Leben auf dem Dorf+

Die Zeit vergeht hier wie im Flug. Ich bin schon fast drei Monate hier…

Das Leben hat seinen normalen Lauf gefunden und es ist nicht mehr jeder Tag eine neue Aufregung. Mein Spanisch hat sich mittlerweile deutlich verbessert, so das zumindest alles verstehen kann (oder das meiste).

Mein Dorf
Mein Dorf

Die Wochentage werden leider sehr alltäglich und fangen jeden Morgen mit aus dem Bett schlürfen an. Ein kleines Frühstück, mit Nachrichten im Fernsehen und schlaftrunken auf zur Schule. Hab zwar keinen so langen Weg (ca. 5 Minuten), jedoch reicht das am Morgen. Eine Eingangskontrolle von den Inspektoren, ob auch die Uniform richtig getragen wird, und manchmal auch Taschendurchsuchung, ob auch ja keine Messer oder Drogen dabei sind. Danach werd ich so etwas wacher und fang an mit Klassenkameraden zu reden. Da es jetzt kälter wird, gibt es ein paar Lehrer, die häufiger mal krank sind, und so wird dann in der Stunde geredet oder nen Kaffe getrunken… Bei manchem Lehrer ist das gleiche, auch wenn sie da sind. Dagegen gibt es auch die Lehrer, die nie fehlen. Meist sind das auch die miesesten Lehrer.

Nach der Schule, um 5 geht es dann auch nach Hause, da dich so ein Tag recht fertig macht. Leider wird es hier wie erwähnt so langsam kälter und da die Häuser keinerlei an Isolierung haben, isses hier, wenn die kleine Gasheizung nicht an ist, wirklich Arsch kalt.

Am Wochenende geht’s hier auf kleine Hauspartys, da es im Dorf nur eine Disko gibt und die für unter 18-Jährige gesperrt ist. Leider kontrollieren die das auch sehr streng. So bleibt es bei den Hauspartys und danach ne Übernachtung, da recht viele Leute hier auf dem Bauernhof wohnen…

Heute Morgen ist der Tag des Sieges im Krieg gegen Peru-Bolivien. Da das ein Feiertag ist marschierten heute die Schüler, Kindergartenkinder, Feuerwehrmänner, Polizisten etc. auf den Hauptplatz auf. Es wirkt wie ein echtes Marschieren wie es auch bei der Armee gibt. Die Führungsriege meines, übrigens auch korrupten Dorf, sitzt auf einer kleinen Tribüne während die einzelnen Schulen etc. an ihnen vorbeimarschieren. Ich war schon mal an nem anderen Tag marschieren, an diesem Tag wollt ich’s nicht noch mal machen und hab diesmal aus politischen Gründen das Marschieren verweigert.


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