Überlebenstips für Shanghai

Zur Halbzeit in Shanghai habe ich das Halbzeit- und Weihnachtstief auf der Stimmungskurve überwunden und freue mich auf die stetige Steigerung, die nun laut dieser Kurve auf mich wartet. Da es jetzt nicht mehr lange dauert, bis die nächsten weltwärtsler nach Shanghai kommen, habe ich ein paar meiner Meinung nach sehr nützliche Tips zusammengestellt.
gegen die Kälte

  • wear warm“, wie die Chinesen andauernd sagen! Das kann durchaus bis zu sechs Schichten bedeuten, so viel, wie eben übereinander passt. Ja, es ist normal, dass man dann aussieht wie ein Käfer.
  • Warme Getränke; China-Style: einfach Wasser frisch aus dem Wasserkocher.
  • Beim Schlafengehen schon das drunter ziehen, was man am Folgetag drunter lassen kann. Denn sich auszuziehen und eisgekühlte Kleidung anzuziehen ist ein mal am Tag genug, nämlich abends nach dem Duschen.
  • Immer noch einfachste Geschichte: Bewegung! Damit das Duschen kein Horror wird, hinterher springen, hüpfen, Kniebeugen machen und so schnell wie es geht wieder anziehen!

für die Sprache

  • Regel Nummer Eins: Nicht verzweifeln!
  • Limits und Ziele setzen, die realistisch sind und in den Tagesablauf passen. Ich schaffe in einer normalen Woche zwei bis drei Lektionen mit je etwa 20 Vokabeln (entspricht meist etwa 30-40 Schriftzeichen).
  • Wiederholen! So oft und intensiv wie möglich. Man vergisst Schriftzeichen schneller als alles andere.
  • Immer eine Vokabelliste mit Schwachpunkten und neuen Wörtern dabei haben. Man verbringt schließlich oft mehrere Stunden am Tag in Bus und U-Bahn.
  • In Shanghai kann es durchaus eine Weile dauern, bis einem der eigene Fortschritt bewusst wird. Meine Familie spricht miteinander nie ein Wort Mandarin, sondern den Shanghai-Dialekt. Wenn man dann auf ein mal mit Menschen zu tun hat, die Mandarin sprechen, fällt einem plötzlich auf wie viel mal doch schon versteht! Also: auch, wenn es einem nicht oft bewusst ist, so macht man doch stetige Fortschritte!
  • Sprechen! So viel und oft wie möglich. Klar. Aber auch machen! Ein Handy das chinesische Schriftzeichen schreiben und anzeigen kann ist sehr sinnvoll, so kann man regelmäßig schreiben üben, indem man der Familie z.B. mitteilt, wann man nach Hause kommt.

fürs Busfahren

  • Drängeln ist die Devise. Auch wenn es anfangs schwerfällt, man schafft es sonst einfach nicht. Ich habe mal über eine Stunde an einer Bushaltestelle verbracht, weil ich es nicht in die vollen Busse geschafft habe.
  • Bei der Platzsuche (wenn das überhaupt möglich ist; oft steht man auch einfach dicht gequetscht irgendwo herum) ist es sinnvoll, taktisch vorzugehen. Ganz hinten ist schlecht, weil man sich dann nur mühsam vorkämpfen kann, wenn man raus muss und es total voll ist. An der Tür ist schlecht, weil man da nach wenigen Minuten seinen Platz für eine ältere Person oder jemanden mit Kleinkind räumen muss. Dazwischen und am Fenster ist eine sichere Lösung.
  • Niemals aufregen. Das hilft leider nicht.

Mein allgemeiner Tipp für eine erfolgreiche Zeit in Shanghai: Mit viel Humor kann einem im Grunde nichts passieren. Zwar gibt es immer wieder Momente, in denen einen die Chinesen tierisch aufregen können, wenn sie mal wieder geräuschvoll alles was in ihrer Kehle sitzt auf die Straße befördern, wenn sie einen wegschubsen und weg drängeln ohne ein Wort zu sagen, wenn sie einen anstarren als wäre man grün-rot-gestreift. Wenn man mitten in der Nacht aufwacht, weil es zu kalt zum Schlafen ist und man beim Lesen seine Finger nicht mehr spürt.
Aber solange man das alles mit Humor nehmen kann, macht die Stadt doch irgendwie richtig viel Spaß.


3 Gedanken zu Überlebenstips für Shanghai

  • Hallo Lisa,

    du bist der Kälte wegen nicht zu beneiden!! Hattest du dir sooo vieele warme Sachen mit genommen?? Oder gibt es dort auch molliges Zeug zu kaufen.??
    Ich freue mich mit dir auf ein Wiedersehen im schönen warmen Sommer in Old Germany.

    Ganz liebe Grüsse aus Warmsen.
    Gerlinde und der Rest vom Clan.

  • Oh super, die Tipps werden eine Menge Leute anlocken, alle Welteisenden werden scharenweise nach China kommen wollen. Und dann sind da noch mehr Leute.
    Das hattest du nicht bedacht, oder?
    (-:

  • Hallo Lisa
    nun der nächste versuch komme irgendwie nicht so durch.
    Du hast noch nichts von meinem Winterarbeitsanzug gehört
    denk ich mir .Manm schlüpft rein,zieht den Reißverschluß zu,und nun
    bewegt mann sich so wenig wie möglich sonst bist du föllig durchgeschwitzt.
    Nur das dazu.
    bis bald

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