Es weihnachtet sehr…

Panik bricht aus, wir haben immer noch keinen Christbaum, Fiona fragt mich aufgeregt: „schaffen wir das schon noch“? „Ja, natürlich, wir haben ja noch eine Woche Zeit.“ „In den USA stellen wir den Baum schon am 15.12. auf…“ „da ist er aber doch bis zum 24. nimmer frisch“, entgegne ich, “ egal“, war die Antwort, „er ist doch bei uns aus Plastik!“

Gemeinsam schmücken wir am 22. Dezember den Baum, trinken Punsch und essen unsere selbst gemachten Plätzchen. Besuchen die Tiere im Wildpark und treffen Freunde, Bekannte und Nachbarn am Rathausplatz, dort spielt die Blaskapelle und wir singen gemeinsam Weihnachtslieder…

Ich denke schon, dass es hier eine besondere Zeit ist, die Vorweihnachtszeit…
Weihnachten haben wir nun überstanden, Hochs und Tiefs gaben sich die Türklinke in die Hand, das Heimweh hielt Einzug und die sentimentale Stimmung tat ihr übriges…

Von diesem Geschenk haben wir hoffentlich alles was...
Von diesem Geschenk haben wir hoffentlich alles was...

Der Hl. Abend war aber ein Hoch und wir hatten viel Spaß beim Essen, Geschenke auspacken und Weihnachtslieder trällern.
Im Moment lehren wir, dass Begrüßung und Verabschiedung enorm wichtig sind. Ein offenes, freundliches Lächeln, ein laut und deutliches Hallo oder Grüß Gott, Handschlag und die Bereitschaft zu einem Gespräch sind für uns selbstverständlich, aber eher schwierig für jemanden der nicht einmal die Nachbarn im Heimatland kennt und auch nicht grüßt.

Es macht Spaß die Fortschritte zu beobachten, wie viel unsere Gasttochter bereits in den ersten Monaten bei uns (fürs Leben!) gelernt hat. Seit gestern kann sie auch ein Ei kochen, und stricken tut sie wie eine Strickliesl! Einfach erstaunlich wie schnell sie Dinge umsetzten kann. Eine links, eine rechts…
Statements von Fiona über die Deutschen:
Ich glaube die Deutschen mögen gerne das harte Leben, sie haben keine Maschine um den Schnee zu beseitigen, sie haben nur eine Schaufel, warum kaufen sie nicht so eine Maschine? Ich finde das Leben ist hart genug, man muss es sich leichter machen wenn es irgendwie geht.
Deutsche wollen alles selber können und unabhängig sein, selber backen und keinen fertigen Mürbteig kaufen. Und es gibt nicht so viel Auswahl im Supermarkt.
Deutsche sind abgehärteter, sie gehen auch wenn es kalt ist nach draußen, sie treffen sich mit Freunden auf dem Christkindlmarkt , unterhalten sich und haben trotz der Kälte Spaß.
Weihnachten ist in Deutschland viel schöner!


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