Nach 2 Wochen in den USA …

Hey 🙂

Nachdem ich jetz schon fast 2 Wochen in den USA bin schreibe ich mal wieder in den Blog 🙂

Inhalt:

1. Reise

2. Ankuft in meiner neuen Heimatstadt/ Erste Eindrücke

3. Schule in den USA

4. Weitere Eindrücke

1. Reise
Die Reise beginnt schon einen Tag vor Abflug in Ingolstadt (Bayern) um ca 12:30 am 13.1. Wir sind mit dem Auto nach Frankfurt gefahren, da der Flug am nächsten Tag um 10:30 geht und wir 2,5 Stunden (8:00) früher da sein sollen und nicht mitten in der Nacht losfahren wollten.

Am Morgen sind wir dann mir der S-Bahn zum Frankfurter Flughafen gefahren. Dort wartet ein AFSer auf uns, um mich einzuchecken. Danach sind wir noch im Starbucks einen Kaffee trinken gegangen und ich war wirklich sehr aufgeregt. 🙂

Um 9:00 sind wir dann durch die Sicherheitskontrolle gegangen und haben nach einem fast endlosen Marsch durch den Frankfurter Flughafen unser Gate erreicht. Pünktlich um ca 10 wurde unsere Flugzeug geboarded. Ich saß am Fenster neben einem anderen USA-Austauschschüler und da wir in der vorletzten Reihe saßen, war unsere gesamte Reihe nur 7 statt 10 Plätze lang und ich hatte sehr viel Freiraum an den Beinen was ich den gesamten Flug sehr genossen habe. Dank viel Platz, „Wallstreet Geld schläft nie“, dem AFS-USA-GUIDE und mehr oder weniger guter Musik aus dem Flugzeugradio war der 9.30 h lange Flug wirklich angenehm. Eine wirklich sehr freundliche Stewardess die uns den ganz Flug über mit Getränken und 2 mal Essen versorgte, hat wirklich zu einem angenehmen Flug beigetragen 🙂

Freiraum an Füßen :)
Freiraum an Füßen 🙂

Das Flugzeug ist von Frankfurt aus nach Norden über den Niederlanden, High-Lands (Nord-Schottland), Island und die Südspitze von Grönland geflogen. Dannach sind wir über Neu-Fundland (Kanada Nördlich von Quebec) geflogen und als ich die wirklich sehr faszinierend Weiten des unendlichen Schnees unter mir gesehen habe, habe ich entschieden, dass ich irgendwann mal nach Kanada fliegen muss.
Ca. 2h dannach sind wir dann in Chicago gelandet…

Nach dem Verlassen des Flugzeugs sind wir nach einigen Minuten zur „U.S. Border Protection“ gekommen.High-Lands Scottland
Die ist ein sehr sehr großer Raum mit ca 25 Grenzschaltern (15 offenen) und fast so vielen Polizisten wie Fluggästen (ca. 500-750). Die große Menge an Ankömmlingen wird nach U.S. und nicht U.S Bürgern geteilt, wobei ca 2/3 nicht U.S. Bürger waren und für diese 5 Schalter zur Verfügung standen (1/3 U.S. Bürger 10 Schalter). Die Reihe von Wartenden wird durchgehend von Polizei-Hunden durchlaufen (entgegen der Reihe) und des Öfteren werden Passagiere, bei welchen der Hund „geschnüffelt“ hat, noch vor der eigentlichen Grenze aufgefordert, ihre Taschen zu öffnen. Zum Glück gibt es am Ende der Reihe eine Frau, die die Unterlagen nochmal kurz anschaut und auf Fehler hinweist. Danach wird man zu einem Schalter geschickt. Zum Glück wurde ich nach ca. 1 1/2 minütiger Kontrolle meiner Papiere mit einem „Welcome in the United States of America, Sir“ weitergeschickt. So hatte ich also das „First Level“ der Grenze absolviert. Nach der Entgegennahme meines Koffers (den ich schon von der Kontrolle aus 5 mal im Kreisfahren gesehen habe) gehts dann zur letzten Hürde bevor ich entgültig auf Amerikanischem Boden bin. Die Zollkontrolle, welche eigentlich nur aus der Abgabe des Zoll-Formulars (bekommt man im Flugzeug) besteht und man hoffen kann, dass sie die Angaben nicht auch kontrollieren wollen. Dies war zum Glück nicht der Fall und so konnte ich endlich den „Arrival“ Bereich verlassen.

Wir waren kaum einen halben Meter aus der Tür schon wurden wir von einer AFSerin gerufen. Nachdem sich alle Ankömmlinge (in unserm Flieger waren auch die Austauschschüler aus Österreich) gesammelt hatten, wurden wir alle zusammen in einen Bus gesetzt, der uns in ein Hotel für die Nacht bringt.

2. Ankuft in meiner neuen Heimatstadt/ Erste Eindrücke

Dort angekommen haben wir Zimmer bekommen und durften den restlichen Tag im Hotel machen, was wir wollten. Als ich das Zimmer betreten habe, ist mir als erstes die riesen Klimaanlage, eine extra große Mikrowelle und ein zwar alter aber großer Ferseher aufgefallen.
Am Abend gabs für alle Pizza. Dannach sind wir um ca 9:15 Ortszeit ins Bettgegangen und so war ich 22h am Stück wach.
Am nächsten Morgen bzw. in der Nacht bin ich um 3:20 (a.m.) aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen. Um 6:30 bin ich dann aufgestanden und habe mich fertig fürs Frühstück gemacht.
Das Frühstück ist/war meiner Meinung nach etwas gewöhnungsbedürftig. Alles, was man Essen konnte, war süß. Dafür gabs einen Maschine die einem frisch Pfannkuchen gemacht hat (Knopf drücken, 1 Min warten, Pfannkuchen mitnehmen).

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Nach dem Frühstück wurden wir dann wieder in einen Bus zum Flughafen gesetzt. Dort sind wir dann wieder durch eine Sicherheitskontrolle gegangen und da gabs schon die 2te Überraschung an diesem Tag (nach der Pfannkuchenmaschine). Der schwarze Sicherheitsmann, der mich kontrolliert hat, hat nachdem er gemerkt hat, dass ich deutscher bin anfangen, mit mir Deutsch zu reden.

Mein Gate für den Inlandsflug war ein 4rer Gate was bedeutet, dass die Passagiere für 4 Flieger dort warten. Die Inlandsmaschinen waren erstaunlicher Weise sehr klein (mein Eindruck bis dahin war schon gewesen, dass alles in den USA übergroß sein muss). Zum Einsteigen bin ich ca 100 Meter übers Rollfeld gelaufen und dann über eine sehr steile Treppe ins Flugzeug eingestiegen. Das Flugzeug hatte ca. 40 Sitzplätze und erstaunlicher Weise war für mich ein Platz in der 3ten Reihe gebucht(einer der 16 Plätze mit extra viel Beinfreiheit).

Der Flug hat ca 1 1/2 bis 2h gedauert und man konnte nichts von der Landschaft sehen, da es durchgehend bewölkt war. Am Flughafen von Kansas City (Missouri) wurde ich von Donald (AFS Chapter Kansas City) Isabell (eine deutsche Gastschülerin) und einem skandinavischen Gastschüler empfangen. Vom Flughafen gings mit Donalds Familienauto (VW Touran * 1,5 , oder eher Bus?) zu einer HiBoy Filiale. Dort warteten Cherly (Donalds Frau & mein Lokaler Kontakt) und eine andere AFSerin auf uns. Nach dem besten Burger in meinem Leben (mein Gott ist MC Donalds in D.land schelcht) sind wir ca 45min die Arrival/Orientation Camp Unterlagen durchgegangen und ich wurde nochmal auf einige wichtige Dinge hingewiesen.

Danach wurde ich zu meinem Hostdad (Patrick) gefahren. Dort angekommen habe ich mich erstmal mit ihm unterhalten und danach meine Sachen ausgepackt.
Später bin ich mit meinem Gastdad besondere AFS Unterlagen durchgegangen die man durchgehen soll (was darf ich was darf ich nicht usw.)
An dem Sonntag waren wir noch kurz in einem gigantischem Einkaufszentrum welches sich bestimmt über 10 Fußballfelder erstreckt hat und eine unüberschaubare Menge an kleinen (amerikanisches klein) und großen Geschäften beinhaltet.

Wenn man mit dem Auto durch die Stadt (Independence 100k Einwohner, 6 meilen östlich von KC) fällt Hauptsächlich auf, dass fast alle Wohnhäuser aus Holz sind und viele keine Stockwerke haben. Die Häuser stehen sehr weit auseinander das Land scheint wohl nicht so teuer zu sein. Außerdem gibt es an den Hauptstraßen alle 20 meter eine Fastfoods Restaurent (MC D, Burger King, Wendy’s, Tacco Bell, Backyard, Pizza Hut, HiBoy, Subway, KFC, Sonic, Starbucks und noch bestimmt 10 andere). So kann es passieren, dass, wenn man 5 min fährt, bestimmt 10 – 15 Fastfood-Buden sieht. Alle diese haben einen Drive-Thru insbesondere Sonic, denn das ist eigentlich nur ein kleines Häuschen in der Mitte eines großen Parkplatzes, das überdacht ist und jeweils mit der gesamten Speisekarte ausgestattet ist. Nach dem ich dort immer Leute in den Autos sitzen sehen habe, habe ich meine Hostdad gefragt, der mir erklärt hat, dass man dort parkt, das Essen zum Auto gebracht wird und man eigentlich nicht dort essen kann. Bargeld bekommen die Amis aus einen der endlosvielen Drive-Thru Bankautomaten die mindestens so zahlreich sind wie die Fastfoodketten. Außerdem haben viele Supermärkte und alle Drogeriemärkte einen Drive Thru. Im allgemeinen hat alles einen Drive Thru wo man irgendwas mitnehmen kann.

3. Schule

Am Dienstag waren wir dann für ein Meeting in der Schule und ich konnte mir Fächer aussuchen. Meine Wahl ist wie gefolgt ausgefallen:
1. Marching Band
2. Graphic Design 2(Adobe Photoshop CS4)
3. AP American Goverment (Politk)
4. Introducion Engineering ( TZ mit einem Dreidimensionalen Programm )
5. AP Language ( English)
6. Culinary Arts 1 (Kochen)
7. AP American History

Viele Fächer gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsgraden:
Dabei gibts normal immer einen Unter 1, dann 1 & 2 und als Höchstes AP.
AP Kurse können nur von einigen jouniors ( 11 ) und seniors ( 12 ) besucht werden. Ich wurde in die 12 eingestuft.

In allen Kursen aus der AP Kursen hört ein Viertel Musik, 2 – 3 schlafen (WICHITG: nicht vergessen sie am Ende der Stunde zu wecken) und wenn es Computer gibt, spielt ein weiteres Drittel Computerspiele, der Rest macht die vom Lehrer gestellte Aufgabe. In der Klasse wird einmal die Woche gekocht (Doppelstundentag) einmal in der Woche Rezept geschrieben (ca 10 von 60min) und im Rest der Zeit einfach mal nichts getan 😀

Dafür sind die AP Klassen sehr anstrengend: Jeder arbeitet und man hat immer ne ganze Menge als Hausaufgabe. Z.B. über ein Wochenende ein Gedicht 50 – 200 Zeilen (ich musste nur 20 – 50) 2 Kapitel ca. 30 Seiten für Gov., und ein Kapitel ca. 20 Seiten für Geschichte und zwar nicht nur lesen sondern lernen und alle mehr oder weniger wichtigen Punkte rausschreiben.

Mein erster richtiger Schultag war am Mittwoch und war eigentlich sehr gut, sobald die Leute wissen (oder es sich rumerzählt hat) das ein Exchange student dort ist, reden sehr viele Leute mit einem und jeder stellt sich vor ( 50 Namen in den ersten beiden Tagen sind einfach zu viel). Alle sind extrem hilfsbereit und unwahrscheinlich offen. Das Essen in der Kantine ist wirklich schlecht dafür ist es kostenlos für Austauschschuüler. Jeden Tag ist ein Menü Burger mit irgendwas. Der Burger ist tiefgefroren aufgebacken worden. Als 2tes gibt es meistens ein Stück Pizza welche nicht durchgebacken ist (der Rand besteht aus 80% Teig und nein es ist kein Käse).

Die Lehrer besitzen gute Fachkenntnisse und sind alle wirklich cool. Sie versuchen, einem den Start so einfach wie möglich zu machen geben einem gleich in der ersten Stunde Schule ihre private Telefonnummer. Die Klassenzimmer sind wesentlich besser ausgestattet als in Deutschland. Jeder Raum hat einen Beamer und mind. 35% der Zimmer sind mit 25 – 30 Computern ausgestattet. Seine Noten kann man über die Schulhomepage abrufen. Jeder Schüler hat eine Nummer und ein Passwort mit welchem er in der Mensa bezahlt, sich in jeden Computer im Gebäude einloggen kann, seine Noten von überall abrufen kann und sich in der Bücherei Bücher asuleihen kann.

Insofern ist die Schule wirklich cool. Besonders beeindruckend fand ich die Vorstellung der Gedichte im Englischunterricht da diese bei den meisten um ihrer Familien und die Probleme zuhause geht oder einfach nur jede 5te Zeile wie bei Martin Luther Kings „I have A Dream“ „Hug me“ (Drück mich, von einem 17 jährigen perfekt gestylten jungen Mann) lautet. Diese sehr emotionalen Gedichte sind von beiden Geschlechtern.
Um dem Vorsteller des Gedichts ein bisschen Sicherheit zukommen zu lassen wird, vor dem Gedicht mind. 100 Sekunden laut geklatscht und jeder freut sich das Gedicht hören zu dürfen und strahlt den nächsten Interpreten an 🙂

Diese Gedichte handeln z.B. von ihrer lesbischen Mutter, der Vergewaltigung eines Mädchens oder der Inzucht in einer Redneck Familie (Farmer-Familie aus den südlichen USA, gibts auch in Simpsons die Familie mit der Farm und den 60 Kindern und der Frau die Brandy(n) heißt, über diese Volksgruppe gibt es Witze wie z.B. Ostfriesen-Witze in D.Land). Teilweise spiegelt sie die Realität dieser Jugendlichen, aber manchmal auch einfach nur eine Gesichte aus der Gesellschaft oder fordern einfach nur auf, die Leute, die man gern hat, oft zu drücken. Diese Erfahrung war wirklich sehr beeindruckend für mich.

4. Weitere Eindrücke

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Letztes Wochenende waren wir in einem Basketballspiel meiner Schule. Es waren einige Fans (zwischen 150 und 200) da und jedes Team hatte eine sehr aktives Chearleader Team dabei. Die Stimmung kann man mit einem Bundesligaspiel vergleichen und dies ist nur die regionale High-School Liga. Dieses Basketball spiel hat mich in allen Aspekten sehr an High-School Filme erinnert die ich in Deutschland gesehen habe. Am Montag waren wir in Kansas City da Patrick seinen Deutschunterricht hat. Danach sind wir in einem typisch amerikanischen Restaurent essen gegangen und es war wirklich extrem gut. Und so hatte ich

einen neuen besten Burger meines Lebens!

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Danach sind wir nochmal in die Uni in ein kostenloses Piano & Soprangesang Konzert gegangen und es war wirklich gut 🙂

So des wärs dann erstmal wieder.

Ganz viele Grüße aus den USA in die Heimat


3 Gedanken zu Nach 2 Wochen in den USA ...

  • Sehr schön erzählt, einige witzige Ausschnitte musste ich (gezwungen von meinen Kollegen 😉 ) laut zitieren 🙂

    Weiter so!

    Gruß Lukas

    P.S.: Du könntest die Biler noch formatieren 😉

  • Hey!
    Ich wollte mich nur mal für den Bericht bedanken!
    Ich habe mich beim PPP beworben und hatte bis jetzt noch kaum eine Vorstellung davon, wie das alles so ungefähr ablaufen wird, falls ich das Stipendium denn bekomme 😉 Das hast du gerade geändert!
    Klingt alles auf jeden Fall sehr aufregend da drüben und besonders der Flug scheint ziemlich abenteuerlich zu sein. Dein Bericht hat auf jeden Fall eine ganze Menge Vorfreude in mir geweckt!
    Und ich würd mich freuen, wenn ich nochmal irgendwann etwas zum lesen von dir bekomme!
    Liebe Grüße, Linda

  • Hey,
    echt interessant was ich da alles gelsen habe.
    Ich habe mich auch beworben und ich habe auch ein paar texte gelesen wie es ablaufen würde, wenn ich ankomme, aber ein erfharungs bericht war echt gut.
    Ich habe da aber eine frage, die mich besonders beschäftigt.
    Aus gründen, die ich hier nicht erläutern möchte, hänge ich sehr, sehr ,sehr an meiner mutter und ich habe wirklich schnell angst, das sie stirbt oder sonst wie tot sein könnte :(.
    also: wie kann ich kontakt zu meiner familie haben? kann mich meine Mutter auch in amerika besuchen kommen?? vermisst man schnell seine familie oder ist man viel zu sehr abgelenkt??? kann ich zwischenzeitlich auch einmal nach deutschland fligen????
    fals Du das lesen solltst, würde ich mich sehr freuen, wenn du mir antworten könntest.
    liebe grüße
    louisa

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