5 Monate sind vergangen… mit weltwärts in Mexiko

Unser pinkes Haus!

Nun sind mittlerweile wieder 3 Monate vergangen in denen es bei mir ein heilloses Chaos war, weshalb ich auch keine Zeit hatte zu schreiben!

Die größte Veränderung für uns alle war, dass eine von uns Vieren nach Hause fahren musste. Es waren allerdings persönliche Gründe und nicht weil es ihr hier nicht Gefallen hat. Für uns war es allerdings total komisch, weil wir immer zu viert waren und uns echt daran gewöhnen mussten, dass Anna nicht mehr da ist. Was uns sehr dabei geholfen hat, war dass wir in die Gastfamilien umgezogen sind und sich somit für uns auch wieder alles komplett geändert hat!

Was aber total schön war, war dass wir die Vorweihnachtszeit noch im Casa Hogar verbracht haben. Hier ist es so, dass in der Weihnachtszeit ungefähr jeden Tag eine Posada ist, mal abegesehen davon, dass hier in México sowieso alles gefeiert wird. Wir haben eine Posada für Anna zum Abschied hier im Casa Hogar gemacht.
Posadas sind hier die typischen Feste zu Weihnachten. Es wir ein bestimmtes Frage-Antwort Lied gesungen, was die Wanderung von Maria und Josef von Tür zu Tür widerspiegeln soll. Dann werden Piñatas zerschlagen und es wird gegessen. Piñatas sind Pappmasche Sterne, die innen einen Tontopf haben, der Gefüllt ist mit Süßigkeiten.
Der Brauch ist, dass die 7 Piken die die Piñata hat, für die 7 Todsünden stehen, wenn man diese zerschlägt, heißt es fällt das Gute in Form von Süßigkeiten auf einen herab.
Ich weiß nicht wie viele Piñatas unsere Kinder zerschlagen haben, aber es waren auf jeden Fall viele. Weil sich viele Einrichtungen gedacht haben, dass die Kinder aus den Waisenhaus ja nichts haben und zu Weihnachten ist das ja mal eine gute Gelegenheit, dahin zu gehen und eine Piñata mitzubringen. So haben wir die Vorweihnachtszeit mit Piñatas zerschlagen verbracht!
Was mich auch extrem überrascht hat, ist dass unsere Kinder extrem viel zu Weihnachten bekommen haben, weil sich wie mit den Piñatas halt viele gedacht haben, dass sie hier mal was hinbringen können. So haben sie teilweise sogar mehr bekommen, als ich früher zu Weihnachten bekommen habe.

Auch sehr schön war,als wir den einen Tag mit den Kindern zu SORIANA gefahren sind. Das ist ein hier Laden vergleichbar mit Karstadt in Deutschland. Ein paar Wochen zuvor, mussten die Kinder ihre Wünsche zu Weihnachten bei den Nonnen abgeben. Dort bei SORIANA hatte dann jeder seinen eigenen Paten, der ihm sein Geschenk überreicht hat. So sind sie dann mit vollen Händen (u.A. mit Klamotten, Stofftieren, Spielzeugen oder Barbies) und glücklichen Gesichtern dort hinaus spaziert.

Zu Weihnachten ist zu sagen, dass es für uns alle komplett anders war, als in Deutschland. Eine von uns hat mit einem Cocktail auf der Dachterrasse gesessen, die andere hat mit einer riesigen Familie gefeiert und sich gewundert, dass man hier so extrem spät das Weihnachtsessen hat und ich habe auf der Straße Salsa tanzen gelernt. Das hat zwar nicht so richtig geklappt, aber gut.
Für uns alle war die Wärme an Weihnachten total komisch. Noch komischer war es für uns, dass es in Deutschland seit langer Zeit mal wieder weiße Weihnachten gab und wir das nicht erleben konnten. Stattdessen hatten wir 20°C.
Was für mich das Highlight war und mich hat ein bisschen heimatlich fühlen lassen, war dass meine beste Freundin aus Deutschland mich hier besucht hat.

Silvester habe ich dann komplett anders verbracht. Ich bin nach Acapulco an den Strand gefahren. Es war einfach das beste Silvester, was ich je hatte.Ich finde in Deutschland wird immer schon so lange voraus geplant was gemacht wird und immer irgendwie eine Erwartungshaltung aufgebaut. Ich hatte bei diesem Silvester einfach keine Erwartungshaltung und das war das Beste was passieren konnte. So habe ich die 5 Tage am Strand echt genießen und das Feuerwerk in der Bucht Acapulcos vom Strand aus beobachten können.

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Danach folgte allerdings etwas nicht so Schönes. Ich musste meine Gastfamilie nach nur kurzer Zeit wieder verlassen. Es gab verschiedene Gründe dafür und nun wohne ich alleine wieder im Casa Hogar.

Kurze Zeit später ereignete sich auch bei meiner Arbeit eine gravierende Veränderung, denn die Nonnen meinten von heute auf morgen zu mir, dass ich mal eben mein Nivel wechseln soll und zwar von meinen ältesten Kindern zu den Jüngsten (Vorschüler). So haben sich für mich neue Arbeitszeiten ergeben und es ist ebenfalls eine ganz andere Arbeit.
Die kleinen kommen nämlich fast eine Stunde früher aus der Schule gehen aber auch eine Stunde früher schlafen.

Mittlerweile habe ich mich aber wieder an alles gewöhnt und es ist ein bisschen Ruhe eingekehrt. Ich habe meinen alten Alltag wiedergefunden und habe Zeit gefunden meinen Blog zu schreiben.

Unser Spanischkurs ist mittlerweile auch vorbei und trotzdem waren wir am Wochenende bei der Sprachschule zu einer Feier eingeladen, wo wir total viele Brasilianer kennen gelernt haben, die gerade einen Spanischkurs dort belegen.
Auch sonst haben wir hier ein paar Leute kennen gelernt und die anderen beiden machen halt viel mit ihren Familien.


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