Nach der Arbeit kommt das Vergnügen…

Die Zeit in Thailand vergeht wie im Flug. Gerade eben noch war ich in Deutschland und habe mit meinen Freunden Abitur gemacht und nur einen Wimpernschlag später bin ich schon seit fast 3 Monaten in Thailand. Wenn es so weiter geht, dann bin ich ja schon fast wieder zuhause… Bislang habe ich mich wohl gut eingelebt, habe auch schon etwas Thai gelernt. Mit meiner Familie komme ich gut zurecht. Meine Familie hat mir viele verschiedene Orte gezeigt, Freunde habe ich hier ebenfalls gefunden und unterrichten in der Schule macht mir schon recht viel spaß.

Mein Alltag besteht unter der Woche daraus den Unterricht vorzubereiten, im Haushalt mithelfen und meinen Cousins bei den Hausaufgaben zu helfen. Nach dem ich ja in Deutschland seit April mehr oder weniger frei hatte tut es gut, endlich tagsüber wieder was sinnvolles zumachen. Heißt zwar, dass ich morgens um 6 aufstehen muss, manchmal sogar schon um 5, da wir dann joggen wollen (später wirds zum joggen schon zu warm), mich für die Schule fertig machen muss und dann geht es auch gegen halb 8 los zur Schule. Montags, Mittwochs und Freitags ist an unserer Schule die Flaggenzeremonie, die ich mir auch, wenn wir pünktlich zur Schule kommen, gerne anschaue.

Leider gibt es auch Probleme hier in Thailand. Vorallem habe ich damit zukämpfen aus dem Schatten meines Vorgängers zuspringen. Egal was ich tue oder versuche, die meisten Lehrer (unter anderem auch meine Gastmutter) vergleichen mich dann durchgehend mit ihm. Das macht es manchmal schwer, richtig Spaß an der Arbeit zu finden, doch hoffe ich einfach, dass sich das bald legt.

Ein weiteres Prolem ist die Tatsache, dass sich die Thais immer wieder selbst wiedersprechen. Das macht es für mich schwer eine gewisse Vertrauensbasis zu einigen (wichtigen) Personen meiner Schule auf zubauen. Es heißt jetzt nicht, dass ich mich absolut nicht mit ihnen verstehe, nur spreche ich mit diesen Personen dann lieber nicht über Probleme oder Ängste, weil ich dann weiß, dass diese innerhalb des Tages durch die ganze Schule gehen und es am Ende jeder weiß oder die Person mich einfach falsch versteht und sich deshalb was anderes denkt und rein interpretiert.

Nach gut zwei Monaten kamen dann die heiß ersehnten Ferien auch zu mir an die Schule. Darauf habe ich mich schon gefreut, denn jetzt habe ich endlich mal Zeit, mir den Strand etwas genauer anzuschauen, der ja nur ein paar Minuten von meinem zuhause entfernt ist, ich jedoch nicht die Zeit hatte, mir den anzuschauen. Die Ferien kamen auch genau dann, als die Regenzeit sich hier solangsam abmeldete und die „zweite Jahreszeit“ sich ankündigte (in meiner Schule wird gesagt, dass es drei Jahreszeiten gibt: Die Regenzeit ist die heiße Jahreszeit, die Zeit bis April die heißere und ab April kommt die heißeste Zeit). Die Zeit in den Ferien wurde/wird auch dafür genutz, mal etwas mehr von Thailand zusehen. Mit meiner Gastfamilie war ich dann in Bangkok, Pattaya, Koh Samet und habe mir sonst mit ein paar Lehrern kleinere Orte hier in der Gegend angeschaut, was ich sehr spannend und interessant finde.

Zu Beginn der Ferien kamen mich dann auch endlich mal Freunde besuchen. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich hier in Rayong wohl ganz auf mich gestellt bin, denn all die anderen hatten bereits Möglichkeiten gehabt, die anderen Teilnehmer zu treffen, ich jedoch nicht. Deshalb tat es richtig gut, als dann endlich ein paar von ihnen hier auftauchten und wir schöne Tage am Strand verbringen konnten.

Jetzt schaue ich vorwärts zum neuen Semester, weil ich mir jetzt erhoffe, da die Schüler mich bereits kennen, meinen Unterricht etwas besser durch führen zu können. Bislang war es eher ein zähes ziehen, denn die Schüler wollten einfach nicht lernen. Das wird sich zwar im neuen Semester nicht ändern, dennoch erhoffe ich mir, dass es vielleicht doch einfacher wird die Schüler zu erreichen. Aber bevor es mit dem neuem Semester los geht, gibt es erstmal den „Sportsday“ an meiner Schule und danach haben auch schon unser Mid-Stay Camp. Darauf freue ich mich besonders, denn dann sehe ich endlich wieder die gesamte Gruppe.

Also bis dann

Edwin เก่ง


2 Gedanken zu Nach der Arbeit kommt das Vergnügen...

  • „Schenk in Thailand keine Blumen“. Ich wuerde ergaenzen. “ Mach in Thailand keinen Freiwilligen Dienst. Es ist sicherlich unmmoeglich fuer einen Christen das zu verstehen. Thais sind ueberzeugt, deine Familie hat irre viel Geld, weil du gratis arbeitest. Und du bist boshaft, weil du einem Thai die Arbeit und den Reis klaust. Und deine Arbeitgeber lachen, Geld gespart. Aber deine Schueler haben ein fettes Schulgeld zu bezahlen, weil du ja „gratis“ arbeitest. Und wer einem Thai 500 Baht schenkt ist ein Schwein, weil es nicht 1.000 gewesen sind. Und warum sollen die was lernen, die wissen eh schon alles. Die fahren ein neues Auto und du nimmst den Bus ? … hahaha Und wenn du in Thailand einen Freund finden willst, kauf dir einen Hund. Und weil du den Namen deiner Schule nicht in den blog schreibst, kann ich dich nicht besuchen kommen. Gruss aus Rayong.

  • Hey,

    Ich werde im Sommer auch mit weltwärts nach Thailand gehen und fände es echt super wenn du mir ein paar Tipps geben kannst, bzw. erzählen kannst wie es da so ist…..hast ja leider lange schon ncihts mehr gebloggt 😉

    Ganz liebe Grüße aus Deutschland^^

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