WM 2O1O – mein allerletzter Schultag

Heute Nacht habe ich mal wieder davon geträumt, nach Hause zu kommen. Es war ein sehr komisches Gefühl und die Freude, alle zu sehen, wurde dann doch von der Sehnsucht nach Kroatien so schnell wieder abgelöst, wie sie gekommen war.

Im Mai war ich ein 2tes Mal am Meer, allerdings diesmal ohne Gastgeschwister, sondern nur mit meinen Gasteltern und 3 Partnern von meinem Gastvater aus Rosenheim.  Ich hatte also zum ersten Mal seit 8 Monaten FERiEN! 😀 Wir wohnten in einem wundervollen Hotel, direkt am Meer und bald werden meine Gasteltern sich auf dem Grundstück auch ein kleines Haus kaufen.

Das ganze Wochenende war einfach nur total witzig, da die 3 Partner alle erst um die 30 Jahre waren und super gut drauf waren.

Am Fr. war dann ENDLiCH der Anstoß zur WM 2o1o, auf die ich mich total gefreut hatte. Das Kroatien ausgerechnet dieses Jahr nicht dabei ist, damit hatte ich nicht gerechnet und deshalb ist es sehr schwer die jungen Kroaten überhaupt zum Fußball schauen zu bekommen. Also muss ich das wieder alleine tun- mittlerweile bin ich das aber gewöhnt und es hält mich nicht davon ab die WM trotzdem zu genießen! Zu dem Spiel Deutschland gegen Serbien hab ich sie dann aber doch in ein Café bekommen. Was ich supersüß fand war, dass alle Kroaten, die dann doch in den Cafés Fußball schauen, für Deutschland waren und es nicht so toll fanden, dass Serbien gewann. Allerdings hab ich mich dezent geschämt für das, was Deutschland da veranstaltet hatte. Das erinnerte mich total an die EM 2008: Kroatien gegen Deutschland und Deutschland verlor. Man sollte den Ostblock nicht unterschätzen, nicht beim Fußball, aber vor allem nicht als Land, denn hier kann man auch unvergessliche Erfahrungen machen, auch wenn es vielleicht nicht so weit weg liegt wie Südamerika oder so exotisch wie Thailand ist, es ist doch etwas komplett anderes zu Deutschland und eine Kultur, die einen wahnsinnig verzaubert.

Das war gestern. Gestern, an meinem allerletzten Schultag in Kroatien, an der Lucijanka Schule, für immer. Vor ein paar Wochen hatte ich mich so sehr auf diesen Tag gefreut, aber mittlerweile fühlen sich die 4 Wochen, die jetzt noch vor mir liegen, so komisch an, als wenn man den Epilog eines Buches liest: Es gehört zwar irgendwie noch zur Geschichte dazu, aber es ist wie eine Zugabe. Ich hatte als Dankeschön für dieses eine Jahr Brownies aus Deutschland gemacht, die alle superlecker fanden. Zum Abschied bekam ich von meiner Klasse einen fantastischen Ring und wunderschöne Ohrringe von Swarovski und ein Foto von uns allen mit selbst gemachtem Bilderrahmen. Es war komisch, als mir alle am Ende auf wieder sehen sagten, denn es war nicht wie ein richtiger Abschied, denn ich habe ja noch 4 Wochenenden.  Aber spätestens im Mai 2o11 sehen wir uns zum Maturalna Vecer (Abiball) wieder.

Der Moment des Abschiedes rückt immer näher. Ich habe noch genau einen Monat. Manchmal denke ich, dass es mir es total leicht fallen wird, wenn ich gehen muss, aber wenn ich dann aus dem Fenster sehe und versuche zu realisieren, dass ich nicht für eine Woche nach Deutschland gehen werde, sondern für immer und nur noch für ein paar Tage zu Besuch nach Kroatien kommen werde, dann wird mein Herz schwer und ich merke, wie sehr mein Herz wirklich an dem wundervollen kleinen Land an der Adria hängt.


2 Gedanken zu WM 2O1O - mein allerletzter Schultag

  • Hey!
    Das hört sich alles super an, was du schreibst! 🙂

    Ich werde diesen Sommer nach Kroatien fliegen und habe ein paar Fragen 😉
    könnte ich dir diese evt. schreiben? ;))
    Das wäre super!

    Liebe Grüße,
    Kira

  • Hey Kira,
    ich habe deinen Kommentar leider erst jetzt per Zufall gelesen.
    Besteht das Interesse immer noch??
    Wenn ja, adde mich einfach bei Facebook : Luja Köl 🙂
    lg Luisa

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