Wie kommt man zu einem Gastkind?

Wie kommt man eigentlich zu einem Gastkind? Das werden wir häufig gefragt. Die Leute stellen sich manchmal vor, dass sie zu einem solchen „Experiment“ irgendwann ihr Einverständnis erklären und dass dann plötzlich ein völlig fremder Besucher mit einem Koffer vor der Tür steht. Tatsächlich ist es so, dass zunächst die persönliche Situation und Vorlieben der potentiellen Gastfamilie erfragt werden müssen. Damit sollen so ganz einfache Dinge abgecheckt werden, damit zu der fußballbegeisterten Familie nicht plötzlich ein stubenhockender Bücherwurm sortiert wird oder zur Katzenhalterin ein Tierhaar-Allergiker.

Außerdem wird natürlich unter anderem erfragt, ob die Familie lieber einen Jungen oder ein Mädchen hätte und welche Gastländer für sie besonders interessant sind. Der persönliche Besuch der zukünftigen Gastfamilie durch einen Mitarbeiter der Austauschorganisation ist dabei unerlässlich. Viele Leute stellen sich auch vor, sie hätten eine Art „Aufnahmeprüfung“ zu bestehen, in denen die finanziellen Verhältnisse und das Platzangebot in der Wohnung geprüft werden. Ganz im Gegenteil wird viel mehr Wert auf die Bereitschaft gelegt, innerhalb der eigenen Familie einen angemessenen (Schlaf-)Platz und viel Herzlichkeit für ein weiteres Familienmitglied „auf Zeit“ zur Verfügung zu stellen. Das muss auch nicht mit einem eigenen Zimmer verbunden sein, auch wenn dies aus meiner Sicht das Zusammenleben mit dem Gast schon erleichtern kann.

Zu guter Letzt bekommt man dann eines oder mehrere passende Gastkinder zur Auswahl angeboten. Jetzt muss der Familienrat die Entscheidung fällen. Hat man sich sein „neues Kind“ schließlich ausgesucht, kann das Abenteuer beginnen!


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