Toll, Ein Anderer Macht’s!

Diese Definition von „TEAM“ habe ich nie so extrem erlebt wie an diesem Wochenende. Für das Million Tree Project unserer Gastorganisation Roots & Shoots sammelt unsere Gruppe von neun Ehrenamtlichen bereits seit November Spenden, um im April gemeinsam in die Innere Mongolei fahren und dort selbst Bäume für das Projekt pflanzen zu können. An diesem Wochenende haben wir zu diesem Zweck drei Filmvorführungen veranstaltet. In mühevoller Arbeit hatten wir das geplant und organisiert, der Produzent des gezeigten Filmes selbst hat uns extra den Film zur Verfügung gestellt. Jane’s Journey, eine Dokumentation über das Leben der Gründerin des Jane Goodall Institutes, zu dem Roots & Shoots gehört. Wir fanden das perfekt: Ein Film über die Person, in deren Namen wir alle für neun Monate in Shanghai arbeiten und versuchen, der Gesellschaft sowie der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Am Freitag fand die Vorführung in einem Kleidungsgeschäft statt, am Samstag im Pudong Community Center. Es waren sehr nervenaufreibende und stressige Tage, und es hat unserer Gruppe nicht besonders gut getan. Diejenigen, die am Freitag gewisse Leute kannten, rissen alles an sich und kommandierten die anderen herum. Dieselben hatten am Samstag absolut keine Lust sich zu beteiligen und lungerten in der Ecke herum, anstatt mit zu helfen. Dazu kam noch der Schock, als am Samstagmorgen der Film verschwunden war, weil der Manager des Ladens am Vortag den Film eingesteckt hatte. Es lief eigentlich alles schief was so schief laufen konnte, und so war der Samstag ein ziemlicher Misserfolg und voller Enttäuschungen und Stress. Vor allem miteinander. Die typische Null-Bock-Einstellung ging uns anderen richtig auf die Nerven.

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Filmvorführung in "The Source"

Es war dennoch eine sehr lehrreiche Aktion. Mir ist bewusst geworden, wie schwierig gute Team-Arbeit ist, denn es gibt immer einige, die meinen, sie haben es nicht nötig, sich zu beteiligen und mit anzupacken, und so entstehen immer wieder Streitfaktoren. Das hält den Prozess noch weiter auf und macht es unheimlich schwer.

Obwohl wir verhältnismäßig recht viel Geld einnehmen konnten durch Eintritt, Verkauf von gesponserten Getränken und einer Verlosung mit gesponserten Gegenständen, liegt noch immer ein weiter Weg vor uns. Uns ist klar, dass wir am Ende einiges selbst bezahlen müssen, aber wir werden bis zum Trip im April weiter daran arbeiten, diese Summe so klein wie möglich zu gestalten. Auch, wenn die Arbeit wie immer an den gleichen Leuten hängen bleiben wird.


Ein Gedanke zu Toll, Ein Anderer Macht's!

  • Tut mir leid, dass es mit der team-arbeit nicht so gelaufen ist, wie du es dir gewuenscht haettest… aber wie du ja geschrieben hast, hast du etwas davon gelernt 😉
    Ich hoffe, dass du weiterhin schoene & wichtige erfahrungen in china machst!
    Mach weiter so!!
    LG
    Annika

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