Verschlafene Ostern, klopfende Eier & endlich das Meer

Mittlerweile neigt sich mein Austausch dem Ende zu.

Es ist Ende Mai und endlich hat auch hier in Kroatien der Sommer eingesetzt. Aber jetzt erstmal ganz von Anfang an:

Als wir am Donnerstag, den 30.3., endlich Osterferien bekommen hatten, wusste ich mal wieder nicht, was wir machen werde. Tja von der Kommunikation auf dem Balkan kann man nämlich ein Lied singen.

Kuchennnnnnnn

Einen Tag später waren wir wir auf dem Weg nach Slawonien, Ostkroatien, zu den Großeltern. Jeden Tag ging es in die Kirche ( ich glaube, ich war für das ganze Jahr oft genug jetzt da 😀 ) und es gab, wie immer, unglaublich vieeeeel zum Essen.  Am Samstag bin ich mit meinen Gastcousinen endlich mal wieder richtig feiern gewesen. Trotzdem mussten wir Sonntagmorgen früh aufstehen, um in die Kirche zu gehen.

Nach der Messe ging es zum Essen zu den Großeltern. Kuchen (von meiner Gastoma selbstgemacht), Suppe, Brot und Schinken (von meinem Gastopa selbst gemacht), Salat, Tomatensoße mit Gemüse, Sarma, verschiedene Fleischsorten mit Brot und zum Schluss wieder Kuchen!

Von allem musste ich natuerlich probieren, worauf alle bestanden. Nach dem Essen wurden bei uns keine Ostereier gesucht, sondern Eier geklopft. Welches Ei am schnellsten kaputt geht, hatte verloren und wer am Ende die meisten Eier hatte, gewann. Dadurch, dass ich am Abend feiern war und nicht viel geschlafen hatte und dann noch so viel gegessen hatte, legte ich mich eine Runde hin und verschlief Ostern zum größten Teil.

Am Di. nach Ostern ging es dann endliccch (!) ans Meer, nach Mali Losinj. Baden konnten wir leider nicht, da das Wasser viel zu kalt war, aber für T-shirts war es warm genug! Ich konnte mich an dem schönen Meer überhaupt nicht satt sehen- so traumhaft war es.  Jeden Tag gab es frischen gegrillten Fisch aus dem Meer, der superlecker war. Aber auch die schoensten Tage hatten ein viel zu schnelles Ende und so ging es am Sonntag wieder ins kalte Zagreb.

Ein Wochenende nach den Ferien ging es wieder nach Slawonien, aber diesmal freute ich mich sehr darauf, denn es ging auf meine erste kroatische Hochzeit. Das läuft ungefähr so ab:

Erst geht es um 17 Uhr zur Braut nach Hause, dort muss dann der Bräutigam seine Frau „freikaufen“. Nachdem er genug Geld für sie bezahlt hat, wird ein bisschen getanzt und dann Kuchen und Brot mit verschiedenen Schinkensorten gegessen. Um 19 Uhr fahren alle zusammen in die Kirche zur Trauung, die, wie ich finde, in Deutschland um einiges emotionsreicher und vieeel schoener ist. Nach der Kirche geht es dann in ein gemieteten Raum und es wird gegessen (!) und viel getanzt.

ich & Martina

Ich habe einen bosnischen Tanz gelernt, der nach einer Weile auf Higheels ziemlich anstrengend ist, aber total Spaß macht! Was mir aber fehlt hat waren, wie auf deutschen Hochzeiten, Spiele, Reden usw. Das gibt es hier überhaupt nicht.

Am 2ten Mai Wochenende hieß es dann mal wieder Bye-bye Zagreb, denn es ging für mich nach Zadar, auf ein Kirchenfestival. 7 Stunden Kirche in 2 Tagen mit 60.000 Kroaten aus der ganzen Welt, dass soll mir mal einer nachmachen! Es war eine Erfahrung wert, aber mir dann doch ein bisschen zuuu viel Kirche.  Nichts desto trotz war es ein super tolles Wochenende mit fantastischen Leuten.

Die ganze Truppe in Zadar
Die ganze Truppe in Zadar

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