von Tag zu Tag). Dazu Salat, Farofa und manchmal auch Karotten- oder Kartoffelpüree. Jeder isst wann er will. Man kann sich einfach seinen Teller schnappen, in die Küche gehen und sich selbst bedienen. Mein Vater und meine Mutter kommen dann immer von der Arbeit und bleiben zwei Stunden zum Essen und Ausruhen…

Nach dem Essen umziehen (*Schuluniform… 😉 ) und entweder nachher mit den Eltern zur Arbeit im Centro oder zu Hause fernsehen… Dienstags und Donnerstags muss ich mit ins Centro. Portugiesischunterricht mit AFS. Die Schule ist fast direkt neben der Arbeit meiner Eltern. Und da Campos nicht unbedingt so eine große Stadt ist, kann man gefahrlos dorthingehen als „Fremde“. Um halb 8 gehts dann meistens nach Hause. Vorher holen wir meine beiden Schwestern von ihrem Englischunterricht ab. Das Auto ist immer voll… Nicht nur dann: auch wenn wir am Wochenende zur Tante die 3km fahren: Gastmutter, 2Schwestern, 1Bruder, 2 Cousine & Cousin und ich… da sowieso die Verkehrsregeln nie so genau genommen werden, stoert das dann eben keinen, wenn wir mal eben full house durch die Gegend kutschieren 😉

Abendbrot mit Brötchen (Pão Francês) und Salzbutter und Getränk. Danach sehen wir immer noch eine Telenovela, reden oder sehen einen Film an. Um frühestens halb 9 geht’s ab ins Bett (rechnet mal die Zeit in Deutschland aus…). Am Wochenende gehen wir immer noch weg. Also wird es da frühestens ein Uhr morgens… schlafen als Ausgleich dafür aber sehr lange und gemütlich aus… Die Wochen hier kommen mir viel zu kurz und gleichzeitig zu lang vor… Heute morgen kam’s mir so vor als wär’s erst Dienstag (heute ist FREITAG) und ich kann’s nicht fassen, dass schon fast 2Monate um sind!

Vermissen:
Tue ich die verrücktesten Dinge aus Deutschland: Frühaufstehen, das Trinken aus dem Wasserhahn, die dicke Decke und Kissen, die Sauberkeit (Muell in die Tonne etc. …) 🙂
Auch wenn ich dachte, dass es eigentlich doch zu früh zum Vermissen ist… Aber wenn ich mal traurig bin, ist immer jemand im Haus, der mich mit Sicherheit davon ablenkt. Größtenteils jetzt meine Schwestern (Lehrerstreik, keine Schule) wozu ich mit Freude sagen kann, dass ich ziemlich gut mit ihnen befreundet bin 😀 Schwestern!


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