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		<title>Eintägiger Schulbesuch in Kuilsrivier</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 11:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alexandra_suedafrika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einen weiteren Punkt auf meiner &#8220;To Do-Liste für Südafrika&#8221; konnte ich vor einigen Tagen abhaken. Nach neun Monaten in Alta du Toit Nasorg hatte ich es endlich geschafft die Alta du Toit Skool zu besuchen, wenn man so will die große Schwester meines Projektes. Während Alta du Toit Nasorg ein Arbeitgeber und eine Betreuungsstätte für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small">Einen weiteren Punkt auf meiner &#8220;To Do-Liste für Südafrika&#8221; konnte ich vor einigen Tagen abhaken. Nach neun Monaten in Alta du Toit Nasorg hatte ich es endlich geschafft die Alta du Toit Skool zu besuchen, wenn man so will die große Schwester meines Projektes. </span></p>
<p><span id="more-4537"></span></p>
<p><span style="font-size: small">Während Alta du Toit Nasorg ein Arbeitgeber und eine Betreuungsstätte für erwachsene Menschen (ab 18 Jahren) mit geistiger Behinderung ist, kümmert sich die Alta du Toit Skool um Kinder mit geistiger Behinderung im schulpflichtigen Alter. Die Wurzeln haben beide Einrichtungen insofern gemein, dass sie von den Eltern von Alta du Toit &#8211; einer unserer Bewohnerinnen mit Down-Syndrom &#8211; gegründet wurden. Inhaltlich, rechtlich und finanziell gesehen sind Schule und Nasorg jedoch völlig unabhängig voneinander.</p>
<p>Schon kurz nach meiner Ankunft in Südafrika hatte ich mir vorgenommen, die Schule zu besuchen, da viele Menschen bei dem Namen &#8220;Alta du Toit&#8221; erst die Schule und weniger das Nasorg-Zentrum assoziieren. Während mein Projekt in Bellville angesiedelt ist, liegt die Schule einige Kilometer entfernt in Kuilsrivier, inmitten eines sehr wohlsituierten Wohngebietes. Auch dahingehend sind die beiden Einrichtungen also ähnlich. Mir war es wichtig, die Schule zu besuchen, um einen Einblick in eine Special School zu haben, wenn ich auch leider keine Vergleichsmöglichkeiten mit Deutschland habe (das hole ich nach, sobald ich wieder da bin!). Die Clients, mit denen ich hier lebe und zusammen arbeite, haben leider kaum noch Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten zu erweitern. Das, was sie können, basiert im wesentlichen auf dem, was sie während ihrer Schulzeit gelernt haben und ist natürlich abhängig von ihrer geistigen Behinderung. </span> <span style="font-size: small"></p>
<p>Morgens um 8.30 Uhr fuhr mich Charlotte, die Ansprechpartnerin für die Freiwilligen in meinem Projekt, höchstpersönlich in die Schule, nachdem sie meinen Besuch nur wenige Tage vorher telefonsich angekündigt hatte. Ich war positiv gestimmt und neugierig, wie eine Schule für Kinder mit geistiger Behinderung in Südafrika aussieht und strukturiert ist. Zudem sind solche Termine immer wunderbare Gelegenheiten dem Alltagstrott in meiner Gruppe zu entfliehen und ein Stück mehr Südafrika zu erleben. </span><span style="font-size: small"><br />
Nachdem wir mit dem Auto das Tor zur Schule passiert hatten, empfing uns dort ein großzügiges Gelände mit Rasenflächen und Bäumen. Charlotte meldete mich im Sekretariat an und sofort stand eine Lehrerin parat, die mich die folgenden Stunden durch die Schule führte. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich den Namen in dem Moment, als sie ihn mir gesagt hatte, sofort wieder vergessen habe. Da die Lehrerin ein bißchen aussieht wie Gwen Stefani, nenne ich sie ab sofort einfach Frau Stefani <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  </span> <span style="font-size: small"></p>
<p>Da ich mitten in einer Unterrichtsstunde ankam, konnten wir die erste Zeit nur in die unbelegten Schulklassen hineinsehen. Ich war erstaunt, wie groß die Schule ist, in der täglich 360 Kinder zwischen 5 und 18 Jahren unterrichtet werden. Neben den Schulklassensälen, die wie stinknormale Schulen nach Jahrgängen organisiert werden, gibt es in der Alta du Toit Skool jede Menge Spezialräumlichkeiten, wie beispielsweise einen Ergotherapieraum (mit Matten und sportmedizinischen Gerätschaften), einen Webraum, eine Lernküche oder eine Holzwerkstatt. Da die Kinder hier auch Mittagessen gibt es eine Kantine und &#8211; wie in meinem Projekt &#8211; einen &#8220;Snoepie&#8221;, was ein Kiosk ist, in dem sich die Kinder Süßigkeiten kaufen können. Anders als in einer üblichen Schule werden in der Alta du Toit Skool keine klassischen Fächer wie Mathematik, Englisch, Physik oder Geschichte unterrichtet. Stattdessen liegt der Focus auf der &#8220;Life Skills Orientation&#8221;. Das bedeutet, dass sich die rund 35 Lehrer darum bemühen, den Kindern alltagsnahe Themen beizubringen, um deren Leben zu erleichtern. Da geht es beispielsweise um Körperhygiene, höfliches und angemessenes Benehmen, Nahrungsmittel, den Umgang mit Geld, etc. Aber auch Themen, die mich sehr an Grundschulunterricht (das Alphabet, Zahlenreihen, die Entwicklungsstadien von Pflanzen) und Handarbeitsstunden (Stricken, Sticken, Perlen aufädeln) erinnert haben.</span> <span style="font-size: small"></p>
<p>Hin und wieder besuchte ich mit Frau Stefani einzelne Gruppen und Klassen und wurde von den dortigen Lehrern nach Nasorg-Clients aus meinem Projekt befragt, die einst Schüler in dieser Schule waren. </span> <span style="font-size: small">Somit hatte ich also auch einen Überblick, welche unserer Nasorg-Clients einstmals in der Alta du Toit Skool unterrichtet wurden.</p>
<p>Mit dem Pausenzeichen bekam ich nun auch die Kinder zu Gesicht. Was mir dabei sofort aufgefallen ist: Anders als die Clients bei uns, die sofort auf fremde Menschen zugelaufen kommen und diese umarmen wollen, waren die Kinder sehr zurückhaltend. Ich hatte erwartet, dass die Schüler mir viele Fragen stellen und mich berühren wollen, aber sie haben mich maximal interessiert angesehen. Frau Stefani erklärte mir, dass sie in der Schule die Kinder dazu erziehen, einen angemessenen Abstand zu Fremden zu wahren. Und nicht nur das war ganz anders als in meinem Projekt: Die Schule empfand ich als sehr farbenfroh, detailverliebt dekoriert und ausgestattet. Ich fühlte mich sofort wohl und war völlig beeindruckt davon, mit wie viel Hingabe und Geduld die Schulflurwände bemalt worden waren. Auch die Lehrer empfand ich als sehr aufgeschlossen und freundlich &#8211; was sich auch auf den Bildern widerspiegelte, die im Eingangsbereich der Schule aufgehängt waren und die Freude am Verkleiden zu Anlässen wie Fastnacht, Valentinstag oder dem Frauentag deutlich machte. </span> <span style="font-size: small"></p>
<p>Eine Unterrichtsstunde lang durfte ich nun in einer Mädchenklasse (mit gerade mal zwölf Schülerinnen) verbringen, die an diesem Tag Lesezeichen aus Perlen herstellten. Ich war erstaunt, wie schnell die Schülerinnen das, was sie von der Lehrerin gezeigt bekamen, umsezten konnten. Ganz anders als bei meiner Arbeit, wo man den meisten Clients eine neue Aufgabe 50.000 Mal zeigen muss, bis sie diese alleine bewältigen können. Aber auch hier waren die Mädchen nicht sonderlich an mir als Fremde interessiert, sondern arbeiteten still an ihren Lesezeichen. Ich im übrigen auch, denn ich durfte mitbasteln <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </span> <span style="font-size: small"></p>
<p>Dieser Tag hat mir gezeigt, wie sehr es mir Spaß macht, raus aus meinem Arbeitsalltag zu kommen, Projekte zu besuchen, mich zu informieren und neue Leute kennenzulernen. Und nicht nur deswegen fand ich den Tag lohnenswert: Ich werde mit Charlotte darüber sprechen und sie bitten das eintägige &#8220;Praktiktum&#8221; in der Alta du Toit Skool künftig für alle Freiwillige bei Alta du Toit Nasorg aufzunehmen, um noch mehr Einblick in die Arbeit mit behinderten Menschen in Südafrika zu geben und den Austausch zwischen ADT-Skool und ADT-Nasorg zu intensivieren&#8230; </span> <span style="font-size: small"><br />
</span></p>
<div id="attachment_4538" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/05/L1040029.jpg"><img class="size-medium wp-image-4538" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/05/L1040029-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Der Eingangsbereich der Alta du Toit Skool.</p></div>
<p style="text-align: center">
<div id="attachment_4542" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/05/L1040023.jpg"><img class="size-medium wp-image-4542" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/05/L1040023-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Freizeitraum, dessen Decke ganz kreativ mit Kuscheltieren dekoriert wurde.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4539" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/05/L1040014.jpg"><img class="size-medium wp-image-4539" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/05/L1040014-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">In der Weberei lernen die Kids eine Handarbeitstechnik, die bei uns in Deutschland nur noch selten gelehrt wird.Im Gartenbereich lernen die Schüler den Kreislauf der Natur kennen.</p></div>
</dd>
</dl>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4541" class="wp-caption aligncenter" style="width: 178px"><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/05/L1040020.jpg"><img class="size-medium wp-image-4541" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/05/L1040020-168x300.jpg" alt="" width="168" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Siebtklässler beim Perlenauffädeln.</p></div>
<p><span style="font-size: small"><br />
</span></p>
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		<title>Mexikanische Polizisten, mexikanische Familien und mexikanische Ostern&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 05:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CarinaInMexiko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Mexiko sind die Polizisten durch und durch korrupt, die Familien streng und undurchschaubar und Ostern muss ohne Osterhasen auskommen. Nach nun schon 8 Monaten hier, kann ich einfach nur sagen, dass ich Mexiko echt toll finde. Ich fühle mich wohl in diesem Land, die Menschen sind nett und freundlich, wenn auch sehr anders, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Mexiko sind die Polizisten durch und durch korrupt, die Familien streng und undurchschaubar und Ostern muss ohne Osterhasen auskommen.</p>
<p>Nach nun schon 8 Monaten hier, kann ich einfach nur sagen, dass ich Mexiko echt toll finde. Ich fühle mich wohl in diesem Land, die Menschen sind nett und freundlich, wenn auch sehr anders, das Klima gefällt mir natürlich auch besser und die vielfältige Natur ist einfach faszinierend. Ich kann mich noch immer über den alltäglichen Anblick von Palmen und Bananenbäume freuen.</p>
<p>Wie gesagt, ich fühle mich wohl in Mexiko, doch es gibt schon einige Schattenseiten in diesem Land, die weniger schön sind. <span id="more-4523"></span></p>
<p>Dass es Ostern keinen Osterhasen gibt, hat mich natürlich wenig gestört, aber als ich von dieser deutschen Tradition erzählte, fand meine Gastschwester das schon ziemlich toll und wollte auch einen Osterhasen, der Geschenke bringt. Da rechtzeitig wieder ein wunderbares Paket mit deutschen Süßigkeiten ankam (Marzipan, HARIBO und richtige Schokolade sind wirklich Dinge, die hier in Mexiko fehlen und jedem Freude bereiten:) hatte ich eigentlich schon geplant hier im Garten ein Ostersuchen zu veranstalten, doch dann sind wir kurzfristig weggefahren, sodass es ins Wasser fiel. Da Mexiko sehr katholisch ist, wird auch Ostern etwas anders gefeiert. Es gibt hier keinen Ostersonntag und Ostermontag an denen frei ist. Stattdessen beginnt die “semana santa” (“heilige Woche”) an dem Sonntag vor Ostern, Palmsonntag. Mein  Leben lang habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, warum dieser in Deutschland unwichtige Tag “Palmsonntag” heißt. Als wir an dem besagten Sonntag zur Messe in die Kirche gingen und überall kleine aus Palmenblättern geflochtene Kreuze verkauft wurden, mit denen die Religiösen nach vorne zum Pastor gingen und sich mit heiligem Wasser bespritzen ließen, ergab der Name “Palmsonntag” plötzlich Sinn. Dieses mit was geheiligte Palmengeflecht wird bis zum folgenden Mittwoch aufgehoben und dann in einer Messe verbrannt. Die ganze Woche zwischen dem Palmsonntag und unserem Ostern ist hier die heiligste Zeit des Jahres. An vielen Orten wird gar nicht gearbeitet, wenig gegessen, bzw. auf Fleisch verzichtet und viel gebetet, an seine Sünden gedacht und gebetet. Am Donnerstag gibt es einen “Marsch des Schweigens”, in dem Menschenmassen schweigend durch die Stadt ziehen zur Kirche. Schweigend, um an Gott zu denken, glaube ich. Da ich selbst ja total ungläubig bin, was für Mexikaner übrigens ziemlich unverständlich ist, habe ich nicht genau verstanden und nachvollziehen können, was dort vor sich geht, aber es war mal eine ganz interessante Erfahrung. Wir sind an dem Mittwoch allerdings nach Toluca gefahren, um die heiligen Tage im Kreise der Familie zu verbringen. Das war sehr schön mit den ganzen Cousins und Cousinen draußen im Park zu spielen und Zeit zu verbringen. Und am Freitagabend sind wir 7 Kirchen besuchen gegangen, sowie Jesus damals wohl auch 7 Häuser besucht hat. Es war eine interessante Atmosphäre mit den ganzen vielen Menschen, die ebenso wie wir von Kirche zu Kirche gingen.</p>
<p>Meine ältere Gastschwester war die ganze Woche nicht da, da sie missionieren war. Auch mich wollte man erst dazu überrreden dort mitzugehen, aber dass missionieren ist ganz sicher nichts für mich, dessen bin ich mir 200%ig sicher!!! <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine der wirklich negativen Dinge, unter denen jetzt auch ich hier leiden musste, sind die Polizisten, denen ich in meinem Urlaub im März gleich zwei mal zum Opfer fiel. Natürlich wusste ich, dass Korruption hier alltäglich ist und dass Polizisten einem oft ungerechterweise Geld abziehen wollen, doch wenn man dann wirklich in eine solche Situation gerät, kann man irgendwie gar nicht richtig darauf reagieren und realisiert gar nicht, was da gerade mit einem passiert. Für unseren Urlaub, hatten wir einen Mietwagen in Mexiko-City gemietet und sind damit zuerst nach Acapulco gefahren. Uns wurde zwar sicherheitsmäßig geraten, wir sollen nur auf den autopistas, den großen Autobahnen fahren, auf denen Maut bezahlt wird. Irgendwie fanden wir Landstraßen dann aber doch ein wenig spannender und natürlich günstiger <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Regelmäßig passiert man Militärstandorte an den Straßen, höchst bewaffnet, doch die tun einem nichts, denn die sind staatlich gesteuert und nicht korrupt. Nach 2 Tagen im herrlichen und wirklich tollen Acapulco in einem sehr zu empfehlenden Hotel direkt am Strand, wollten wir also guter Dinge die Bucht verlassen, genossen noch den letzten Blick aufs Meer und die Hotelanlagen. Bis plötzlich ein Polizeiwagen von hinten ankam und uns dann zum Anhalten winkte. Mit einem sehr mulmigen Gefühl hielten wir also an und wurden sofort von dem dicken schwitzenden Polzisten vollgelabert, was uns denn einfiele die Signale nicht zu beachten, dass wir ja was ganz Schlimmes gemacht hätten blaablaa&#8230; Ich fragte dann, was genau wir gemacht haben sollen, aber er schnautze nur Ingolf an, weil er ja fuhr, warum er denn nichts sage, ob er aus Spaß die Signale nicht beachte. Ich meinte dann, dass er nicht so gut spanisch spräche, worauf der Polizist meinte, dass das doch gar nicht sein könne, schließlich hätten wir ja auch ein mexikanisches Kennzeichen. Er hat uns einfach die ganze Zeit so angeschnautzt, dass ich gar nicht dazu kam irgendwas zu erklären&#8230; dann wollte er natürlich die Papiere haben und sobald er sie hatte, teilte er uns mit, dass er die ja jetzt behalte und wir die erst am nächsten Tag wieder kriegen würden, wenn wir dann das Strafgeld bezahlen. Mir kamen dann schon die Tränen irgendwie, weil der mir so Angst gemacht hat und ich immer noch nicht verstand was wir jetzt verbrochen haben sollen&#8230; Ich meinte, wir können nicht am nächsten Tag wiederkommen, weil wir jetzt schnell weiter müssen und so. Jedenfalls zeigte er mir dann ein Buch mit den Strafgeldern und was da auf uns zu käme und dann meinte er, er könne uns sonst nicht weiter helfen, da unser Vergehen ja auch von einer Straßenkamera aufgenommen wurde und man uns dann durch den ganze Staat verfolge. Ich hatte sowas von Angst! Dann sagte er es gäbe nur eine Möglichkeit, wir müssen jetzt sofort 8.000 Pesos zahlen und könnten dann fahren. 8.000!!! Soviel hatten wir natürlich nicht dabei, das sind knapp 500 €!!! Er meinte, das sei kein Problem, setzte sich zu uns ins Auto und meinte wir fahren jetzt zum nächsten Bankautomaten. Dort angekommen schickte er Ingolf aus dem Auto zum Automaten, um die 8.000 Pesos abzuheben und sagte ich müsse mit ihm im Auto warten. Und alleine mit einem saukorrupten Polizisten im Auto als blondes junges Mädchen, das macht nochmal richtig richtig Angst!!! Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der ich Schweißausbrüche und Angstzustände litt, kam Ingolf mit einem ganzen Haufen Geld wieder. Der Polizist zählte es tatsächlich noch durch, ich riss ihm unsere Papiere aus der Hand und wollte einfach nur noch weg aus Acapulco! Was wir nun angeblich gemacht haben, weiß ich bis heute nicht. Angeblich ne rote Ampel überfahren und fast eine Person angefahren, glaube ich. Die besagt überfahrene Ampel, war allerdings, wie wir später feststellten, nicht in Betrieb.</p>
<p>Man sollte annehmen wir hätten daraus gelernt, aber nach weiteren Urlaubstagen von Acapulco nach Puerto Escondido, Ventanilla, Mazunte, Huatulco und Oaxaca, gings wieder zurück nach Mexiko-City. Schnell am frühen Morgen durch den Verkehr zum Flughafen, das war der Plan. Doch leider hielt uns plötzlich wieder ein Polizist an. Diesmal war ich eher genervt als ängstlich und fragte schon so “und, was sollen wir gemacht haben?” Wir hätten eine Spur falsch gewechselt, er möchte unsere Papiere, diesmal gaben wir sie ihm nicht. Er meinte morgen könnten wir dann das Strafgeld in einer Polzeizentrale bezahlen&#8230; Ich machte ihm klar, dass das wirklich nicht geht, weil wir schnell zum Flughafen müssen, damit Ingolf seinen Flieger bekommt! Er verstand und meinte &#8220;also, was bietet ihr mir an, damit wir das hier vergessen?” eine typische, sehr kurrupte Frage! <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Letztlich haben wir kurz hin und her diskutiert und uns dann auf 1.500 Pesos geeinigt, nur 90 €. haha&#8230; Naja, irgendwie war Flug kriegen dann doch erstmal wichtiger! Letztlich wurde der Flug dann doch verpasst, was aber an irgendwelchen dämlichen Einreisepapieren in die USA lag, die man im Internet ausfüllen müsse. Also folgte eine ungeplante Nacht auf dem kalten Boden des Flughafens – auch mal ein Erlebnis der besonderen Art <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn ihr also jemals eine Autotour durch Mexiko macht, und von einer Polizei angehalten werdet, folgende Tips:</p>
<ol>
<li>Wenn ihr wisst, dass ihr nichts gemacht habt und die euch nur abzocken wollen, dann nehmt zum Beispiel eure Kamera und filmt den Polizisten! Das irritiert ihn, macht ihm Angst und er lässt euch in Ruhe. Denn schließlich will er ja nicht bei seinen kriminellen Machenschaften gefilmt werden! ODER Ihr nehmt einfach euer Handy und ruft jemanden an, oder tut so, als würdet ihr telefonieren. In diesem Telefonat erzählt ihr jemandem, was gerade da passiert und beschreibt den Polizisten, auch das wird ihm Angst machen! Ganz ganz sicher!</li>
<li>Wenn ihr vielleicht doch was gemacht haben solltet, dann macht das, was sie sagen und lasst euch nicht darauf ein die Korruptionsgelder zu bezahlen, denn das Unterstützt die Korruption ja nur weiter. Lieber bleibt ihr noch eine Nacht da und bezahlt, wie es sich gehört am nächsten Tag in der Polizeizentrale das Strafgeld, was immer günstiger ausfällt als die Korruptionsgelder, die sie Touristen aufhalsen wollen.</li>
</ol>
<p>Nun weiß ichs jedenfalls und beim nächsten Mal, wehre ich mich!!! Jetzt weiß ich ja wie! <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das was meinen sonst so netten Aufenthalt hier in Mexiko wirklich unschön macht, ist jedoch meine Gastfamilie. Es gab ja schon öfters mal Unstimmigkeiten, bzw. ich wusste nicht, dass meine Familie irgendwas an mir zu mäkeln hat, bis im Januar eines Tages meine Gastmutter gefühlsmäßig explodierte und mir alles mögliche vorgeworfen hat, Dinge, die ich wirklich gar nicht nachvollziehen konnte: Ich sei total faul, nicht an Mexiko und der neuen Kultur und nichs hier interessiert, würde immer böse antworten und sei ja nur hier um mich zu bespaßen und nicht um irgendwas sinnvolles zu machen&#8230; und so weiter. Es wurde nie wirklich aufgeklärt, was sie genau damit meinten, aber meine Chefs haben das alles auf Missverständnisse geschoben, die durch die verschiedenen Verhaltensweisen in den Unterschiedlichen Kulturen Mexiko – Deutschland zu stande kommen. Das klang wirklich plausibel die Erklärungen, wenn ich sage ich habe heute nicht so großen Hunger und esse nur ein bisschen, heißt das für die möglicherweise “böses Verhalten”, weil ich ja das Essen, was extra (vielleicht sogar extra nur für mich) gekocht wurde, gar nicht essen will. Oder im Museum: ich gucke mir alles ernsthaft interessiert an, lese die ganzen Erklärungen, frage Dinge nach und sage am Ende, dass es ja interessant war. Ein Mexikaner rennt vielleicht nur durch, schießt 1.000 Fotos, grinst breit und betont immer wieder übertriebener Weise wie “lindo” wie “padre” wie “fenomenal” wie “ precioso” wie “hermoso” doch alles ist. Aber das ist so unnatürlich übertrieben, meiner deutschen Meinung nach, dass ich mir schon immer das Lachen verkneifen musste&#8230; Aber gut, auch das habe ich jetzt gelernt.</p>
<p>Ich war schon öfters drauf und dran die Familie zu wechseln, weil ich mich einfach unwillkommen fühle, aber die wollen ja nicht, dass ich gehe, obwohl sie anscheinend ja auch nicht mit mir zufireden sind. Jedenfalls ist andauernd was falsch, wenn ich einmal mein Bett nicht gemacht habe, mein nasses Handtuch vergessen habe rauszubringen, abends schlafen gehe anstatt zum Abendessen zu bleiben, was manchmal erst um 23:30 Uhr ist, oder mit irgendwelchen Freunden weg war und ein wenig später als 21:30 Uhr zu Hause ankomme, usw&#8230;</p>
<p>Es macht mir noch immer Angst, um Erlaubnis zu bitten, wenn ich mich mit Freunden treffen möchte, so dass ich viele Einladungen leider oft ablehne. Ich fühle einfach, dass meine Familie das nicht gut findet, wenn ich mich mehr als 1 oder 2 Mal die Woche mit Leuten treffe&#8230; Ich finde das sehr schade, weil viele mich immer fragen, wann wir wieder mal was machen können, aber ich dann halt nein sagen muss.</p>
<p>Aber irgendwie gewöhnt man sich auch daran. Wahrscheinlich werde ich in Deutschland erstmal mit meiner wiedergewonnenen Freiheit überfordert sein <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Jetzt werde ich aber erstmal für 13 Tage raus aus dieser Familie und der ganzen Stadt! Mir bleiben noch 2 Stunden Schlaf, dann werde ich um 2:30 Uhr zum Busterminal fahren, Richtung Mexiko-City aufbrechen und die RUTA MAYA antreten. 13 Tage Maya-Ausgrabungen, Strand, Hitze, Städte, Meer und viele neue Eindrücke!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ganz liebe Grüße nach Deutschland!</p>
<p>Ps.: Jetzt habe ich hier so viel geschrieben, ohne Fotos&#8230; sehr doof! Aber Fotos hochladen dauert jetzt einfach zu lange, die Zeit rennt, ich will wenigstens 1:30 Std. schlafen&#8230; <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Also vielleicht mache ich ja nächstes Mal einfach einen Fotoeintrag &#8211; nach dem Urlaub!</p>
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		<title>Einmal Township und zurück</title>
		<link>http://blog.afs.de/2012/05/02/einmal-township-und-zuruck/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 07:57:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alexandra_suedafrika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Südafrika-Blog (Alexandra)]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgehen]]></category>
		<category><![CDATA[neue Freunde]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Township]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer der Pflegerinnen – Vuyokazi – des Alta du Toit hatte ich seit meiner Ankunft Freundschaft geschlossen und so entstand die Idee, am Wochenende zusammen auszugehen. Ursprünglich wollten wir ins legendäre „Mzolis“ im Township Guguleth fahren. Leider fanden wir niemanden, der uns mit dem Auto dorthin kutschieren konnte und mit dem Minibustaxi wäre das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer der Pflegerinnen – Vuyokazi – des Alta du Toit hatte ich seit meiner Ankunft Freundschaft geschlossen und so entstand die Idee, am Wochenende zusammen auszugehen. Ursprünglich wollten wir ins legendäre „Mzolis“ im Township Guguleth fahren. Leider fanden wir niemanden, der uns mit dem Auto dorthin kutschieren konnte und mit dem Minibustaxi wäre das viel zu gefährlich geworden. So kamen wir dann auf die Idee, einfach ins „Italian House“ in ihrem Stadtteil Delft zu gehen. Weil wir auch hier wieder die Problematik hatten, dass ich vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück sein müsste, konnte ich bei Vuyo übernachten.</p>
<p><span id="more-4036"></span></p>
<p>An einem Sonntag fuhr ich mit dem Minibustaxi erst nach Kapstadt und von dort nach Delft. Die Insassen konnten gar nicht glauben, dass ich tatsächlich alleine als Weiße nach Delft fahre. Dauernd sagte mir jemand, dass ich bloß vorsichtig sein sollte, da das dort echt gefährlich ist. Mich konnte das aber nicht aus der Fassung bringen, da ich ja wusste, dass mich Vuyo am Supermarkt abholen und sicher in ihr Haus bringen würde. Mittags kam ich dann in Delft an und realisierte, dass dieser Vorort tatsächlich eine Art Township ist. Mit „eine Art Township“ meine ich, dass die Häuser &#8211; zum Großteil zumindest &#8211; aus Stein gebaut sind. Während man hier auch Townships sieht, die hauptsächlich aus sogenannten Shacks &#8211; zusammengenagelten Wellblech-Hütten &#8211; bestehen.</p>
<p>Endlich in Delft angekommen wartete ich ungefähr 30 Minuten auf Vuyo. In der Zeit wurde ich von den Leuten regelrecht angestarrt und natürlich auch angesprochen. Endlich sah ich Vuyo, die ich in ihrem Sommerkleid fast nicht erkannt hätte, schließlich kenne ich sie sonst nur in ihrer Pfleger-Uniform. Zusammen mit ihrem Bruder holte sie mich ab und führte mich in das nur wenige Meter entfernte Haus, das die Familie in Pink angestrichen hatte. Überhaupt fand ich Delft sehr farbenfroh, die meisten Häuser waren bunt angemalt, so dass der Ort gar nicht so trostlos wirkte, wie ich vermutet hatte.</p>
<p>Das Haus wurde von Vuyo und drei ihrer Schwestern, sowie den vier Brüdern und der Mutter bewohnt. Und natürlich von Gracious, der einjährigen Tochter von Vuyo. Für so viele Menschen war das Haus jedoch relativ klein und ich zählte auch nur drei Schlafzimmer. Ich wollte natürlich nicht überall einfach rumlaufen und in jedes Zimmer sehen, deshalb fragte ich Vuyo nach ein paar Stunden, wo denn eigentlich das Badezimmer sei. Daraufhin erklärte sie mir dann, dass sie kein Badezimmer haben, sondern nur eine Toilette. „Und wo wäschst du dich dann?“, fragte ich sie, woraufhin sie auf einen Waschzuber zeigte und den Wasserkocher, mit dem sie das Wasser vorher warm macht. Ich war dann doch etwas irritiert angesichts dieser Tatsache und gleichzeitig beschämt, als ich mich daran erinnerte, dass mehrere andere AFS-Freiwillige meiner Gruppe in Townships leben und sich wohl auch nicht wirklich duschen können.</p>
<p>Zuerst zeigte mir Vuyo das „Italian House“, eine Bar, in deren Innenhof am Wochenende ein DJ auflegt. Nachdem wir festgestellt hatten, dass im „Italian House“ noch nichts los war, gingen wir wieder zurück und ich machte ein paar Fotos, wir tranken billigen Fusel-Wein und quatschten. Dauernd kam irgend jemand vorbei, der sich als Freund oder Nachbar vorstellte und sich mit mir über Deutschland und meinen Eindruck von Südafrika unterhalten wollte.</p>
<p>Mein persönlicher Höhepunkt allerdings war, dass man mir Vuyos vier Monate alten Neffen mit einem Handtuch auf den Rücken band. Seit meiner Ankunft hier war ich fasziniert davon, dass die Babys mit dieser Methode den ganzen Tag rumgetragen werden und bat daher darum, dass mal gezeigt zu bekommen. Der Kleine ließ das auch ganz brav mit sich geschehen, während seine 25-jährige Mutter im Nebenraum neue Zöpfe geflochten bekam. Entgegen meiner Befürchtung fühlte es sich recht sicher an, den Kleinen einfach nur in dem Handtuch auf dem Rücken zu tragen. Zudem war es schön warm, so dass ich ihn etwa eine Stunde mit mir rumtrug, bis er einschlief.</p>
<p>Später am Abend machten wir uns auf den Weg zum „Italian House“ das nun knallvoll war. Bis zum späten Abend blieben wir in dem windigen Innenhof, tanzten, lachten, quatschten. Immer wieder wurde ich von Männern und Frauen aufgefordert mit ihnen zu tanzen und andauernd fotografiert.</p>
<p>Die Nacht habe ich in einem großen Bett in einem der Schlafzimmer mit der kleinen Schwester von Vuyo verbracht. Zu meinem Entsetzen ließ sich das Deckenlicht nicht ausschalten, so dass ich mir meinen Schal über das Gesicht legte, aber wirklich zur Ruhe kam ich in der Nacht nicht. Morgens um 5 Uhr kam Vuyo dann in die Küche und ich hörte, wie sie sich in dem Waschzuber wusch. Um 6 Uhr wurde ich dann geweckt und stand auf, zusammen liefen wir zum Minibustaxi-Treffpunkt, bestiegen das Fahrzeug und fuhren damit zurück nach Bellville. Für mich war es interessant zu sehen, welche Strecken Vuyo jeden Morgen schon zurückgelegt hat, während ich noch im Bett liege…</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4041" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2011/12/L1010890.jpg"><img class="size-medium wp-image-4041" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2011/12/L1010890-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Zu vorgerückter Stunde im Italian House.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4039" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2011/12/L1010842.jpg"><img class="size-medium wp-image-4039" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2011/12/L1010842-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Vuyos kleiner Neffe, ich und Vuyos kleine Schwester.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4037" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2011/12/L1010828.jpg"><img class="size-medium wp-image-4037" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2011/12/L1010828-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Vuyos Haus in Delft.</p></div>
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		<title>Mexikanische Alltagsgeschichten</title>
		<link>http://blog.afs.de/2012/04/19/mexikanische-alltagsgeschichten/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 15:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CarinaInMexiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mexiko-Blog (Carina)]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[einkaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonnencreme LSF 110, Esel in Deutschland und Chili-Shampoo&#8230; der schnelle Blogeintrag! irrtümlicherweise wird von vielen Mexikanern angenommen, in Deutschland spräche man Englisch. Für die jetzt kommende Sommerzeit, soll ich mir eine Sonnencreme LSF 100 kaufen. Es gibt sogar LSF 110. Auch bei 15° C im November kann man sehr gut Sonnenbrand kriegen&#8230; es ist zwar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonnencreme LSF 110, Esel in Deutschland und Chili-Shampoo&#8230; der schnelle Blogeintrag!</p>
<p><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3122.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4501" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3122-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><span id="more-4494"></span></p>
<ul>
<li>irrtümlicherweise wird von vielen Mexikanern angenommen, in Deutschland spräche man Englisch.</li>
</ul>
<ul>
<li>Für die jetzt kommende Sommerzeit, soll ich mir eine Sonnencreme LSF 100 kaufen. Es gibt sogar LSF 110.</li>
</ul>
<ul>
<li>Auch bei 15° C im November kann man sehr gut Sonnenbrand kriegen&#8230; es ist zwar ziemlich kalt draußen, aber die Sonne knallt in der Höhe so extrem, dass es sogar schmerzt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Schon traurig, wenn man sich ganz gelassen im Fitnessstudio umziehen möchte, und dann feststellt, dass sein Hose am Hintern aufgerissen ist, weil sie mittlerweile doch ziemlich eng war. Noch deprimierender ist es allerdings, wenn man dann Zuhause seine noch verbleibenden Hosen anprobiert und mit Schrecken feststellt, dass nur noch eine von 6 mitgebrachten Hosen aus Deutschland passt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Viele Dorfschulen haben noch kein elektrisches Licht.</li>
</ul>
<p><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3158.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4502" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3158-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<ul>
<li>Shampoo a la Mexiko hat eben auch ganz mexikanische Inhaltsstoffe: Chili-Shampoo, Avacado-Shampoo, Mango-Shampoo, Nopales-Shampoo,&#8230;</li>
</ul>
<p><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3128.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4500" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3128-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<ul>
<li>Korruption ist alles! Wenn es auf&#8217;m Amt mal schnell gehen soll, man irgendein Dokument genehmigt haben möchte, dann legt man eben &#8216;n paar Scheinchen in die Mappe und wundert sich, wie schnell die Bearbeitung der Unterlagen plötzlich geht&#8230;</li>
</ul>
<ul>
<li>Wüste gibts übrigens auch in Deutschland und einige nehmen an, wir bewegen uns auf Eseln fort. Hä?!?!</li>
</ul>
<ul>
<li>Dass lackierte Fingernägel in der Schule verboten sind, wusste ich, aber meine Gastschwester bekam ziemlich Ärger von ihrem Vater, als sie sich ihre Nägel in den Ferien mal lackieren wollte und musste es sofort abmachen!</li>
</ul>
<ul>
<li>Wenn dir in Mexiko mal teure Sachen geklaut werden sollten, dann such am besten in Mexiko-City auf dem “Geklauten-Markt”. Auf den Straßen im Stadtzentrum sind unzählige provisorische Stände, an denen junge Männer Parfüms, neue bis schon genutzt aussehende Handys (Blackberrys, Iphones,&#8230;) und andere Elektrogeräte verkaufen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Und Piraten-Filme zu kaufen ist sowieso das normalste, gibts an jeder Straßenecke. Für 15 Pesos, also 1,20 € bekommt die neuste Kinoklassiker.</li>
</ul>
<p><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/RaubkopieDVDs.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4503" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/RaubkopieDVDs-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<ul>
<li>Für einige Sachen ist es mir unmöglich, mich zu registrieren, weil ich nur einen Vornamen und erst recht nur einen Nachnamen habe. Hier hat man normal zwei Vor- und zwei Nachnamen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Gute Bilanz: 10 Kilo zugenommen nach knapp 8 Monaten!</li>
</ul>
<ul>
<li>In Teziutlan gibt es glaube ich 4 Ampeln. Zur Erinnerung, 90.000 Einwohner. Statt Ampeln stehen bei Wind und Wetter ein paar dicke Polizisten auf den Kreuzungen und wirbeln mit den Armen herum und pfeifen unangenehm laut auf ihren Pfeifen rum&#8230; allerdings reden sie oft lieber mit Kollegen, als den Verkehr zu regeln, sodass dann eben mal alle auf&#8217;n Haufen fahren.</li>
</ul>
<ul>
<li>Nach 3 Stunden Sport komme ich verschwitzt nach Hause&#8230; stelle mich unter die Dusche, drehe den Hahn auf&#8230; und&#8230; 1. Option, ein wenig doof:&#8230; eiskalt!!! Okay, dann muss es eben sehr schnell gehen. &#8230; oder ich drehe den Hahn auf&#8230; und&#8230; 2. Option, ziemlich kacke: &#8230; nichts!!! Es kommt kein Tropfen Wasser aus dem Hahn. Schade. Aber nach zwei Tagen und mittlerweile 6 Stunden Sport, ist es schon etwas&#8230; ähm&#8230; unschön.</li>
</ul>
<ul>
<li>Es gibt hier so ein Kaufhaus, coppel, welches recht groß ist und man einiges bekommt. Bei meinem ersten Einkauf dort, musste ich an der Kasse meinen Namen angeben. Unheimlicherweise, wissen seit diesem einen Einkauf so gut wie alle dort meinen kompletten Namen auswendig!</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Hupe beim Auto ist sowieso Lösung für alles! Klar, wenn man jemanden grüßt. Klar, wenn man genervt ist. Klar, wenn es sich einmal staut, und eben auch,wenn man mal keine Lust hat auf Vorfahrt rücksicht zu nehmen. Dann hupt man vor der Straßeneinfahrt, um den anderen zu warnen, dass er jetzt eben keine Vorfahrt hat.</li>
</ul>
<ul>
<li>Allerdings ist nicht mit jedem Hupen der Verkehr gemeint&#8230; anfangs irritiert stellte ich irgendwann fest, dass sie wegen mir hupen. Und nicht nur das &#8211; wieviele sich aus dem Auto hängen und gaffen, das ist der Hammer! Und wenn sie deswegen vergessen weiterzufahren, wenn die Ampel grün wird&#8230; hahaha&#8230;</li>
</ul>
<ul>
<li>Zwei Hosengrößen mehr angegessen. Ihr könnt euch vorstellen, ich kaufe öfter mal gezwungenermaßen Hosen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Groß, größer, Mexiko. Viel, mehr, Mexiko. In Mexiko gibt es einfach fast alles in größeren Größen und zudem viel. Bei einer kleinen Supermarktinspektion entstanden diese Bilder&#8230; <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<p><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3139.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4505" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3139-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3130.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4506" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3130-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<ul>
<li>Einen Tag, kam plötzlich Navany, die 14-jährige Tochter meiner Chefs, so gegen 9:00 Uhr ins Büro spaziert&#8230; keine Schule??? Hä??? Doch, aber sie hatte wegen der Kälte nicht den Rock, sondern die Schultrainingshose angezogen. Tja, an diesem Tag, war aber kein Sportunterricht für sie, also wurde sie sofort wieder nach Hause geschickt! Falsche Kleidung an!</li>
</ul>
<ul>
<li>Anstelle von Türklinken, sind hier eher Türknäufe zum Drehen anzutreffen. In deren Mitte kann man einen Knopf eindrücken und damit die Tür abschließen und man braucht keinen Schlüssel.</li>
</ul>
<ul>
<li>In dem besagten Kaufhaus namens “coppel”, läuft immer schrecklichste deutsche Musik, a la “Hey Baby” oder “Hölle, Hölle, Hölle, Hölle&#8230;Wahnsinn, eiskalt lässt du meine Seele erfriern&#8230;” allein deshalb graut es mir dort hineinzugehen&#8230;</li>
</ul>
<ul>
<li>Für die anstehenden Präsidentschaftswahlen, beginnen jetzt die Wahlkampagnen. Leicht und günstig zu kriegende Stimmen sind bekanntlich die armen Dorfbewohner. Will ein Kandidat also ein Dorf für sich gewinnen, gibt er einmal ein großes Essen für alle aus oder schenkt jeder Familie einen Sack Bohnen. Und schon stehen alle hinter ihm, er hat ja was tolles gemacht. So einfach ists!</li>
</ul>
<ul>
<li>In Mexiko gibts keine Tampons!!! Außer ab und zu ein paar sehr seltsame, überteuerte. Sie sind angeblich unhygienisch&#8230;</li>
</ul>
<ul>
<li>Andauernd muss man irgendwo seinen kompletten Namen angeben&#8230; nachdem es anfangs ziemlich schief lief, weiß ich mittlerweile wie&#8217;s am unkompliziertesten geht: “Tu nombre?” “Carina con C” Pause. “Grunwald – G-R-U-N-W-A-L-D” so buchstabiert klappts dann meist. Einige gucken aber immer noch dumm und drehen mir die Tastatur hin, damit ich ihn selbst schreibe.</li>
</ul>
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		<title>Ostern in Teresópolis</title>
		<link>http://blog.afs.de/2012/04/18/ostern-ohne-hasen/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 23:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caroline_brasilien</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brasilien-Blog (Caroline)]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Schüleraustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind über die Ostertage, die hier sogar von Schule zu Schule unterschiedlich sein können, in meinem Fall von Donnerstag bis Sonntag, nach Teresópolis gefahren, um unsere &#8220;Oma&#8221; zu besuchen. Am Donnerstag waren wir den ganzen Tag lang unterwegs und nach der Ankunft gab es dieses Familienzusammentreffen, bei dem Jeder Jeden umarmt, Küsschen hier, Küsschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind über die Ostertage, die hier sogar von Schule zu Schule unterschiedlich sein können, in meinem Fall von Donnerstag bis Sonntag, nach Teresópolis gefahren, um unsere &#8220;Oma&#8221; zu besuchen. Am <strong>Donnerstag</strong> waren wir den ganzen Tag lang unterwegs und nach der Ankunft gab es dieses Familienzusammentreffen, bei dem Jeder Jeden umarmt, Küsschen hier, Küsschen da, &#8220;aaaaach, wie lang ists her&#8230;&#8221; usw., was man eben aus jeder größeren Familie kennt.</p>
<p><span id="more-4475"></span></p>
<p>Nachts haben wir aus dem Apartment unsrer &#8220;Oma&#8221; ein regelrechtes Matratzenlager gemacht &#8211; wir waren schließlich 11 Personen&#8230;-: die beiden anderen Austauschschülerinnen (Emilie aus Dänemark, auch mit AFS hier, und Mareike aus Deutschland, mit yfu&#8230;) meine gleichaltrige Gastschwester und ich im &#8220;Jungsschlafzimmer&#8221; des Apartments, meine Gasteltern und andre Gastschwester im kleinen Arbeitszimmer mit Schlafsofa und Matratze, meine beiden Cousins mit Matratzen im kleinen Zimmerchen neben der Küche und der Rest auf den Sofas und auf Matratzen im Wohnzimmer&#8230; in Deutschland undenkbar!!! <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-4480" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3167-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></p>
<p>Am <strong>Freitag</strong> sind wir nach dem Frühaufstehn und in der Küche das Frühstück zusammensuchen, in den Nationalpark &#8220;Serra dos Orgãos&#8221;. (Man sollte sich übrigends besser NICHT als Ausländer erkennen lassen: Da verdoppelt bis verdreifacht sich der Eintrittspreis nämlich!!!)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_31731.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4481" style="margin-left: 3px; margin-right: 3px;" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_31731-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Dort haben wir in einem &#8220;Pool&#8221; mit eiskaltem Quellwasser und in einem Fluss mit vielen Stromschnellen und rauen Felsen gebadet, gepicknickt, als der Rest der Familie auch dazugestoßen ist, und sind ein bisschen den Berg hinaufgewandert. Von oben hatte man eine Aussicht über das gesamte Tal!!!</p>
<p><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3181.jpg"><img class="size-medium wp-image-4476 alignleft" style="margin-left: 3px; margin-right: 3px;" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3181-300x225.jpg" alt="Das Tal &lt;3" width="300" height="225" /></a>Danach sind wir nach Hause &#8211; und das genau im richtigen Moment: Kurz darauf hat es angefangen, wie wild zu schütten&#8230; in den Nachrichten haben sie sogar Bilder von Erdrutschen ein bisschen außerhalb von Teresópolis gezeigt. Aber dort sind die Häuser auch sehr instabil&#8230; Doch sogar vor unserem Hausblock hat sich ein regelrechter See in der Straße gebildet&#8230;</p>
<p>Am nächsten Morgen waren zum Glück alle Spuren des Unwetters verschwunden, doch in einigen Straßen mussten die Läden das gesamte Inventar auf die Straße stellen und waschen oder trocknen, da das Wasser eingedrungen war&#8230;</p>
<p>Am <strong>Samstag</strong> sind wir einem Geheimtipp gefolgt und sind in die nahen Berge, einen rauschenden Fluss-Wasserfall suchen und sind dabei auf ein mysthisches &#8220;Museum der Zukunft&#8221; mitten im Wald gestoßen&#8230;<br />
Das Wasser des Wasserfall-Flusses war eiskalt, dennoch sind wir alle wagemutig hineingesprungen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!!! Wenige Menschen außer uns und ein Naturspektakel &lt;3</p>
<p style="text-align: left;">Gegen Ende des Tages sind wir nach Campos zurückgefahren und wir Jugendlichen haben eine Imbissbude gesucht und mit einem Jungen getroffen, der jüngere Bruder der Studentin, die in Campos im oberen Teil des Hauses wohnt. Er hatte Campos schon Neujahr besucht für 1Woche.</p>
<p style="text-align: left;">Am Sonntag haben wir unsere 7 Sachen gepackt und sind früh aufgebrochen, ein Teil mit dem Bus, der Rest mit Auto und haben einen Umweg über Rio geschlagen, bevor wir nach Campos zurückgekehrt sind.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-4482 alignleft" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3200-300x225.jpg" alt="MINHA GALERINHA AMADA" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: left;"> In Rio haben wir zu Mittag gegessen und meine Gastmutter, mein Cousin, meine Cousine und eine Freundin meiner Gastmutter sind nach Lapa, die berühmten &#8220;Arcos da Lapa&#8221; und die &#8220;Escadaria de Selaron&#8221; ansehen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3226-Cópia.jpg"><img class="size-medium wp-image-4485 aligncenter" style="margin: 10px;" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3226-Cópia-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><br />
<a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3192.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4483" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3192-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
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		<title>Die letzten Monate hier &#8230;</title>
		<link>http://blog.afs.de/2012/04/16/die-letzten-monate-hier/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 14:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>giulianna_daenemark</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dänemark-Blog (Giulianna)]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüleraustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Hej nach langer Zeit wieder etwas aus Dänemark ! Hier hat sich viel bei mir getan, und ich kanns auch gar nicht glauben, dass ich solange nicht geschrieben habe. Ich wollte nämlich eigentlich viel mehr schreiben und regelmäßiger. Ich habe hier nur noch ca. 3 Monate zurück. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Hej nach langer Zeit wieder etwas aus Dänemark !</p>
<p>Hier hat sich viel bei mir getan, und ich kanns auch gar nicht glauben, dass ich solange nicht geschrieben habe. Ich wollte nämlich eigentlich viel mehr schreiben und regelmäßiger.</p>
<p>Ich habe hier nur noch ca. 3 Monate zurück. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie es mir am Anfang vorkam und wie es war, aber es kommt mir einfach nur vor, als ob das 100 Jahre zurück liege. Na gut, nicht ganz solange, aber für mich ist es einfach nur wie ein Schwarzweißfilm in meinem Kopf.</p>
<p>Und wenn ich dann an die Zeit vor meinem Auslandsjahr denke, dann kommt es mir nur noch wie eine Fantasie vor, ein Gedanke, ein Traum, der ganz klein irgendwo in meinem Kopf ist.</p>
<p>Und wenn ich an mich selber denke, wie ich bin und wie ich war, dann ist mein altes Ich vor ein paar Monaten eine sehr veraltete Version.  Ich kann mich nicht mehr erkennen, wie ich damals war, und ich erkenne mich erst recht nicht, wie ich genau jetzt bin. Ich bin anders.</p>
<p>Viele sagten mir, man verändert sich in einem Auslandsjahr, ich wusste was auf mich zukommt, ich ging offen darauf zu, ich war gespannt, neugierig, &#8230; aber ich dachte nicht das ich eine 180 Grad Drehung mache.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-4463"></span></p>
<p><strong>Und wie fühle ich mich hier in Dänemark ?</strong></p>
<p>Ich fühlte mich wie ein Teil der Klasse, als wir unsere Klassenreise nach Paris machten, 5 Tage lang. Ich mein, ein richtiger Teil.  Es ist schwer zu beschreiben. <img src="https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/529381_10150700052574759_716044758_9163841_777861393_n.jpg" alt="" width="466" height="479" /></p>
<p>Man sieht, dass wir alle total unterschiedlich sind. Wir haben aber auf jeden Fall eine gute Klassengemeinschaft (rechts außen, mit schwarzem Tshirt bin ich <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  )</p>
<p>Klar fühl ich mich ein Teil der Klasse, wenn ich im Klassenzimmer bin, aber das kann man natürlich nicht vergleichen mit einer Klasse, die man in Deutschland 2 Jahre lang schon kennt. Natürlich spielen dann noch die kulturellen Unterschiede, die verschiedenen Persönlichkeiten und vieles mehr auch mit. Aber man könnte sagen, dass ich mich schon mehr als ein Teil fühle als am Anfang. Ich kann die Sprachen, für die Lehrer ist es total normal, das ich im Unterricht mitarbeite, das ich die Dänisch- und die Physik-Hausarbeiten mache, &#8230; .  Es wäre für sie fast unnormal, wenn ich diese nicht machen würde und manche verstehen manchmal nicht, warum ich etwas nicht kann oder es mir schwerer fällt, da es für sie so normal geworden ist. Einer aus meiner Klasse sagte zu mir heute, dass er sich es gar nicht vorstellen könnte, wenn ich kein Dänisch könnte, das sagte mir auf jedenfall viel! (Ich habe die Schule gewechselt nach 3 Monaten, als ich schon Dänisch verstehen konnte und bisschen reden konnte). Andere fragen mich, wie man Wörter schreibt (natürlich auf Dänisch) Es sind einfach so viele Dinge, die mir einfacher fallen als am Anfang.</p>
<p>Ich bin viel mehr als ich es schon von Anfang an war an der Kultur interessiert und beeindruckt, ich bin nicht nur von Museen beeindruckt, sondern auch von den Menschen, die ich alle schon getroffen habe, jeder mit seiner eigenen Geschichte!</p>
<p>Hier ein Bild, wo ich drauf bin, das entstand als ich mit einer Austauschschülerin ins Museum und eine Figur besichtigt habe.</p>
<p><img src="https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/561995_10150701648179001_610414000_9576056_284805021_n.jpg" alt="" width="490" height="897" /></p>
<p>Liebe Grüße ! Med venligst hilsen</p>
<p>GIULI &lt;3</p>
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		<title>Die Angst vor Abschied und Wiedersehen</title>
		<link>http://blog.afs.de/2012/04/14/die-angst-vor-abschieden-und-wiedersehen/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 00:42:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brasilien-Blog (Nathalie)]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Ängste]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Schüleraustausch]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedersehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist mir etwas passiert, was ich lange nicht mehr erlebt habe. Ich habe wieder bewusst darüber nachgedacht, wie es eigentlich hier in Brasilien ist. Ich saß im Bus, habe auf das Meer geschaut, und da ist mir bewusst geworden, wie sehr ich das vermissen werde. Am Anfang war ich jedes mal so glücklich, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Heute ist mir etwas passiert, was ich lange nicht mehr erlebt habe. Ich habe wieder bewusst darüber nachgedacht, wie es eigentlich hier in Brasilien ist. Ich saß im Bus, habe auf das Meer geschaut, und da ist mir bewusst geworden, wie sehr ich das vermissen werde. Am Anfang war ich jedes mal so glücklich, als ich direkt am Strand lang gefahren bin, aber nach ca. 5 Monaten werden auch diese wundervollen, für mich neuen Dinge zum Alltag. Als ich vom Bus nach Hause gelaufen bin, wurde ich wirklich etwas sentimental. In genau 10 Wochen sitze ich im Flugzeug. Ich habe die letzten Wochen doch eher intensiv betont, wie sehr ich Deutschland vermisse und mich auf zu Hause freue und hier irgendwie nur meine verbleibende Zeit &#8220;absitze&#8221;. Das ist zwar immer noch irgendwo wahr, aber je näher der Abreisetermin rückt, desto mehr lerne ich die mittlerweile alltäglichen Besonderheiten Brasiliens wieder schätzen.<span id="more-4447"></span><br />
Die freundlichen Leute, die Lockerheit, die bunten Straßen, die laute Musik, die ganzen kleinen Straßenstände&#8230; Wahrscheinlich liegt meine positive Sichtweise auch daran, dass ich nur Dienstag in der Schule war, da die Lehrer hier mal wieder streiken. Ich weiß auch selbst nicht, warum ich die Schule so hasse. Wahrscheinlich weil ich mit den Leuten nicht so richtig warm werde und für mich jede Unterrichtsstunde wie die andere ist. Nämlich ein Meer aus Fragezeichen.<br />
Ich habe auch das Gefühl, dass es mit meiner Familie wieder etwas bergauf geht.</p>
<p>Ich habe auch darüber nachgedacht, wie merkwürdig am Anfang alles war. Wie schwer es mit der Sprache war &#8211; alles war eine Herausforderung. Das Familienleben habe ich bewusst wahrgenommen und über alles nachgedacht (&#8220;Gehe ich in die Küche und esse etwas oder nicht?&#8221;). Das ist schon lange nicht mehr der Fall, ich fühle mich schon lange wirklich <em>zu Hause.<br />
</em><br />
Ich freue mich nach wie vor wahnsinnig auf Deutschland. Mir ist hier wirklich bewusst geworden, wer die wahren Freunde sind. Dazu muss ich sagen, dass ich zeitweilig natürlich von einigen Leuten enttäuscht war, aber sich sonst wirklich wenig verändert hat, da es mir auch einfach zu wichtig war, da wirklich mein Bestes zu geben. Mir ist gerade hier aufgefallen, was für tolle Freunde ich habe, da sich alle wirklich bemühen, sich trotz der Entfernung und der langen Zeit nicht von mir zu entfremden und mich immer noch zu integrieren. So weiß ich bis heute noch bestens über Klatsch und Tratsch Bescheid und weiß, wer wann wo wie was erlebt hat.</p>
<p>Langsam denke ich auch daran, wie es mit den Leuten wird, wenn man sich das erste Mal nach gut 11 Monaten wieder richtig gegenübersteht. Worüber redet man? Man hat fast 1 Jahr unabhängig voneinander weitergelebt. Nicht nur ich werde mich verändert habe, auch meine Freunde. Sie studieren mittlerweile, haben neue Freunde, die ich nicht kenne, einige sogar eine neue Beziehung. Pass ich noch in dieses Leben? Besonders hart ist es zu sehen, wie man selber mit vielen Freunden nach wie vor gut befreundet ist, aber Freunde sich untereinander auseinanderleben. Es ist hart zu akzeptieren, dass man eine Welt verlässt und in eine andere wiederkommt, ohne diesen Wandel selbst miterlebt zu haben, geschweige denn beeinflusst zu haben. Ich hatte sozusagen 1 Jahr eine Pause von der Zeit in Deutschland, aber die Uhren sind auch dort nicht stehen geblieben.</p>
<p>Ein weitere Sache ist die Familie. Auch wenn es immer die eigene Familie ist, ist es doch komisch, wenn ich mir das erste Wiedersehen mit meinen Eltern vorstelle. Ich bin ja immer noch ich, aber vielleicht sehen sie starke Veränderungen in mir, die ich selbst gar nicht wahrnehme? Ich denke, ich werde mich auch zu Hause erstmal wieder eingewöhnen müssen.</p>
<p style="text-align: left;">Mit Sicherheit werde ich Brasilien sehr vermissen &#8211; immerhin war es für fast 11 Monate mein zu Hause und ich hab hier viel erlebt.<br />
Nun denke ich auch, was ich hier zurücklassen werde. Natürlich meine Familie, aber das war mir von Anfang an bewusst. Aber ich habe hier wirklich eine wahnsinnig gute Freundin gefunden, Kirsten, aus Neuseeland, und sie ist einfach zu einer meiner besten Freundinnen geworden, und es macht mich unsagbar traurig, zu wissen, dass ich mich in 10 Wochen von ihr verabschieden muss. So ist das eben, das Austauschjahr. Traurig, schmerzhaft, frustrierend, einschüchternd und nervig, aber eben auch schön, witzig, aufbauend, bereichernd, lehrend und verändernd. Es sind Erfahrungen und die Erinnerungen, die ich mein Leben lang bei mir tragen werde.</p>
<p><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/SAM_1746.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4448" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/SAM_1746-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Berg- und Talbahn</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 08:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Iris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastmutter Iris]]></category>
		<category><![CDATA[Gastschüler]]></category>
		<category><![CDATA[Heimweh]]></category>
		<category><![CDATA[PARAGUAY]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>

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		<description><![CDATA[So, jetzt ist Sofia schon 3 1/2 Wochen hier bei uns. Zwischenzeitlich hatten wir ein paar wirklich anstrengende Tage. Ich denke sowohl bei Sofia, als auch bei uns! Auf Sofia ist eine Menge eingestürzt. Das so durchgeplante und &#8220;aufgeräumte&#8221; Deutschland, Heimweh, neue Schule, Deutschkurs, Veranstaltungen zu denen wir sie mitgenommen haben, Gastschwester, pünktlich fahrende Züge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, jetzt ist Sofia schon 3 1/2 Wochen hier bei uns. Zwischenzeitlich hatten wir ein paar wirklich anstrengende Tage. Ich denke sowohl bei Sofia, als auch bei uns! Auf Sofia ist eine Menge eingestürzt. Das so durchgeplante und &#8220;aufgeräumte&#8221; Deutschland, Heimweh, neue Schule, Deutschkurs, Veranstaltungen zu denen wir sie mitgenommen haben, Gastschwester, pünktlich fahrende Züge usw. usw. <span id="more-4394"></span>Wir haben uns erst einmal ein wenig auseinander setzen müssen und die Regeln mussten festgelegt werden&#8230;.. Puh, das war ziemlich nervenaufreibend und zwischendurch war ich ziemlich fertig!  Nun &#8211; es hat sich wohl gelohnt, denn seit einigen Tagen, klappt alles viel besser, und wir können wieder zusammen lachen. Und das ist wirklich schöner, als ständig auf irgendwelchen Regeln bestehen zu müssen. Aber wie heißt es so schön: Was sein muss, muss sein! Und wenn man bedenkt, dass der erste Monat jetzt schon fast um ist&#8230;.. Mensch, wie die Zeit vergeht!</p>
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		<title>Aufgeschlossen und interessiert!</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 08:47:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Iris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastmutter Iris]]></category>
		<category><![CDATA[Gastschüler]]></category>
		<category><![CDATA[PARAGUAY]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach gut einer Woche haben wir uns schon ganz gut aneinander gewöhnt. Ich habe Angst es laut auszusprechen, aber es läuft recht easy&#8230;. Aber psst nicht zu laut&#8230;.. In einer kleinen Ecke meines Kopfes taucht immer wieder das Befürchtungs-Männchen auf Sofia ist bisher sehr pflegeleicht und läuft in unserer Familie einfach so mit. Sie geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach gut einer Woche haben wir uns schon ganz gut aneinander gewöhnt. Ich habe Angst es laut auszusprechen, aber es läuft recht easy&#8230;. Aber psst nicht zu laut&#8230;.. In einer kleinen Ecke meines Kopfes taucht immer wieder das Befürchtungs-Männchen auf <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span id="more-4374"></span>Sofia ist bisher sehr pflegeleicht und läuft in unserer Familie einfach so mit. Sie geht schon einige Tage zur Schule, d.h. um 6.30 Uhr aufstehen und um 7.30 Uhr das Haus verlassen. Zusammen mit ihrer Gastschwester wackeln die beiden jeden morgen zur Schule, die meistens nicht vor 15.00 Uhr endet. Hungrig und etwas abgespannt kommt sie dann nach Hause, ein Lächeln im Gesicht und bei der Frage: &#8220;Na, wie war&#8217;s?&#8221; heißt es immer &#8220;Gut!&#8221; &#8211; Nun ja, dem wird wohl so sein. Die Lehrer in unserer Schule sind sehr begeistert von Sofia und ihrem Herkunftsland, und es passiert schon mal, dass sich ein Lehrer eine Schulstunde lang nur mit Sofia unterhält und alle möglichen Fragen über Paraguay stellt.</p>
<p>Wir bzw. ich spreche(n) in 3 Sprachen &#8211; oft verknüpft in einem Satz !!! mit Sofia. Wir nennen das, ja wie könnte man das nennen, wenn ich Englisch-Deutsch-Spanisch vermische? Spengleutsch vielleicht?  Zur Zeit lerne ich Spanisch und Sofia amüsiert sich köstlich über meine Aussprache &#8211; ein bisschen Spaß muss sein.</p>
<p>Wir sind überrascht, dass Sofia bisher alles, was ich gekocht habe, anstandslos auch probiert hat. Das eine oder andere war dabei, was ihr nicht schmeckte, so z. B. Heringsalat mit Pellkartoffeln oder Kaiserschmarrn, aber wichtig ist doch &#8211; sie hat&#8217;s probiert.</p>
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		<title>Eine neue Herausforderung. Und Ostern :)</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 18:24:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>megan_polen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Polen-Blog (Megan)]]></category>
		<category><![CDATA[Familienwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Schüleraustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach genau sieben Monaten in Krakau, habe ich meine Gastfamilie gewechselt. Ich dachte echt nicht, dass Familienwechsel so hart ist, da wirklich der Großteil der Austauschschüler bei AFS nicht in der ersten Familie bleibt, und es so normal und unspektakulär rüber kam. Doch es nimmt einen echt mit. Zwischen tränenreichen Gesprächen mit AFS, meinen Eltern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach genau sieben Monaten in Krakau, habe ich meine Gastfamilie gewechselt. Ich dachte echt nicht, dass Familienwechsel so hart ist, da wirklich der Großteil der Austauschschüler bei AFS nicht in der ersten Familie bleibt, und es so normal und unspektakulär rüber kam. Doch es nimmt einen echt mit. Zwischen tränenreichen Gesprächen mit AFS, meinen Eltern und mit meiner Gastmutter habe ich ab und zu den Überblick verloren. Doch die Hoffnung auf letzte unglaubliche drei Monate nicht.<span id="more-4409"></span>Das auch Dank einiger echt guter Freunde hier in der Schule. Doch die musste ich vor knapp zwei Wochen auch verlassen, die neue Familie wohnt 60 km südlicher. Hatte echt meine Zweifel, ob ich für die letzten drei Monate alles von neu anfangen möchte. Dort hatte ich meinen Alltag, von wegen, was ich nachmittags trieb und vor allem mit wem. Ich wusste, wo ich lang joggen kann,  wann ich Polnischunterricht habe, &#8230;<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Aber jetzt lebe ich bei einer gleichaltrigen Schulkameradin</strong>, die unter der Woche dort im Internat wohnt und am Wochenende heimfährt. Wir sehen uns deswegen leider nicht so oft, ich hab sie jetzt schon total lieb. Neben ihr habe ich auch <strong>noch vier Gastbrüder</strong>, full house also. Wieder auf dem Dorf, doch nicht weit von einer kleinen Stadt, wo ich auch zur Schule gehe. Und es ist eine <strong><span style="text-decoration: underline;">normale</span></strong> Schule. Ich weiß nämlich jetzt, was das heißt, nach dem katholischen Internat (ich schlief natürlich nicht im Internat) in the middle of nowhere mit nur knapp 400 Schülern, Schuluniform, Piercingverbot (jaa das betone ich ganz speziell, weil ich mein Nasenpiercing herausnehmen musste. Was gibt man nicht für Opfer&#8230;) und beten vor dem Unterricht. Jetzt lerne ich das normale Schulsystem kennen. Das Internat war schon eine Sache für sich. Aber ich hatte dort Freunde. Kann nocht nicht einschätzen, wo es mir besser gefällt&#8230;</p>
<div id="attachment_4418" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3655.jpg"><img class="size-medium wp-image-4418" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3655-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Ostereier gibts hier natuerlich auch! Meine Gastschwester malte eins mit deutsch-polnischer Flagge <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p></div>
<p>Außerdem hatte ich ja noch fast eine Woche frei, wegen Ostern. <strong>Ist hier fast wichtiger als Weihnachten</strong>. War toll, diese paar Tage nur mit der Familie zu verbringen. Es wurde viel geputzt, gebacken und gekocht, demnach auch viel gegessen. Aber reden wir hier nicht von Gewichtzunahme &#8230; Unter anderem musste ich ein kleines Stück rohen Meerrettichs essen, das brauche ich echt nicht zu wiederholen. Doch die hier machen das jedes Jahr am Ostersonntag, nachdem er am Samstag in einem kleinen Körbchen mit noch vielem anderen guten Essen in der Kirche geheiligt wurde. Ja, in der Kirche war ich auch einige Male, doch ich konnte mich nicht überwinden am Sonntag um 6 Uhr früh zu gehen, so wichtig ist es mir echt nicht. Karfreitag verteilte ich mit einigen Geschwisterlis kleine Holzkreuzchen, die mein Gastbruder aus der Palme vom Palmsonntag gebastelt hatte, in der Gegend und bei Nachbarn, um böse Geister zu vertreiben. Bei der Gelegenheit lernte ich die Tante kennen, eine total herzige Frau, die mich gleich nach irgendeinem  Kaff in Norddeutschland fragte, wo sie einmal war. Außderdem sagte sie mir, dass ich nicht wie eine &#8220;typische&#8221; Deutsche aussehe (deutsche Frauen haben in Polen keine guten Ruf, was Aussehen betrifft, fragt mich nicht wieso.), sondern eher wie eine fröhliche, warmherzige Polin. Jetzt hab ich wohl wirklich ein Stück Polen in mir. <img src='http://blog.afs.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Der Ostermontag war sehr nass.</strong> Nein, geregnet hat es nicht. Nur gibt es in Polen den Brauch, sich am &#8220;lany poniedziałek&#8221; (gegossener Montag) mit Wasser zu bespritzen oder auch mit ganzen Eimern um sich zu werfen. Wäre das im Sommer, fänd ich das eine echt witzige Idee, aber bei nur ein paar Grad über Null? Unsere Wasserschlacht fand nur ums Haus statt, traute mich wirklich kaum ungeschützt und unbewaffnet um eine Ecke zu treten, nachdem ich mich einige Male schon umgezogen hatte &#8230; Aber es war ziemlich witzig. In den Nachrichten sah ich Bilder wie das Ganze im Zentrum Warschaus oder Krakaus aussah, da wurden Mädchen in ganze Badewannen getaucht. Brrr.</p>
<p>Ostern war also sehr erfolgreich. Jetzt muss ich versuchen, mich an meinen neuen Alltag zu gewöhnen, mir vielleicht erstmal einen aufzubauen. <strong>Aber hey, ich spreche inzwischen fast fließend Polnisch!</strong> Im Unterricht in der Schule komme ich aber immer noch nicht mit, manchmal fehlt einfach ein Begriff wie &#8220;Widerstand&#8221; in meinem Wortschatz und nichts ergibt einen Sinn. Demnach ist es auch ziemlich unmöglich Macbeth auf Polnisch zu lesen. Das versuchte ich der Polnischlehrerin in der neuen Klasse klarzumachen, die das im Moment als Lektüre durchnimmt, und da der Rest der Klasse es schon gelesen hatte, sollte ich es mal schnell in zwei Tagen lesen. Schoen wärs. Ich bin schon froh, dass ich seit zwei Wochen kaum ein Wort Englisch gesprochen habe (die Austauschschülerin aus der Türkei, die hier einer meiner besten Freundinnen ist, blieb natürlich in der anderenSchule.. ), alle sieben Fälle (fast) hinbekomme und allgemein die unnötig komplizierte Grammatik mit ihren zahlreichen unnötigen Ausnahmen besser verstehe als manch ein Pole. Die Einheimischen hier sind nämlich selber oft genug überfordert. (&#8220;Hey Megan, ich helf dir mir deinen Hausaufgaben! Warte, hier musst du &#8230; , hmm, was ist nochmal ein Genitiv?&#8221;)</p>
<div id="attachment_4420" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3598.jpg"><img class="size-medium wp-image-4420" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3598-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Das Gelbe da ist eines der Kreuzchen, die wir hier und da in die Erde steckten.</p></div>
<div id="attachment_4419" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3701.jpg"><img class="size-medium wp-image-4419" src="http://blog.afs.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_3701-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Mit dem Osterkoerbchen auf dem Heimweg von der Kirche, die im Hintergrund ist.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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