17. Mai special!

Heia Norge!
Heia Norge!

Die Zeit vergeht viel zu schnell und wir sind jetzt schon im Mai angelagt. 17 Mai in Norwegen – das heißt Nationalfeiertag…

Meine Freunde hatten mir den Tag schon angekündigt. „Jaja du kannst dich auf Montag freuen, Oslo wird total auf den Kopf gestellt und du wirst so viele Menschen sehen wie noch nie zu vor in Norwegen.“ So ähnlich ist es dann auch abgelaufen.

Am Morgen hatten wir gegen halb neun 17. Mai Frühstück, die Großeltern sind vorbei gekommen und wir haben ein nettes und reichhaltiges Frühstück genossen. Danach haben alle ihre „Bunad“ angezogen, also zumindest die Frauen aus meiner Familie. Bunad heisst die norwegische Folkskleidung, die sich je nach Region in Farbe und Schnitt unterscheidet. Das ist etwas mir unbekanntes, aber es sieht eigentlich ganz cool aus, wenn wirklich 60% aller Frauen eine tragen – wirkt es auch nicht irgendwie komisch und Bunader werden hier mit Stolz getragen.
Norwegisches Königschloss
Norwegisches Königschloss

Ich hatte irgendwie nicht so ganz mitbekommen das sich alle so raus geputzt hatten und bin deshalb in ganz normalen Klamotten auf die Straße gegangen. Ich glaube, da war es nich schwer zu sehen, dass ich nicht Norwegisch war, denn alle Norweger hatten entweder wie gesagt Bunad (die gibts auch für Männer – sieht nur ein bisschen alberner aus, wird nicht destotrotz auch mit Stolz getragen) Anzug oder ein schickes Kleid an.

Da alle öffentlichen Verkehrsmittel im Stadtzentrum außer Betrieb gesetzt waren, musste ich zu Fuß zum Schloss laufen. Rund ums Schloss hatte sich dann ganz Oslo versammelt, um den König zu grüßen.
Hierbei muss gesagt werden, das alle Grundschulen Oslos und Umgebung in einem gesammelten Zug zum Schloss laufen und dem König winken, begleitet werden sie häufig von Musikorchestern und von Zuschauern, die am Rand stehen und Hurra rufen.

Nach dem ich dann cirka eine Stunde dem König gewunken hatte und mir die vorbei laufenden Schüler angeguckt hatte, habe ich mich mit Freunden getroffen es wurden viele Hot Dogs und viel Eis gegessen und im Laufe des Tages hatte ich so ziemlich alle Leute getroffen, die ich hier in Norwegen kenne. Das Highlight des Tages war aber noch nicht gekommen, denn ziemlich zufällig kamen wir rechtzeitig zum Radhausplatz, um Alexander Rybak (der hat letztes Jahr den Grand Prix für Norwegen gewonnen) zu sehen, der Farytale anstimmte.

Rådhusplass
Rådhusplass

Ein toller Tag, mit tollen Freunden, in einem tollen Land mit einer Bevölkerung, die ich selten glücklicher gesehen hatte. Wenn ihr einmal die Chance habt, dann müsst ihr am 17. Mai  nach Oslo fahren, denn das ist eines der Erlebnisse, von denen es auf der Welt nicht so viele gibt.

Noch 44 Tage Norwegen genießen

Liebe Grüße
Lenny


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