Nun ist es also soweit: Der offizielle Vorbereitungsteil in 2 Etappen à fünf, bzw. sechs, Tage in Göttingen und Fulda, ist nun vorbei und bald, ganz bald heißt es für mich und 7 weitere Freiwillige: Auf nach Kenia!Theoretisch und auch in gewisser Weise praktisch, durch Planspiele etc., setzten wir uns in den VBs nicht nur mit Tropenkrankheiten und der Frage nach der richtigen Sonnenmilch auseinander, sondern auch mit wesentlich wichtigeren Themen: Was erwarten die Menschen in unserem Projekt von uns? Was erwarten wir von dem Aufenthalt? Wie sehen wir uns als Freiwillige, was wollen und was können wir bewirken? Macht das ganze Sinn? Mit welchen moralischen Konflikten wird zu rechnen sein? Inwieweit können wir uns an die dortige Kultur anpassen und ab welchem Punkt sollten wir “Stopp” sagen? In welchem Verhältnis stehen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer miteinander? Wie sollte kommuniziert werden?
Das ständige Analysieren von Ängsten und Hoffnungen, Gedanken und Gefühlen war zwar zeitweise anstrengend und Nerven zehrend – aber wir alle hatten schon vorher die Gewissheit, dass dies wichtig ist und wir wirklich gut vorbereitet werden müssen – wobei sich AFS wirklich alle Mühe gibt.
Was gilt es nun noch zu erledigen?
Für mich hauptsächlich notwendiger “Kleinkram”, ein paar Einkäufe stehen noch an, einige Unterlagen müssen ausgedruckt werden, die Bachelorarbeit in der Uni abgegeben werden, “Abschiedsfeiern”, die ich aufgrund schlechter Erfahrungen nicht so nennen möchte etc.pp.
Wenn das dann alles geschafft ist, fliege ich am 10. August endlich für ein Jahr nach Kenia. Die ersten paar Tage sind wir zu acht noch zusammen im Mombase, bevor wir “in alle Winde” verstreut werden. Mich treibt es, zusammen mit einer anderen Freiwilligen, nach Malindi direkt an die Küste. Das Projekt in dem ich mithelfen werde heißt MEDA – Malindi Education and Development Association und ist eine außerschulische Bildungseinrichtung für Kinder und Jugendliche, die 1995 gegründet wurde.
In welchem Rahmen ich dort direkt arbeiten werde, weiß ich noch nicht, aber ich bin gespannt und voller Vorfreude darauf, was mich erwarten wird. Nicht zuletzt natürlich auch auf meine Gastfamilie.
Die letzten 2,5 Wochen heißt es nun erstmal: Kiswahili lernen und wenn ich soweit bin, melde ich mich wieder.
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